Formschön fällt einem als erstes beim Anblick dieses barrierefreien Waschtisches ein. Darunter hat ein praktischer Hocker oder ein Rollstuhl Platz. Die Haltegriffe machen sich auch als Handtuchhalter nützlich
Ratgeber

Universal Design für leichtes Leben

Autor:
Tanja Müller

Klar und verständlich soll es sein – Universal Design. Ob Möbel, Haushaltsgeräte oder Alltagshelfer, die Idee findet in allen Bereichen des Lebens Umsetzung.

Eine gestrichelte Linie und die Aufschrift darunter verweisen zum Aufreißen, doch die Nudeltüte lässt sich mit bloßen Händen partout nicht öffnen. Keine Schere zur Hand, nehmen wir die Zähne, und schon purzeln die Penne im Schwall auf die Küchenarbeitsplatte. Über kniffelig zu öffnende Produktverpackungen hat sich wohl schon jeder einmal geärgert.

Sie zählen übrigens auch zu einer der größten Widrigkeit im Alltag älterer Menschen laut einer Studie der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO). 64,4 Prozent der befragten über 60jährigen beklagen schlecht zu öffnende Verpackungen. Die Hitliste führen eingeschweißte Lebensmittel mit 71 Prozent an. Und das ist nur ein kleines Beispiel, wo Universal Design das Leben immens erleichtern kann.

Universal Design für jeden nutzbar

Dabei will es sich keinesfalls als Seniorenkonzept verstanden wissen, sondern hat das hehre Ziel zum Standard zu werden. Die Dinge zu vereinfachen und intuitiv erlernbar zu machen, erfüllt schließlich die Bedürfnisse aller Generationen gleichermaßen. Universal Design soll für jeden nutzbar sein, von Jungen und Alten, von Gesunden und Kranken, von Menschen mit und ohne Handicap. Die Dinge, die wir täglich benutzen, sollen gut in der Hand liegen, unkompliziert sein und dazu noch schön aussehen. Das fordert Gestalter wie Industrie gleichermaßen heraus.

Zu universellen Produkten zählen vor allem viele kleine Dinge des Lebens, die den Alltag vereinfachen. Eben Dinge, die wir jeden Tag in der Hand haben. Dazu gehören zum Beispiel Flaschenöffner, die selbst fest sitzende Schraubverschlüsse ohne großen Kraftaufwand lösen und dazu noch formschön sind. Sparschäler, Scheren oder Messer mit ergonomisch geformtem Griff machen das Schneiden zum Vergnügen. Oder auch Akkubetriebene Zyklon-Staubsauger. Sie warten nicht nur mit angenehmer Beweglichkeit auf, sie verzichten auch auf Beutel und ersparen einem die langwierige Suche nach den richtigen Staubsaugerbeuteln.

Hightech intuitiv bedienen

Vereinfachen gilt als eine Lösung im Universal Design. Wozu verfügen zum Beispiel Waschmaschinen über 25 Programme, wenn in der Praxis nur drei davon (30, 60 und 95 Grad-Wäsche), maximal vier (Wollwaschgang) genutzt werden. Eine echte Herausforderung im technikverliebten Deutschland, machbar aber dank Displays mit Klartextanzeige, Touch Control oder Ein-Knopf-Navigation. Bei Haushaltsgeräten übrigens schwer im Kommen.

Intuitive Bedienung ist ein weiterer Faktor. Kein Architekt würde hierzulande öffentliche Bauten mit Drehknöpfen an den Türen ausstatten, weil wir Klinken gewöhnt sind und unser gelerntes Wissen intuitiv abrufen. Die Industrie arbeitet an der Benutzerfreundlichkeit, bringt sensorgesteuerte Wasserhähne auf den Markt, die berührungslos funktionieren, oder Handtuchheizkörper mit mittig montiertem Thermostat, der ohne zu bücken oder auch bequem vom Rollstuhl aus zu bedienen ist.

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