Ratgeber

Wer nicht wirbt, der stirbt Teil 2 - Was bringt Offline Werbung?

Autor:
Redaktion

Zur Betriebspositionierung und Neukundengewinnung, sind Werbemaßnahmen extrem wichtig. Aber welche Werbeformen eignen sich? Und was ist bei ihrer Nutzung zu beachten? In unserer heutigen Ausgabe widmen wir uns den Vor- und Nachteilen verschiedener Offline-Werbeformate.

Zeitungs- und Kleinanzeigenwerbung für konservative Zielgruppen

Zeitungswerbung ist wohl die klassischste Form einer Werbemaßnahme. Werben in regionalen Tageszeitungen lohnt sich vor allem für kleinere und mittelständische Betriebe, denn es ist wichtig, dass sich die Kunden im Einzugsgebiet des Betriebes befinden.

Anzeigen im Lokalblatt eignen sich besonders zur Information von Stammkunden und um Neukunden zu gewinnen. Ob eine Einmalwerbung in der Tageszeitung oder eine wöchentliche Anzeige im Kleinanzeigenteil lokaler Marktblätter sinnvoll ist, hängt vom Betrieb und vom Werbeziel ab.

Vorteil: Für eine Zeitungsanzeige wird relativ wenig Werbebudget benötigt.

Nachteil: Immer weniger Menschen lesen eine Tageszeitung. Zusätzlich lässt sich bei dieser Werbeform die Zielgruppe nicht auswählen. Angenommen, zehn Prozent der Zeitungsleser benötigen einen Handwerker, aber nur jeder dritte Leser nimmt die Anzeige wahr, bleibt ein Rest von drei Prozent als Zielgruppe übrig.

Wichtig: Da keine zielgruppenspezifische Werbung möglich ist, muss die Zeitungsanzeige absolut überzeugend sein, wenn sie Resonanz bekommen soll. 

Postwurfsendungen eignen sich für bestimmte Gewerke besonders

Postwurfsendungen sind im Handwerk beliebt, denn sie lassen sich sehr präzise verteilen. Landschaftsgärtner, Dachdecker und andere Gewerke, die sich mit Außen- oder Innenausbau beschäftigen, können sich auf gehobene Wohngegenden konzentrieren und ihre Dienste gezielt anbieten.

Vorteil: Wenn der Handwerker das Verteilen der Flyer selbst übernimmt fallen lediglich Kosten für den Druck an. Aber: Übergibt man die Verteilung der Post oder einem anderen Unternehmen, kann das Verteilen aber schnell teuer werden. Ab 1.000 Euro aufwärts ist für eine Aussendung fällig, abhängig von der Größe des Zustellgebietes.

Nachteil: Nicht jeder Empfänger benötigt akut Handwerkerdienste und wirft die Postwurfsendung eventuell ungelesen weg. Bei regelmäßiger Verteilung kann es sein, dass die Werbung als störend wahrgenommen wird, was sich negativ auf das Image des Betriebes auswirken kann.

Wichtig: Diese Werbeform ist vor allem bei Betriebsgründungen als Information und für bestimmte Gewerke sinnvoll, die ihre Zielgruppe nach Wohngebiet oder Region auswählen und dafür passende Dienste anbieten.

Plakatwerbung für die Positionierung des Betriebes

Nicht unüblich für Handwerksbetriebe ist Plakatwerbung. Die Buchungszeit für einen Plakatplatz beträgt in der Regel mindestens zehn Tage. Dabei ist der Standort für den Werbeerfolg mit am entscheidendsten.

Vorteil: Diese Werbevariante ist recht kostengünstig. Zehn Tage sind ab hundert Euro möglich. Allerdings ist dies stark vom Standort abhängig, ist der Standort beliebter, steigt auch der Preis.

Nachteil: Betrachter haben oft nur wenig Zeit, um die Werbebotschaft aufzunehmen und sie sich dabei auch noch zu merken. Meist dient eine solche Art der Werbung eher der Betriebsbekanntheit als zur Auftragsakquise. 

Wichtig: Plakatwerbung dient eher dem langfristigen Werbezweck und sollte an mehreren Standorten erscheinen, um im Gedächtnis zu bleiben. Es ist im Einzelfall zu entscheiden, ob das Sinn macht. Geeignet ist diese Werbeform besonders für mittelgroße Unternehmen, die sich positionieren und ihren Bekanntheitsgrad steigern wollen.

Radiowerbung erreicht eine breite Masse

Radiowerbung kann viele Menschen in der Region erreichen und dabei helfen, Neukunden zu gewinnen und sich zu positionieren. Die Zielgruppe lässt sich dabei etwas einschränken, denn jeder Radiosender hat eine bestimmte Hörergruppe.

Radiowerbung kostet ab 300 Euro aufwärts für einen 30-Sekunden-Radiospot. Die Kosten sind abhängig von der Zeit der Ausstrahlung und natürlich vom jeweiligen Radiosender. Weitere Kosten entstehen durch die Produktion des Spots.

Vorteil: Eine groß angelegte Radiokampagne kann die Bekanntheit eines Betriebes enorm steigern.

Nachteil: Viele Menschen werden zwar den Spot hören, haben aber gerade keinen Bedarf an Handwerkerleistungen.

Wichtig: Geeignet für größere Unternehmen, denn die Werbung hat eine große Reichweite. Marke und Slogan sollten beim Hörer tief im Gedächtnis verankert werden, denn er sucht erst nach der Werbung nach dem Unternehmen im Telefonbuch oder Internet. Deshalb sollte vorab die Webseite auf den neuesten Stand gebracht werden.

Fahrzeugwerbung ist immer sinnvoll

Fast jeder Betrieb nutzt die Fläche auf dem Fahrzeug, um Werbung für sich selbst zu machen. Mit dieser Werbeform werden Anwohner an Baustellen und Passanten erreicht. Generell ist es wichtig, sich genau zu überlegen, was die Werbung auf dem Auto erreichen soll, denn in der Regel verbleibt sie dort über längere Zeit.

Vorteil: Bis auf die Kosten für den Druck des Aufklebers ist diese Art der Werbung gänzlich kostenfrei. Zudem ist die Werbung dauerhaft sichtbar, was je nach Größe des Radius' eine große Reichweite verspricht.

Nachteil: Aufgrund der geringen Kosten und des geringen Aufwands eigentlich keine. 

Wichtig: Die reinen Kontaktdaten sind nicht ansprechend, besser ist ein echter Hingucker, damit es im Gedächtnis bleibt und an den Kunden sich erinnern können, wenn sie einen Handwerker benötigen.

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