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Vom Faustkeil zum Akkuschrauber

Autor:
Redaktion

Die Evolution der Werkzeuge ist die Revolution der Menschheit. Erst mit Hilfsmitteln eigneten wir uns Fähigkeiten jenseits unserer natürlichen Gaben an.

Was immer uns bestimmte Tiere an Kraft oder Geschicklichkeit voraus haben, kompensieren wir durch Werkzeuge. Mehr noch: Sie sind wie „verlängerte Arme“ – von der Faust zum Hammer, von den Fingern zur Zange. Manche Tiere nutzten Werkzeuge aber schon lange bevor es Menschen gab. Schimpansen zum Beispiel nehmen Steine in die Hand, um Nüsse zu knacken.

Vor rund 2,4 Millionen Jahren zogen Urmenschen erstmals an der Tierwelt vorbei. Sie schlugen Steinwerkzeuge zum Schneiden und Bohren wie den Faustkeil aus Feuerstein. Erste Ambosse zum Herstellen früher Steinwerkzeuge und Waffen sind bereits in der Altsteinzeit vor 200.000 Jahren nachweisbar. Neandertaler stellten Klingen oder Speerspitzen auf eigenhändig abgeflachten Natursteinen her.

Die Geschichte der Werkzeuge

Die Bronzezeit bringt erste Metallwerkzeuge hervor. In der Antike kommen Ambosse und Hämmer aus Eisen auf. Im alten Ägypten sind Zangen zum Anfassen heißer Materialien bekannt. Auf altgriechischen Vasen finden wir Darstellungen von Gelenkzangen zum Schmieden.

Die alten Römer gewannen und bearbeiteten Steine in Steinbrüchen mit Vorschlaghämmern aus Schmiedeeisen. Mit ihren quadratischen flachen Enden ähnelten sie bereits heutigen Schmiedehämmern. Erst Mechanisierung und Elektronik führten zu immer speziellere Arten von Hämmern, Bohrern oder Zangen.

Fortschritt durch Geräte und Maschinen

Klar abzulesen ist der technische Fortschritt an den Werkzeugmaschinen. In der Antike wurden Drehbänke, Schleif- und Bohrmaschinen mit Tier- oder Wasserkraft betrieben. Die Werkzeuge führte man von Hand. Leonardo da Vinci konstruierte im 16. Jahrhundert Bohr- und Gewindeschneidmaschinen.

Um 1750 leiteten dampfbetriebene Spinn- und Webmaschinen die industrielle Revolution ein. Im frühen 19. Jahrhundert kam die Drehmaschine auf. Jetzt konnten Produkte arbeitsteilig, schneller und in wesentlich höherer Stückzahl produziert werden. Einzelteile wie Schrauben und Gewinde wurden seither präzise maschinell gefertigt und sind untereinander austauschbar. Die Geburtsstunde der Massenproduktion.

Bald kamen Spiralbohrer, Fräs- und Werkzeugschleifmaschinen hinzu. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts arbeiteten dampfgetriebene Schmiedehämmer. Alfred Krupps Riesendampfhammer stampfte Eisen und Stahl mit 30 Tonnen Fallgewicht.

Arbeit mit Hand, motorisiert und elektronisch

Ein weiterer Evolutionsschritt war der Einzelantrieb von Werkzeugen und Maschinen durch Motoren. Henry Ford führte um 1910 die Fließbandarbeit ein. Erste Maschinensteuerungen durch Lochkarten entstanden in den 1950ern. Zwei Jahrzehnte später ermöglichen Mikroprozessoren jeder Maschine einen eigenen Rechner. Bald schlug die Stunde der Industrieroboter und Fertigungsstraßen. Heute hängt unsere Wirtschaft sehr weitgehend von der Automatisierung ab.

Jeder Haushalt hat heute Kneif- und Rohrzange, Bohrmaschine, Hammer, Schraubenzieher und Akkuschrauber. Was moderne Handwerker auszeichnet, ist professionelle Arbeit mit Spezialwerkzeugen wie Kreissägen, Schraubzwingen oder CNC-Schweißgeräten.

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