Freunde als Umzugshelfer haften nicht für entstandene Schäden am Umzugsgut
Ratgeber

Umzugstipps: Rechte und Pflichten während des Umzugstages kennen

Autor:
Redaktion

Umziehen erfordert Planung. Es lohnt sich, die rechtliche Seite zu kennen, um Fehler bei der Organisation und Schäden am Umzugsgut zu vermeiden.

Ein Umzug erfordert immer viel Organisation im Voraus und viele helfende Hände. Es lohnt sich, darüber informiert zu sein, wie man den Platz vor dem Haus korrekt reserviert, die alte Wohnung ordnungsgemäß übergibt und was beim Umzug und den Helfern rechtlich zu beachten ist.

Sich von alten Dingen trennen – die Sperrmüllabholung organisieren

Wer umzieht, entrümpelt gleichzeitig und trennt sich von alten Sachen. In vielen Kommunen wird der Sperrmüll vor der Haustür abgeholt, aber eben nicht überall. Deshalb sollte man sich rechtzeitig darüber informieren, wie es in der eigenen Gemeinde aussieht und ob die Abholung kostenfrei ist. Außerdem dürfen nicht alle Gegenstände einfach an den Straßenrand gestellt werden. Auch darüber gilt es, sich zu informieren.

Dinge, die auf der Straße stehen, gehen automatisch in den Besitz der Gemeinde über. Es ist ein Irrglaube, dass es rechtens ist, Sperrmüll einfach mitzunehmen. Handelt es sich um eine kostenpflichtige Abholung, darf der Nachbar seinen Sperrmüll auch nicht einfach dazu stellen.

Platz vor dem Haus – Vorbereitungen für den Umzug

Es ist sinnvoll, sich im Vorfeld um die Parkregelung am Umzugstag vor dem Haus zu kümmern. Den Platz vor dem Haus einfach mit Stühlen oder anderen Gegenständen zu blockieren, ist nämlich nicht erlaubt. Wer ein Halteverbot selbst markiert, muss unter Umständen mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro rechnen.

Ein Halteverbot und Parkplatzreservierung muss beim Ordnungsamt angemeldet werden. Es handelt sich dabei um eine kostenpflichtige Sondernutzungsgenehmigung, die rechtzeitig beantragt werden sollte. Beim Ordnungsamt sind auch die entsprechenden Verkehrszeichen zu bekommen. Missachtet ein Anwohner das vorübergehende Parkverbot, wird er notfalls abgeschleppt.

Wer haftet für Transportschäden beim Umzug?

Oft helfen Freunde und Bekannte beim Umzug mit. Werden Dinge beim Transport beschädigt, trägt der Umziehende dieses Risiko, außer es handelt sich um grobe Fahrlässigkeit. Auch für verursachte Schäden in der Wohnung gilt: Der Mieter haftet für seine Helfer. Es handelt sich im Rahmen des Umzuges um „Erfüllungsgehilfen“. Es ist ratsam, vor dem Umzug die eigenen Versicherungsbedingungen zu überprüfen und eventuell die Police auf Gefälligkeitsschäden hin auszuweiten.

Handelt es sich um ein Umzugsunternehmen, das für den Umzug beauftragt wurde, haftet dieses für eventuell entstandene Transportschäden. Aber auch hier ist eine Grenze gesetzt: Die Schadenssumme begrenzt sich auf 620 Euro pro Kubikmeter Umzugsgut. Es lohnt sich deshalb, wertvolle Dinge mit einer Transportversicherung zu bedenken. Es lohnt sich auch, die AGBs des Umzugsunternehmens genau anzuschauen, oft sind hier Haftungsausschlüsse vermerkt.

Ist ein Schaden entstanden, muss dieser dem Unternehmen spätestens einen Tag nach dem Umzug schriftlich gemeldet werden. Handelt es sich um einen äußerlich nicht erkennbaren Schaden, hat der Eigentümer 14 Tage Zeit, den Schaden schriftlich zu melden.

Das Umzugsunternehmen haftet aber nur für selbstverursachte Schäden. Wer hilft und dabei selbst einen Schaden verursacht, hat keinen Anspruch auf Schadensersatz.

Beim Umzug verletzt – welche Versicherung zahlt?

Verletzt sich ein Umzugshelfer aus Unachtsamkeit, ist das sein Risiko. Dann ist die gesetzliche Unfallversicherung nicht zuständig. Hat der Umziehende auf die Gefahrenquelle nicht hingewiesen, muss unter Umständen seine Versicherung für den Verletzten einspringen. Bei einem Umzugsunternehmen zahlt selbstverständlich die gesetzliche Unfallversicherung, wenn sich ein Mitarbeiter verletzt. In diesem Falle handelt es sich um einen Arbeitsunfall.

Wer vor dem Umzug gut informiert ist, dem steht ein reibungsloser Umzug bevor. Das ist der beste Start fürs neue Heim.

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