Aus neu mach alt - Vintage liegt im Trend
Ratgeber

Vintage-Möbel – selbstgemacht

Autor:
Redaktion

Früher wurden alte Möbel neu gemacht, heute ist es umgekehrt. Im Trend liegen Stücke, die mit ihren Oberflächen so betagt und abgenutzt aussehen wie von Omas Dachboden.

Old ist in: Vintage-Möbel sind die Stars auf den Flohmärkten und die Blickfänge in den Antiquitätenläden. Doch was beliebt ist, hat seinen Preis, und der ist nicht selten stolz. Auch bekommt nicht jeder solch eine schöne alte Kommode oder Omas schicken Sessel vererbt. Längst hat der Vintage-Trend daher auch die Möbelhäuser erreicht, die ihre Kunden mit neuen Möbeln im alten Look umwerben. Doch kaufen muss nicht sein: Ein paar Tricks und Handgriffe reichen, um die hölzernen Möbel zuhause mit einer herrlich alt aussehenden Patina zu „veredeln“. Diese Arbeiten können vom Tischler professionell ausgeführt werden. Sehr geschickte Heimwerker legen selbst Hand an.

Neue Möbel auf alt getrimmt

Trick Nummer eins ist das Beizen. Durch Beizen gewinnt das Holz eine dunklere Färbung. Dabei bleibt seine Struktur erhalten und die Jahresringe werden deutlicher sichtbar. Es gibt sowohl gebrauchsfertige Flüssig-Beizmittel als auch Beizpulver, die in heißem Wasser aufgelöst und nach dem Abkühlen verwendet werden. Aber Vorsicht: Wenn die Lösung in Kontakt mit Metall kommt, ist ihre Wirksamkeit beeinträchtigt. Also lieber in einem Keramik- oder Kunststoffbehälter mischen. Voraussetzung ist ferner eine unbehandelte Holzoberfläche, denn das Beizmittel muss ungehindert eindringen können. Aufgetragen wird es mit Pinsel oder Bürste. Beim Trocknen richten sich feine Holzfasern auf, die sich mit einem sanften Schleifpapier glätten lassen. Fertig sind die – scheinbaren – Reste eines alten Anstrichs.

Beizen oder Wachsbehandeln

Eine andere „Aging“-Methode ist das Einreiben bestimmter Bereiche wie Griffen, Kanten oder Deko-Elementen mit Kerzenwachs. Dazu muss die Oberfläche zunächst grundiert und dann mit einer Acrylfarbe bestrichen werden. Danach kommt das Kerzenwachs zum Einsatz – und schließlich ein erneuter Anstrich in einer zweiten Farbe. An den Stellen mit Kerzenwachs wird sich diese vermeintliche Überlackierung nicht halten und abblättern, sodass die Unterfarbe durchschimmert. Danach das Wachs mit Stahlwolle entfernen – und schon sind die vorgetäuschten „Abnutzungserscheinungen“ perfekt!    

Abgeschliffen statt abgegriffen

Trick drei, um Möbel herrlich alt aussehen lassen, ist am einfachsten, schnellsten und preiswertesten: Der Einsatz von Schleif- oder Sandpapier auf lackierten Holzmöbeln. Mit ihnen lassen sich die klassischen Abrieb-Stellen wie Griffe oder Kanten am einfachsten erarbeiten. Hierbei ist allerdings Fingerspitzengefühl gefragt, denn die vermeintlichen Alterserscheinungen sollen natürlich möglichst ungleichmäßig und wie durch Zufall entstanden aussehen. Wer sich den ultimativen Vintage-Möbel-Look wünscht, kombiniert am besten alle gängigen Methoden.

 

Tags:
Gewerke:Tischler

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