Um direkt auf Putz zu streichen muss die richtige Farbe her, da sonst die Wand verschlämmt
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Wände ohne Tapete streichen - die besten Tipps und Hinweise

Autor:
Redaktion

Wände kann man ohne Tapete streichen. Der Anstrich auf Putz erfordert aber durchdachte Farbwahl und umsichtige Untergrundvorbereitung.

Strukturerhaltende Spezialfarbe bewahrt Dekorfunktion

Verputzen kann die Funktion von Wandgestaltung übernehmen. Das ist zum Beispiel bei Dekorputz der Fall. Wer auf solcherlei dekorativen Wänden ohne Tapete streicht, hat das Problem der Verschlämmung. Das heißt, dass sich die Wandfarbe eventuell in der Struktur des Putzes absetzt. Um diesem Risiko zu entgehen, wählt der Hobbymaler für den Anstrich strukturerhaltende Spezialfarbe, die pro Kilogramm etwa fünf Euro kostet.

Verzicht auf Latexfarbe wahrt feuchtigskeitsregulierende Eigenschaften

Neben einer Dekorfunktion kann Putz ebenso einen feuchtigkeitsregulierenden Zweck erfüllen. In diesem Fall darf die Wandfläche nicht mit Latex- oder Dispersionsfarbe beschichtet werden. Die Wand kann ansonsten nicht mehr "atmen" und das Raumklima verschlechtert sich. Mineralische Putze beschichtet der Hobby-Maler mit Silikatfarben. Gipsputze erhalten einen Dispersionssilikatfarbanstrich. 

Untergrundprüfung der Wände mit Klebebandtest

Dem Streichen der Wände voraus geht eine sorgtfältige Untergrundprüfung. Nur, wenn der Putz flächendeckend fest ist, findet die Farbe nachhaltig Halt auf der Wand. Auch vorausgegangene Anstriche des Putzes müssen fest sein, damit die neue Farbe beim Streichen nicht herunterblättert. Der Hobbymaler testet die Untergrundfestigkeit, indem er einen Streifen Klebeband auf die Wand klebt und ruckartig entfernt. Ist das Klebeband sauber, darf er die Fläche überstreichen. Wenn der Untergrund aber stellenweise am Klebeband haftet, muss sie vor dem Streichen vorbehandelt werden.

Untergrundvorbereitung - Streichen mit Tiefengrund

Wenn beim Klebebandtest lediglich alte Farbschichten abblättern, entfernt der Heimwerker die Schichten vollflächig mit einem Spachtel. Danach behandelt er die Fläche mit Tiefengrund, der das Haften und Decken des Folgeanstrichs gewährleistet. Falls sich beim Klebebandtest stattdessen Putz von der Wand löst, schleift der Heimwerker die alte Putzschicht ab und verputzt neu. Nach Erhärten der Fläche behandelt er die Wand auch in diesem Fall mit Tiefengrund, um die Haftfähigkeit des Folgeanstrichs zu sichern.

Tapete entfernen nur in Absprache mit Vermieter

Wer eine Tapete entfernen will, um auf dem darunterliegenden Putz zu streichen, braucht die Erlaubnis des Vermieters. Ist die eingeholt, befeuchtet der Hobbymaler vollflächig die Wand. Mit einem Tapetenabreißer löst er die Tapete vom Putz. Da meist einzelne Fasern der Tapete mit der Wand verhaftet bleiben, ist ein anschließender Schleifgang empfehlenswert. Bei der Vorbereitung entstandene Unebenheiten gleicht Spachtelmasse aus. Falls eine strukturierte Wand erwünscht ist, folgt auf den Schleifgang ein vollflächiger Putzgang. Auch nach Ablösen einer Tapete erleichtert die Vorbehandlung der Wand mit Tiefengrund den Anstrich.

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Tags: Wandgestaltung
Gewerke:Maler und Lackierer

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