Schön, bunt und gesund: die Mischkultur im Gemüsegarten
Ratgeber

Welche Gemüsesorten können nebeneinander gepflanzt werden?

Autor:
Redaktion

Welche Gemüsesorten sich nebeneinander pflanzen lassen, sollte jeder wissen, der sich gesundes Wachstum und hohe Erträge wünscht.

Die Mischkultur im Nutzgarten ist nicht nur eine gute Methode, den Platz bestmöglich auszunutzen, sondern die verschiedenen Pflanzen können sich auch gegenseitig positiv beeinflussen. Die Wurzeln der angebauten Obst- und Gemüsepflanzen dienen nicht nur der Wasser- und Nährstoffaufnahme, sondern scheiden auch bestimmte Stoffe der jeweiligen Pflanze aus. Diese Stoffe können dazu beitragen, dass Nachbarpflanzen im Wachstum gefördert werden – aber auch das Gegenteil ist möglich.

Manchmal ist es auch der Geruch bestimmter Pflanzen, der Schädlinge von den Nachbarpflanzen fernhält. Gute Beispiele dafür sind Möhren und Porree, Buschbohnen und Bohnenkraut, Erdbeeren und Schnittlauch oder Knoblauch als Pflanzpartner.

Um beste Wachstumsbedingungen zu schaffen, lohnt es sich näher damit zu beschäftigen, welche Gemüsesorten nebeneinander gepflanzt werden können, ohne dass es Probleme gibt. Gartenbücher oder Internetseiten halten Tabellen bereit, welche Gemüsesorten man am besten nebeneinander pflanzt und warum.

Für Neueinsteiger sind diese Tabellen jedoch oft sehr verwirrend. Wer soll sich das alles merken? Eine einfache Faustregel hilft dabei, die richtigen Partner zu finden: Wie sehen die Pflanzen bzw. deren Wurzeln aus? Bilden die Pflanzen viel Blattmasse und brauchen entsprechend viel Platz, gehen die Wurzeln tief in die Erde oder breiten sie sich flach unter der Erdoberfläche aus?

Einfache Regeln, welche Gemüsesorten sich nebeneinander pflanzen lassen

Die Wurzeln von Gemüsearten wie Rettich, Pastinaken und Möhren lassen sich gut mit flach wurzelnden Arten wie Pflücksalat, Schnittlauch oder Mangold zusammen anbauen. Dort, wo Gemüsesorten mit langer Kulturzeit angebaut werden (zum Beispiel Kohl, Möhren, Lauch, Pastinaken), lohnt es sich, die Lücken mit Gemüsesorten zu füllen, die nach wenigen Wochen erntereif sind. Dazu gehören Spinat, Pflücksalat, Asiasalat und Kresse. Radieschen eignen sich fast überall als Lückenfüller oder gar zum Markieren der Reihen. Einige Radieschensamen in den Reihen mit Möhren und Pastinaken erleichtern die Pflegearbeiten zwischen den Reihen, da diese Kulturen sehr lange bis zur Keimung brauchen.

Schlechte Partner gibt es auch

Bei der Mischkultur sollten schlechte Pflanzpartner gemieden werden. Diese zu kennen, erleichtert die Planung des Nutzgartens ungemein. So vertragen sich Radieschen nicht mit Zwiebeln, Gurken, Rettich und Kohl. Die Kombination von Kartoffeln und Tomaten ist ungünstig, denn hier ist die Gefahr der Übertragung von Braunfäule recht hoch. Auch Gurken passen nicht zu den beiden letztgenannten Gemüsesorten. Ebenfalls gemieden werden sollten Partnerschaften von Sellerie und Kopfsalat oder Zwiebeln und Erbsen. Rhabarber steht viele Jahre am selben Platz und benötigt viel Raum. Er sollte deshalb am besten für sich allein stehen.

Kräuter als Pflanzpartner – eine kluge Wahl

Viele Kräuter wie Lavendel, Rosmarin und Salbei halten mit ihrem Duft Schädlinge fern, andere wie Kapuzinerkresse ziehen Blattläuse magisch an, sodass die Obst- und Gemüsekulturen verschont bleiben. Tagetes wirken effektiv gegen Wurzelnematoden an Tomaten und Kartoffeln und halten somit den Boden (und die Pflanzen) gesund. Andere Kräuter können sogar noch mehr: Sie fördern und intensivieren den Geschmack der Nachbarpflanzen. So profitieren Erdbeeren, Tomaten und Kürbis nachweislich von der Nachbarschaft des Borretsch. Kartoffeln schmecken intensiver in der Nachbarschaft von Dill oder Lavendel.

Welche und wie viele Gemüsesorten sich nebeneinander pflanzen lassen, ist natürlich auch abhängig vom verfügbaren Platz. Ein Gartentagebuch hilft dabei, eigene positive und negative Erfahrungen festzuhalten, und erleichtert die Planung für das nächste Gartenjahr.

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Tags: GartenplanungSchädlingsbekämpfung
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