Weintresor: Auf Fachböden aus feuchtigkeitsregulierendem Tuffstein lagern die Flaschen in Sand
Ratgeber

Weinkeller: Ausgeruhte Tropfen

Autor:
Tanja Müller

Einen Keller, stabile Regale, ein Ordnungssystem und natürlich erlesene Tropfen – viel mehr braucht es für eine Vinothek nicht.

Wohl dem, der einen Keller sein eigen nennt und sich dort ein optimales Weinlager einrichten kann. Hier reift edler Rebensaft in aller Ruhe, kommen Tafelweine ideal temperiert auf den Tisch. Gute Tropfen schätzen es kühl und dunkel. Idealerweise liegt die Temperatur zwischen zehn und 17 Grad Celsius. Temperaturschwankungen sind nur gemächlich im Jahresverlauf unter dem Witterungseinfluss von Sommer und Winter dienlich. Denn dieser fördert den biochemischen Entwicklungsprozess des Weines.

Bestes Klima für die guten Tropfen

Dazu kommt eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 60, idealerweise 70 Prozent. Eigentlich erreichen das die Keller in unseren Breitengeraden, insbesondere die mit Ziegelwänden oder Gewölbe. Lüftungsanlagen oder Luftbefeuchter können aber nachhelfen. Hygro-Thermometer zur regelmäßigen Kontrolle erweisen sich als sinnvoll. Frischluft ist wichtig. Kellermuff, der Geruch von Lagerobst, Heizöl oder Farben überträgt sich leicht auf den Wein. Ruhig und erschütterungsfrei sollte der Lagerraum sein, schließlich fordert ein guter Tropfen Ruhe.

Auch die Einrichtung bedarf der Planung. Ordnung und Übersicht ist das A und O. Die Auswahl an Weinregalen und Systemen ist groß und bleibt letztlich dem eigenen Geschmack und Bedürfnis vorbehalten. Gleich ob Regale aus Metall, Holz oder Ziegel, sie müssen Gewicht und Luftfeuchtigkeit über Jahrzehnte verlässlich standhalten. Und nicht zuletzt sollte der Boden eben sein, um Standsicherheit zu garantieren. Systeme mit größeren Fächern haben gegenüber Einzelflaschenregalen und Ziegeln mit Einzelröhren den Vorteil, dass sie den besseren Einblick gewähren und weniger Raum bedürfen.

Prickelndes braucht hohe Fächer

Während Wein liegend lagern muss, damit der Korken nicht austrocknet und dicht bleibt, sollten Champagner, Sekt und Co. besser stehen. Freunden der prickelnden Kaltgetränke empfehlen sich noch einige zusätzliche hohe Fächer. Um die guten Tropfen zur rechten Zeit am rechten Ort wiederzufinden, nummeriert der Hüter der Schatzkammer die Regalfächer und dokumentiert dessen Inhalt in einem Weinkellerbuch oder im Computer.

Gute Dienste leisten auch Schiefertafeln, auf denen das Jahr der optimalen Reife notiert und nach einer Probe gegebenenfalls korrigiert werden kann. Das regelmäßige Verkosten der besonderen Schätze ist unerlässlich. Sonst verpasst man wohlmöglich den Reifezeitpunkt. Das Lager dient zuerst einmal zum Bevorraten der Weine für den täglichen Genuss. Denn diese sollen schließlich ausgeruht und ideal temperiert vom Keller auf den Tisch gelangen. Folgende Faustregel hat sich zum Befüllen bewährt: dreiviertel Tafel- und Qualitätsweine zum Trinken und ein Viertel Erlesenes zum Lagern.

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