Müssen im Seniorenheim noch Rechtsschutz und Hausrat sein?
Ratgeber

Umzug ins Seniorenheim - Versicherungsbedarf checken

Autor:
Redaktion

An die Versicherungen denkt meist erst mal niemand, wenn Oma oder Opa zum voraussichtlich letzten Mal umziehen müssen. Schließlich ist die Situation schmerzlich genug. Doch so radikal wie die Lebensumstände ändert sich auch der Versicherungsbedarf!

Das Naheliegende erledigen die alten Leute oder ihre Angehörigen meist wie selbstverständlich: den Mietvertrag kündigen oder die Wohnung verkaufen. Den Telefonanschluss und die GEZ ab oder ummelden. Den Wohnortwechsel amtlich wie postalisch anzeigen. Auf der „Agenda Umzug Pflegeheim“ muss aber auch die Überprüfung von Verträgen und Versicherungen stehen. Und das  nicht nur, um die gern übersehenen Karteileichen wie die unnötig gewordene Fahrradversicherung abzustoßen.

Rechtsschutz- und Unfallversicherung kündigen!

Ein heißer Streichkandidat ist die Rechtsschutzversicherung. Denn Bewohner von Seniorenheimen führen selten noch Prozesse. Die Unfallversicherung kann ebenfalls spätestens jetzt ad acta gelegt werden. Denn Unfallversicherungen zahlen für Menschen ab 65 Jahren keine Invaliditätsbeträge mehr, sondern allenfalls noch Renten. Höchstens, dass über einen Rückkauf nachgedacht werden kann.

Und wie sieht es mit der Hausratversicherung aus?

Nur wenige persönliche Gegenstände können ins Alten- oder Pflegeheim mit einziehen: der Stubenschrank. Der Sessel vielleicht. Die Kleidung und der Fernseher. Es ist fraglich, ob sich für das Wenige der teure Versicherungsschutz lohnt. Kühlschrank, Herd und Waschmaschine werden ohnehin nicht mehr gebraucht. Außerdem ist ein Hausratsschutz bei vielen Senioreneinrichtungen im Heimvertrag bereits inklusive.

Was gebraucht wird: Haftpflicht, Pflegestufe, Vollmachten

Ein Muss ist dagegen die Beibehaltung der Privathaftpflichtversicherung. Auch Heimbewohner können anderen Menschen aus Versehen teure Schäden zufügen. Diese können von der Rente kaum begleichen werden, zumal die Rente ohnehin meist kaum für die Heimkosten reicht. Wichtig ist ein Blick in die Police. Zahlt die Versicherung auch dann, wenn der alte Mensch etwa durch Krankheiten wie Demenz sein Handeln nicht mehr voll verantworten kann? Dann auf jeden Fall die Police beibehalten. Sonst Versicherer wechseln, wenn möglich.

Spätestens jetzt: Lebensversicherung auszahlen lassen!

Bei der Krankenversicherung sind Pflegestufen und Pflegezusätze abzuschließen und anzupassen. Was bei Krankheiten wie Demenz auf keinen Fall vergessen werden darf: eine rechtzeitige Betreuungsvollmacht ausstellen lassen! Denn: Der kranke Mensch ist irgendwann nicht mehr geschäftsfähig. Dann können die betreuenden Angehörigen für ihn handeln und ntscheidungen treffen. Weiterlaufen kann, sofern vorhanden, die Sterbegeldversicherung. Auslaufen und ausgezahlt werden aber sollte die Lebensversicherung. Denn wer ein Leben lang eingezahlt hat, darf im Spätherbst seiner Tage in den Genuss der verdienten Leistungen kommen.

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