Ratgeber

Vermögenswirksame Leistungen für alle Arbeitnehmer

Autor:
Redaktion

Ein Arbeitgeber kann freiwillig vermögenswirksame Leistungen (VL) zahlen. Auch befristete Arbeitnehmer haben unter Umständen Anspruch auf den Bonus.

Vermögenswirksame Leistungen sind ein zusätzlicher Bonus zum Monatslohn, den ein Arbeitnehmer seinen Mitarbeitern freiwillig zahlen kann. Das Geld aus diesen Leistungen fließt direkt in eine längerfristige Anlage, wie beispielsweise in einen Banksparplan oder in einen Bausparvertrag, die der Arbeitnehmer eigens dafür abgeschlossen hat.

Kein Unterschied zwischen befristeten und unbefristeten Arbeitnehmern

Zahlt ein Arbeitgeber seinen Angestellten vermögenswirksame Leistungen, darf er keinen Unterschied zwischen befristeten und unbefristeten Arbeitnehmern machen. Auch befristet Angestellte haben unter Umständen Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen.

Wie viel den Arbeitnehmern jeweils zusteht, ist im Tarif Tarif- oder Arbeitsvertrag geregelt. Bei befristeten Arbeitsverträgen gilt ein Anspruch dann, wenn das Unternehmen den fest angestellten Mitarbeitern vermögenswirksame Leistungen zahlt. Obwohl die Zahlung freiwillig ist, darf der Arbeitgeber dabei keine Unterschiede machen.

Die Höhe der VL-Zahlungen ist gesetzlich geregelt

Vermögenswirksame Leistungen werden in ihrer Höhe nicht beliebig ausgezahlt. Die Höhe richtet sich wie oben schon erwähnt nach dem Tarif- oder Arbeitsvertrag. Je nach Gewerk kommen unterschiedliche Höchstbeiträge für den Arbeitgeberanteil im Handwerk zustande, die Arbeitgeber ihren Mitarbeitern zahlen können.

Als Anlageformen für vermögenswirksame Leistungen eignen sich, wie beispielsweise der klassische Bausparvertrag als auch Betriebs- und Riesterrenten oder eine Lebensversicherung und Fonds.

Bei geringerem Einkommen gibt es eine Arbeitnehmersparzulage

Arbeitnehmern mit geringerem Einkommen, zahlt der Staat Zulagen in verschiedener Höhe als Arbeitnehmersparzulage. Die Zulage muss in der Steuererklärung beantragt werden.

Anspruch auf die Zulage haben Arbeitnehmer, die im Jahr weniger als 17.900 Euro verdienen. Bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren liegt die Grenze bei 35.800 Euro. Mit Kindern sieht es noch einmal anders aus.

Ist der Arbeitnehmer zulagenberechtigt, kann er in Zeile 1 des Mantelbogens der Steuererklärung das Kästchen „Antrag auf Festsetzung der Arbeitnehmer-Sparzulage“ ankreuzen. Die Zulage wird vom Finanzamt für das abgelaufene Kalenderjahr vorgemerkt. Erst nach der siebenjährigen Sperrfrist fließt sie dann auf das Konto des Arbeitnehmers.

Handelt es sich um VL-Aktienfondssparpläne, gibt es zwanzig Prozent vom Staat auf die jährlichen Einzahlungen. Die Einzahlung ist auf bis zu 400 Euro begrenzt, maximal 80 Euro im Jahr also. Bei Bausparverträgen liegt die Förderung bei neun Prozent für Beiträge bis zu 470 Euro – maximal bis zu 43 Euro im Jahr.

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