Wenn die neue Wohnung nicht bezugsfertig ist, muss das Mobiliar nicht auf der Straße stehen bleiben
Ratgeber

Umzug verschoben, wohin mit den Möbeln

Autor:
Redaktion

Der Einzug muss warten, aber der Auszug lässt sich nicht verschieben. Nun heißt es, eine Unterstellmöglichkeit für die Möbel zu finden.

Verzögerungen beim Neubau sind keine Katastrophe

Wer seine Wohnung gekündigt hat, muss diese räumen. Die Option, einfach nicht auszuziehen wird teuer, denn in diesem Fall muss der neue Mieter entschädigt werden. Ihm steht eine angemessene Unterkunft zu, so wie die Lagerung der Möbel. In Einzelfällen sind mehrere Parteien zu entschädigen, wenn dieser beispielsweise den Einzug seiner Nachmieter behindert.

Die günstigste Möglichkeit ist sicher, pünktlich auszuziehen und selbst Quartier bei Freunden oder der Familie zu suchen. Auch Campingplätze und günstige Pensionen sind geeignet, ohne hohe Kosten für einige Zeit eine Unterkunft zu bieten.

Das größte Problem in dieser Situation sind die Möbel. Meist muss ein Teil des Mobiliars nicht mit in die neue Wohnung. Dieser kann sofort entsorgt werden. Wer neue Möbel geordert hat, kann den Möbelhändler bitten, mit der Auslieferung zu warten. Für einen großen Teil gilt es, einen Lagerraum zu finden.

Das Einlagern ist in Containern möglich, die auf dem eigenen Grundstück stehen. Eine andere Option ist, einen Lagerraum zu mieten oder ein Umzugsunternehmen mit der Zwischenlagerung zu beauftragen. Welche Einlagerung im Einzelfall die sinnvollste ist, lässt sich allgemein nicht beantworten.

Containerlagerung auf dem eigenen Grundstück

Sofern auf dem Baugrundstück Platz für einen Container ist, mietet der Hausbesitzer eine solche Lagerbox an. Wichtig ist ein Modell auszuwählen, das für das Lagern von Möbeln oder Akten geeignet ist. Einfache Seecontainer reichen meist aus. Wohncontainer sind teurer, haben dafür aber eine Isolierung. Das Lagergut ist vor Frost und großer Hitze geschützt.

Der Lagercontainer hat den Vorteil, dass das Inventar schon vor Ort ist. Wenn das Haus nach und nach fertig wird, kann der Hausherr schon einen Teil der Möbel einräumen und eventuell auch schon im Haus wohnen, bevor es komplett fertig ist.

Hinweis: Das Einziehen vor der Fertigstellung kann zu rechtlichen Problemen führen. Kluge Hausbesitzer führen daher zuvor ein Gespräch mit dem Anwalt.

Umzugsunternehmen sind selten bereit die Möbel in einen Container zu verbringen, da sie oft eine eigene Lagerung anbieten. Wenn Helfer angeheuert werden, ist generell zu bedenken, dass nahezu zwei Umzüge zu bezahlen sind. Der erste Umzug beinhaltet Abbau, Transport und Verstauen im Lager, der zweite das Einräumen ins Haus und den Aufbau.

Lagerraum anmieten

In vielen Städten vermieten Unternehmen Lagerräume. Der Ablauf ist ähnlich wie beim Einlagern im Container vor Ort. Die Kosten sind meist etwas niedriger.

Der Vorteil des Lagerraums ist, dass auf dem Baugrundstück kein Platz erforderlich ist, um einen Container unterzubringen. Auch ist das Mobiliar weniger physischen Belastungen ausgesetzt, wenn es in einem festen Gebäude steht.

Aber es gibt auch Nachteile: Oft stehen die Möbel in einer großen Halle, zu der viele Personen Zutritt haben. Der einzige Schutz vor fremden Zugriff ist nur ein Zaun. Ein sehr großer Nachteil ist, dass ein zusätzlicher Transport anfällt. Das ganze Inventar muss von der alten Wohnung zum Lager und von dort zur neuen Wohnung. Dies lohnt nur, wenn der Umzug überwiegend in Eigenregie erfolgt.

Umzug mit einem Fachunternehmen

Große Umzugsunternehmen haben entweder gute Lagerräume oder sie arbeiten mit Wechselcontainern. Sie holen das Umzugsgut zum vereinbarten Termin mit einem Container ab, fahren ihn zu einem Unterstellplatz und bringen ihn zusammen mit den Möbeln, wenn das Haus fertig ist.

Der volle Service ist bei dieser Option möglich. Schwere sperrige Möbel transportieren die Firmen auf Wunsch mit einem Möbellift aus der gewünschten Etage und bringen sie auf gleiche Art später an ihren Platz.

Diese Lösung ist zwar meist die teuerste, dafür aber auch die mit Abstand bequemste und sicherste. Das Unternehmen garantiert, das Inventar unbeschadet zu lagern und zu transportieren. Der Umzugsstress ist selbst unter den widrigen Umständen, dass das Haus zu spät fertig wird, minimal.

Hilfe vom Umzugsprofi lohnt sich

Wer alles zusammenrechnet, merkt schnell, dass die professionelle Lösung oft die beste ist. Eigenregie bedeutet Organisation von freiwilligen Helfern, das Mieten von Container oder Halle, viele Stunden schwere körperliche Arbeit sowie einen kleinen Obulus für die Helfer zu entrichten. Meist geht einiges kaputt, das niemand ersetzt. Gerade in der prekären Situation, dass die neue Wohnung nicht rechtzeitig bezugsfertig ist, sollte jeder Hausbesitzer Stress vermeiden.

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Tags:
Gewerke:Umzug und Transport

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