Granit gibt es in vielen Farben, aber die dunklen Steine sind nie echter Granit
MyHammer erklärt

Was kostet Granit?

Autor:
Redaktion

Granit ist ein hartes und vielfältig verwendbares Gestein. Die Antwort auf die Frage, was das Material kostet, hängt von der Verarbeitung ab.

Wissenswertes zu Granit

Der Begriff Granit leitet sich vom lateinischen Wort granum = Korn ab. Es ist ein grobkristallines magmatisches Tiefengestein. Früher mussten Schüler den Merkspruch “Feldspat, Quarz und Glimmer, die Drei vergess ich nimmer“ pauken, wenn es um die Zusammensetzung von Granit ging.

In der Felsenkunde (Petrografie) unterscheiden die Wissenschaftler nach der Art des Gesteins, das geschmolzen ist. In diesem Sinne sind nur Gesteine, die in der Tiefe der Erde schmolzen und erstarrten, Granite. Im Bauwesen zählen verschiedene Natursteine zu den Graniten, die eine mittel- bis grobkörnige Struktur haben und in denen Kristalle zu erkennen sind. Außerdem enthält Granit keinen Kalk.

Im Handel wird Granit in der Regel nach dem Abbauort (Flossenbürger Granit aus Flossenbürg oder Hauzenberger Granit) bezeichnet. Manche Gesteine tragen auch eine Farbbezeichnung im Namen (Gotenrot, Imperial Red, Rosso Imperiale). Weltweit gibt es über 100 verschiedene Granite.

Eigenschaften des Gesteins

Den unter der Bezeichnung Granit angebotenen Gesteinen ist die körnige, kristalline Struktur gemeinsam. Sie sind bekannt für ihre hohe Widerstandskraft, große Härte und Wetterfestigkeit. Das Material lässt sich ausgezeichnet Schleifen und Polieren.

Steinmetze verwenden es wegen dieser Eigenschaften für Grabsteine oder Gedenktafeln. Im Haus ist Granit als Arbeitsplatte und für den Bau von Treppen beliebt. Anders als Marmor nimmt echter Granit keinen Schaden, wenn er in Kontakt mit Säuren kommt. Essig-, Zitronen- und Phosphorsäure schaden dem Material nicht, Salzsäure nur, wenn sie eindringt, aber Flusssäure zerstört es.

Achtung: Nicht alles, was als Granit angeboten wird, gehört tatsächlich zu dieser Gesteinsart. Es gibt beispielsweise keinen schwarzen Granit. Schwarze Platten, die unter dieser Bezeichnung im Handel sind, bestehen aus Basalt und vertragen keine Säure. Wolga Blue aus der Ukraine ist ein Anorthosit oder Labradorit. Diese Steine sind zwar hart wie Granit aber extrem säureempfindlich.

Was das Material kostet

Die Frage, was Granit kostet, kann niemand allgemein beantworten. Granitschotter aus einem Steinbruch in der Nähe ist natürlich günstiger, als kleine Bruchsteine, die aus Übersee kommen. Auch kostet eine große Platte im Verhältnis mehr als eine kleine. Je größer und schwerer eine Platte ist, desto teurer und komplizierter ist der Transport.

Ein polierter Stein oder ein Stein, den ein Steinmetz bearbeitet hat, kostet mehr als ein unbearbeiteter Naturstein. Natürlich spielen auch Faktoren wie Seltenheit und die Nachfrage eine Rolle beim Preis.

Der Quadratmeterpreis für eine zwei Zentimeter dicke Platte liegt zwischen 140 Euro (Sarizzo) und 1.320 Euro (Lemourian). Dünne Fliesen sind preisgünstiger, während eine aufwendige Kantenverarbeitung den Preis erhöht.

Wie viel Granit kostet, hängt nicht nur vom Naturstein, sondern auch von dessen Größe, Verarbeitung und sonstigen Gestaltung ab.

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