Als Auszubildender hat man nicht nur Pflichten
Ratgeber

Was muss, was darf ein Azubi?

Autor:
Redaktion

Als Auszubildender hast du Rechte und Pflichten. Du solltest sie kennen. Die wichtigsten haben wir hier einmal aufgelistet.

 

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Herzlichen Glückwunsch, du hast die Zusage und wartest schon gespannt auf deinen ersten Arbeitstag. Mit deinem Ausbildungsvertrag erhältst du Rechte, du gehst aber auch Pflichten ein. Welche dies sind, regeln unter anderem das Berufsbildungsgesetz (BbiG) bei Volljährigen und das Jugendarbeitsschutzgesetz bei Minderjährigen. Hinzu kommen die Handwerksordnungen, die Ausbilder-Eignungsverordnung sowie weitere Gesetze und Verordnungen, zum Teil auch Tarifverträge.

DU DARFST: Deine Rechte als Auszubildender von A bis Z

Angemessene Vergütung: Wie viel Gehalt als angemessen gilt, unterscheidet sich von Branche zu Branche. Manchmal regeln Tarifverträge die Höhe.

Arbeitszeit: Bist du unter 18, darf man dich nicht länger als 8 Stunden täglich und 40 Stunden in der Woche arbeiten lassen. Du darfst auch nur 5 Tage die Woche und nur zwischen 6 und 20 Uhr gefordert werden. Für Volljährige gilt ebenso der 8-Stunden-Tag, in Ausnahmefällen sind bis zu 10 Stunden möglich. Nur unter bestimmten Voraussetzungen und in Notfällen sind Überstunden erlaubt, die dein Chef durch Freizeit auszugleichen hat. Diese Ausnahmen gelten zum Beispiel im Gastgewerbe, in der Landwirtschaft, in Bäckereien und Konditoreien oder beim ärztlichen Notdienst.

Ausbildungsziel: Toilette putzen, Handlangerdienste für den Chef tun? Sag nein: Du darfst nur zu Arbeiten verpflichtet werden, die zu deinem Ausbildungsziel führen! Unter Umständen kannst du dich sogar zu Besichtigungen anderer Betriebe freistellen lassen oder einen Auslandseinsatz bei Partnerunternehmen absolvieren. Dein dadurch erworbenes Wissen dient dir und dem Betrieb. Am besten gleich zu Ausbildungsbeginn schriftlich vereinbaren.

Betriebsmittel: Dein Ausbildungsbetrieb muss dir die Ausbildungs- und Arbeitsmittel kostenlos zur Verfügung stellen, seien es Kleidung oder Werkzeuge, das Firmenhandy bei Außeneinsatz oder der Arbeits-PC im Büro.

Freistellung zum Berufsschul-Unterricht: Dein Betrieb muss dich freistellen. Deine Berufsschulstunden werden selbstverständlich als Arbeitszeit angerechnet.

Gewerkschaft: Du kannst Mitglied deiner Branchen-Gewerkschaft werden. Sie setzt sich für deine Rechte ein. Außerdem genießt du gewerkschaftlichen Rechtsschutz, um deine Ansprüche notfalls vor Gericht zu vertreten.

Kündigung: Für Azubis gilt eine spezielle Kündigungsmöglichkeit. Passen dir Job oder Firma nicht, kannst du dein Ausbildungsverhältnis mit vier Wochen Frist kündigen.

Urlaub: Bist du unter 16 Jahre alt, beträgt dein Mindestanspruch 30 Werktage. Unter 17 Jahren sind es mindestens 27, unter 18 mindestens 25 Werktage. Für Volljährige gelten die üblichen Arbeitnehmerregelungen. Der Urlaub muss dir während der Berufsschulferien gewährt werden.

Vertretung: Ab bestimmten Betriebsgrößen, Angestellten- oder Auszubildenden-Zahlen muss eine Jugend- und Auszubildenden-Vertretung bestehen, die sich für deine Interessen einsetzt. Welche Betriebs- und Personalgrößen dies sind, schreibt das Betriebsverfassungsgesetz vor.

Zeugnis: Du hast am Schluss den Anspruch auf ein Ausbildungszeugnis, das Auskunft über deine Qualifikation gibt.

 

 

DU MUSST: Das ABC deiner Pflichten als Auszubildender

Anweisungen: Du bist an die Arbeitsanweisungen deines Ausbilders gebunden und musst die Aufgaben durchführen, die man dir stellt.

Berufsschul-Teilnahmepflicht: Du bist verpflichtet, am Berufsschul-Unterricht teilzunehmen.

Betriebsordnung: Halt dich an die Betriebsordnung. Trag zum Beispiel Schutzkleidung, wo dies vorgeschrieben ist, befolge Rauchverbote etc.

Krankheitsfälle: Kannst du wegen Krankheit nicht arbeiten, musst du deinen Betrieb sofort informieren und innerhalb der vorgegebenen Frist ein ärztliches Attest vorlegen.

Lernpflicht: Du darfst nicht nur lernen – du musst dich auch bemühen, deine Ausbildung erfolgreich abzuschließen.

Pflicht zur Sorgfalt: Alle Arbeiten im Betrieb und in der Berufsschule müssen sorgfältig und ordentlich ausgeführt werden. Fülle auch dein Berichtsheft lückenlos aus. Geh sorgsam mit Betriebsmitteln wie Werkzeugen, Geräten und Kleidung um.

Schweigepflicht: Kein Betrieb verrät gern sein Erfolgsgeheimnis. Du darfst keine Betriebsgeheimnisse ausplaudern!

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Gewerke:

 

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