Regenwasser sollte nur in dafür vorgesehenen Behältern gesammelt werden
Schritt für Schritt

Wassertank für den Garten Schritt für Schritt einrichten

Autor:
Redaktion

Ein Wassertank im Garten spart Gebühren für Frischwasser und die Kanalnutzung. Bei der Planung sind Wasserertrag und -bedarf zu berücksichtigen.

1. Wasserbedarf für den Garten ermitteln

Die Regenwassernutzung für den Garten sollte auf die Anbaufläche abgestimmt sein. Die Ansicht, dass ein zu großer Wassertank besser sei als ein zu kleiner, ist nicht richtig. Wer zu große Mengen Wasser sammelt, lagert das Wasser über längere Zeit. Ein Austausch findet nicht statt, das Wasser verdirbt. Für das Wässern eines Gartens sind etwa 200 Liter je Quadratmeter im Jahr nötig. Das heißt nicht, dass für einen Garten von 100 Quadratmetern ein Regenwassertank von 20.000 Liter nötig ist.

Da ein Garten nur etwa fünf Monate im Jahr gegossen wird, liegt der Verbrauch je Monat bei 40 Litern pro Quadratmeter. Eine Tankgröße von 80 Litern reicht, da das Wasser nicht länger als zwei Monate im Tank stehen sollte. Für 100 Quadratmeter Garten genügt ein Tank, der 6.000 bis 8.000 Liter fasst. Gartenbesitzer, die nur Kübelpflanzen oder einzelne Beete gießen, kommen mit einer oder zwei Regentonnen zu je 500 Litern aus.

2. Wasserertrag anhand der Dachfläche ermitteln

Der mögliche Wasserertrag eines Dachs hängt von dessen Größe, die meist der Grundfläche des Hauses entspricht, ab. Ferner spielen die Eindeckung und die Region, in der das Haus steht, eine Rolle.

100 Quadratmeter Dachfläche liefern in Schleswig-Holstein etwa 80.000 Liter im Jahr, in Bayern nur circa 50.000 Liter. Saugende Bedachungen wie Kies oder unglasierter Ton bringen einen geringeren Ertrag. Im Norden reicht der Ertrag, um einen Regenspeicher von 6.000 Litern zu füllen, im Süden nur für einen Speicher von höchstens 5.000 Litern.

3. Anzahl der Wassertanks

Mehrere unabhängige Tanks haben den Vorteil, dass die Reinigung einfacher ist. Es ist jederzeit möglich, einen der Wassertanks völlig zu entleeren und auszutrocknen. Allerdings sind auch mehrere Filter und Füllautomaten erforderlich. Viele setzen daher auf untereinander verbundene Tanksysteme, bei denen sich einzelne Behälter bei Bedarf abklemmen lassen.

Bei einer unterirdischen Lagerung sind große Zisternen, die zum Zwecke der Wartung begehbar sind, üblich.

4. Unterbringung des Wasserspeichers im Garten

Um Veralgen und eine unnötige Erwärmung des Wassers zu vermeiden, sollte der Wasservorrat an der Nordseite eines Hauses oder im Erdreich untergebracht werden. Bei Regentonnen ist die unmittelbare Nähe zu einem Fallrohr wichtig.  

Fehlt es an Platz, bieten sich schmale Wandtanks an, die nur eine geringe Grundfläche in Anspruch nehmen. Im Handel sind Modelle erhältlich, die an Gartenmauern erinnern und die Optik des Gartens nicht stören.

5. Auswahl des Tanks

Für die unterirdische Unterbringung kommen nur spezielle Tanks infrage, die den Belastungen im Erdreich gewachsen sind. Auch für oberirdische Tanks sollten Gartenbesitzer nur für das Speichern von Wasser bestimmte Behälter wählen. 

Obwohl das Wasser kein Trinkwasser ist, sind ausgediente Container oder Fässer zum Sammeln ungeeignet. Sie können Giftstoffe ins Wasser abgeben. Beim Gießen besteht die Gefahr, mit diesen Stoffen in Berührung zu kommen. Damit gegossenes Obst und Gemüse kann belastet sein. 

6. Den Regensammler setzen

Soll ein Regenwassertank im Erdreich verschwinden, ist eine große Grube erforderlich. Die notwendigen Erdarbeiten sollte ein Fachbetrieb durchführen. Bei größeren überirdischen Tanks muss der Untergrund eben und stabil sein. Die Anlage eines Packlagers ist sinnvoll, damit der gefüllte Tank später nicht umfällt.

7. Anschluss des Regenspeichers

Für das Befüllen ist der Anschluss von Füllautomaten sinnvoll. Diese verhindern ein Überfüllen des Speichers und entfernen groben Schmutz. Wer mehrere tausend Liter speichert, benötigt einen zusätzliche Filter. Das Wasser muss über eine Einlassberuhigung unten in den Tank laufen, damit kein Schmutz aufgewirbelt wird.

Die Entnahme erfolgt an der Oberfläche über einen Schwimmer. Da ein falsches Einlassen oder eine ungünstige Entnahme das Wasser verderben kann, sollte beim Anschluss ein Fachmann helfen.

Tags: Regenwasser
Gewerke:Garten- und Landschaftsbauer

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