Rot sorgt für Dynamik und Wärme, kann aber auch aggressiv machen
Ratgeber

Wandfarbe: Rottöne geschickt kombinieren

Autor:
Redaktion

Rottöne haben eine starke Wirkung auf Mensch und Raum. Die Wandfarbe sollte daher nur nach genauer Überlegung Verwendung finden.

Die Wirkung von Rottönen

Nach der Farblehre sind Rot, Blau und Gelb Grundfarben. Durch Mischen dieser Farben lassen sich alle anderen Farben erzeugen. Rot gilt als aggressive und dynamische Farbe, Gelb als warm und hell. Blau werden kühle und beruhigende Eigenschaften zugeschrieben.

Verschiedene Rottöne entstehen durch Beimischen von Gelb, Blau oder Weiß. Ein Rotton, der ins Orange geht, strahlt mehr Wärme aus als reines Rot. Er sorgt für eine heitere Atmosphäre. Je größer der Gelbanteil, desto mehr wird dem Rot die Aggression genommen. Violett, also eine Mischung aus Blau und Rot, gibt den Raum eine feierliche Note. Je stärker das Violett ins Blau geht, desto beruhigender wirkt die Farbe. Weiß nimmt Rot die Kraft, ein zartes Rosa baut beim Betrachter sogar Aggressionen ab.

Wo welche Wandfarben passen

Kräftiges Rot ist für Arbeitsräume geeignet, nicht für Schlafzimmer. Da Licht die Wirkung verstärkt, eignen sich kräftige Rottöne eher für Zimmer, die nach Norden oder Osten ausgerichtet sind. Nuancen, die ins Violett gehen, sind für Schlafräume geeignet. Der feierliche Charakter violetter Rottöne passt ausgezeichnet zu Empfangszimmern. Die Gäste werden würdevoll empfangen.

Orange ist dagegen gut für Esszimmer oder Wohnzimmer geeignet. Diese Farbe fördert die Geselligkeit und auch den Appetit. Wer abnehmen will, sollte daher im Esszimmer sparsam mit der Farbe umgehen.

Weniger ist bei Rot mehr

Rot regt den Betrachter an, macht aber auch aggressiv. Statt eine ganze Wand in Rot zu streichen, sollte nur ein Bereich in dieser Farbe gehalten werden. Rottöne bieten sich zum Beispiel für die Wandgestaltung hinter einer Sitzecke oder Essecke an. 

Schon ein einziger Streifen in einem kräftigen Rot gibt dem Raum Dynamik und wirkt anregend. Ein roter Rahmen um eine Sitzgruppe kann schon ausreichen, eine größere Fläche dahinter ist oft zu viel. Für eine Decke oder eine schräge Wand ist Rot ungeeignet. Denn Rot lässt die Decke niedriger wirken.

Jede rote Wand dominiert einen Raum - die Wand wirkt optisch näher, als sie in Wirklichkeit ist. In einem langen schmalen Raum kann es daher sinnvoll sein, eine der kleinen Stirnwände in einem kräftigen Rotton zu streichen. Der Raum wirkt durch diese Gestaltung quadratischer.

Geschickte Kombination mit anderen Farben

Generell ist es problematisch, verschiedene Rottöne zu kombinieren oder die Komplementärfarbe Grün zu verwenden. Lediglich stark aufgehelltes Grün, das schon fast weiß wirkt, passt zu Rot. Ideale Kombinationen sind Grau und gebrochene Weißtöne wie Eierschale, Creme und Vanille. Ein klares Weiß ist ein zu starker Kontrast, es wirkt hart. Rot passt ausgezeichnet zu Schwarz, allerdings ist Schwarz als Wandfarbe meist zu dunkel. Diese Möglichkeit ist nur für gut beleuchtete Räume geeignet.

Wer die Farbe Rot als Wandfarbe einsetzen möchte, sollte ihre Wirkung nicht unterschätzen. Ein langer Aufenthalt in einem von Rot dominierten Raum nimmt die innere Ruhe. Nervosität und Aggression nehmen zu.

Tags: Wandgestaltung
Gewerke:Raumausstatter

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