Mit dem Münztest die Profiltiefe checken
Ratgeber

Urlaubscheck: Auto fit für den Road-Trip

Autor:
Lundquist Neubauer

Wer verbringt wertvolle Urlaubszeit gern in der Werkstatt? Keiner! Deswegen stehen vor jeder Fahrt wichtige Checks an.

Ein durchschnittliches Auto besteht aus etwa 10.000 Einzelheiten – aber keine Sorge, 10.000 Dinge müssen nicht erledigt werden, bevor es losgehen kann. Es reicht, sich auf die wichtigen und verschleißanfälligen Bereiche zu konzentrieren.

Bremsen gut, alles gut

ein Teil am Auto ist wichtiger als die Bremsen. Die sollten für den Fall der Fälle immer reibungslos funktionieren. Ebenso die Beleuchtung und die Reifen. Ausreichend Profiltiefe sorgt für kurze Bremswege. Und kommt es zum Unfall, muss der Gurt halten, was er verspricht. Das alles sind Checks, die für die Sicherheit unabdingbar sind. Danach geht´s ans Eingemachte. Folgende Fragen suchen Antworten: Ist der Motor in gutem Zustand? Stimmt der Wasser- und Ölstand? Und wie machen sich Luftfilter, Benzin- beziehungsweise Dieselfilter, Zündkerzen, Scheibenwischer und nicht zuletzt die Batterie? Wer im Genuss einer Klimaanlage ist, sollte auch diese prüfen.

Keine Reise ohne lästigen Papierkram

Beim Thema Papierkram handelt es sich im Grunde um eine Hassliebe. Gern vor sich hergeschoben, freuen wir uns dann doch, wenn im Schadenfall alles geregelt ist. Folgende Papiere müssen  mit: Fahrzeug- und Führerschein, Versicherungskarte, Personalausweis oder Reisepass und die Mitgliedskarte des Autoclubs, dessen Jahresgebühr natürlich nicht mehr aussteht.

Richtig packen

Schweres Gepäck nach unten, leichtes nach oben – so lautet die Faustregel für gutes Packen. Doch damit nicht genug. Koffer und Taschen sollten gleichmäßig verteilt und wenn möglich durch einen Gurt gesichert werden. Kleinteile haben die Eigenschaft, dass sie schon beim kleinsten Bremsmanöver die Schwerkraft überwinden. Für sie gilt daher umso mehr: sicher verpacken und fest verstauen. Auch wenn Platznot im Kofferraum herrscht, ein Notfallset muss immer hinein passen. Denn Warndreieck, Weste und Verbandskasten will nicht nur der Gesetzgeber sehen, sie sind im Notfall das wichtigste Gepäckstück überhaupt. Wer nicht mehr weiß, wo er Campingstühle, Zelt und Klapptisch unterbringen soll, für den stellt der Fachhandel Dachboxen zur Verfügung – auch leihweise.  

Gut vorbereitet kann es losgehen. Dem Urlaubsziel entgegen. Sicher, ohne Last aber mit Gepäck.

Unterschiede bei Einparkhilfen

Die Parkhilfen sind Rückfahrwarner, die über ein Signal vor dem Kontakt mit einem Hindernis warnen. Sie unterscheiden sich in der Anzahl der Sensoren und in der Art der Anzeige. Aufwendigere Modelle warnen vor einem Hindernis durch einen Ton und mit einem Display. Zusätzlich schalten sie automatisch das Radio stumm, damit der Warnton nicht überhört wird. Bei einfachen Ausführungen ist der Betrieb oft nur ohne Anhängerkupplung möglich. Auch versagen sie, wenn nur ein schmaler Pfosten im Weg steht.

Je aufwendiger die Technik der Einparkhilfe, umso schwieriger ist die Montage. Allen Modellen gemeinsam ist die Stromversorgung der hinteren Sensoren über den Rückfahrscheinwerfer. Diese stellt sicher, dass die Einparkhilfe nur arbeitet, wenn der Wagen rückwärtsfährt. Wer auch vorne Sensoren haben möchte, muss mehr Aufwand betreiben. Die Parkhilfe soll nicht an Ampeln oder bei Gegenverkehr vor einer Annäherung warnen.

Generell lohnt sich das Nachrüsten, denn schon ein kleiner Blechschaden ist teurer, als eine solche Anlage. Aber sollte man diese selber montieren?

Nachrüsten mit Rückfahrwarnern

Einfache Ausführungen, die über Funk das Signal vom Sensor zum Display übertragen, sind sehr einfach zu montieren. Die Sensoren werden oft angeklebt. Das einzige Problem ist die Stromversorgung über den Rückfahrscheinwerfer. In der Regel muss nur ein Kabel durchtrennt und eine mitgelieferte Klemmverbindung angebracht werden. Es sollte daher kein Problem sein, diese Einparkhilfen selber zu montieren. Aber auch bei Funkübertragung und Klebemontage muss gebohrt werden. Die Kabel der Sensoren müssen durch die Karosserie ins Fahrzeuginnere gelangen.

Schwieriger wird es, wenn die Einparkhilfe über Kabel mit einer Anzeige für den Fahrer verbunden wird. Extrem kompliziert sind Anlagen, die über die Geschwindigkeit angesteuert werden oder das Radio automatisch deaktivieren. Die Kabel sind versteckt nach vorne zu führen und müssen an einer bestimmten Stelle des Armaturenbretts austreten. Auch ist ein Anschluss an die Elektronik des Fahrzeugs nötig.

Fakt ist, es werden keine Bauteile berührt, die sicherheitsrelevant sind. Auch ein Laie darf den Einbau vornehmen, aber der Einbau ist bei aufwendigen Anlagen kompliziert.

Selbsteinbau oder Fachwerkstatt

Der Einbau in einer Fachwerkstatt dauert meist etwa zwei Stunden und kostet etwa 150 €. Mehr als 350 € kostet es auch bei einer komplizierten Anlage nicht. Wer das Nachrüsten selber übernehmen möchte, muss eine Bohrmaschine mit Kegelbohrern besitzen.

Außerdem ist ein einfaches Messgerät nötig, um die richtigen Leitungen zu finden. Der Zeitaufwand ist bei einem Selbsteinbau deutlich höher. Bedingt durch die fehlende Erfahrung kann es einen ganzen Tag dauern, bis alles funktioniert. Zusätzlich besteht ein Risiko, dass man bei einem falschen Anschluss die Elektronik des Fahrzeugs beschädigt. Dies würde zu großen zusätzlichen Kosten führen.

Daher sollte nur ein erfahrener und versierter Hobbybastler den Einbau selber vornehmen, zumal unter Umständen für etwa 100 Euro Werkzeug benötigt wird.

Tags:
Gewerke:Kraftfahrzeugtechniker

Das könnte Sie auch interessieren:

Qualifizierte Handwerker
in Ihrer Nähe finden!
Kostenlos Auftrag einstellen:
  1. Auftrag beschreiben
  2. Angebote erhalten
  3. Handwerker auswählen
Jetzt kostenlos Angebote erhalten
Handwerker direkt suchen:
Handwerker direkt suchen:
Kostenlos Auftrag einstellen:
  1. Auftrag beschreiben
  2. Angebote erhalten
  3. Handwerker auswählen