Gesunde Möbel sind mit Gütesiegeln gekennzeichnet und bestehen meist aus Massivholz
Ratgeber

Wie erkenne ich gesunde Möbel?

Autor:
Redaktion

Einrichtungsgegenstände und Möbel beeinflussen die Innenraumluft maßgeblich. Gesundheitliche und ökologische Gesichtspunkte spielen eine Rolle.

Der Wohnraum ist ein Teil des Lebensmittelpunktes, das eigene Zuhause beeinflusst das gesamte Wohlbefinden. Immer mehr Menschen achten bewusst in ihrem Wohnumfeld auf Einrichtungsgegenstände, die ökologisch produziert wurden. Besonders wenn sich Kinder im Haushalt befinden, sind gesunde Möbel wichtig, die keine Schadstoffe ausdünsten. 

Beim Möbelkauf auf ökologische Aspekte achten

Ökologisch hergestellte Möbel sind aus nachwachsenden Rohstoffen wie beispielsweise Massivholz hergestellt. Wenn Tropenholz verwendet wurde, sollte es mit dem FSC-Label zertifiziert sein. Anerkannte Gütesiegel zeigen an, um welches Material es sich handelt und garantieren, dass bei der Verarbeitung keine lösungsmittelhaltigen Klebstoffe verwendet und auf Metallteile größtenteils verzichtet wurde. Es dürfen ausschließlich Möbel mit der Klassifizierung DIN 68871 als Vollholzmöbel oder Massivholzmöbel bezeichnet werden.

Die Einhaltung der oben genannten Kriterien wird über den gesamten Herstellungsprozess von Institutionen begleitet. Aus diesem Grunde sind gesunde Möbel etwas teurer, als Möbel, die günstiger produziert wurden.

Gesunde Möbel bestehen größtenteils aus Massivholz

Bei gesunden Möbeln sind alle Teile bis auf die Rückwände und Schubladenböden aus Massivholz gefertigt. Der verwendete Leim muss wasserlöslich und frei von umweltschädlichen Stoffen sein. Span- und Sperrholzplatten dürfen dabei nicht verbaut werden, denn diese sind oftmals mit Folien beklebt.

Das goldene M – anerkanntes Gütezeichen für komplett ökologische Möbel

Die Deutsche Gütegemeinschaft für Möbel (DGM) hat Güte- und Prüfkriterien erarbeitet, die sicherstellen sollen, dass von den Möbeln keine Gefahr für Gesundheit und Umwelt ausgeht. Die Möbel, die dieses Zertifikat tragen, sind mit einem goldenen M auf einem dunklen Untergrund gekennzeichnet.

Branchenintern wird dieses Symbol als RALK-RG-430 bezeichnet und ist das einzig anerkannte Gütezeichen, das für komplette Möbel gilt.

Schadstoffbegrenzung in Möbeln ist gesetzlich geregelt

Niemand muss befürchten, dass er sich mit neuen Möbeln gesundheitsgefährdende Stoffe in die Wohnung holt, so die Stiftung Warentest in Berlin. Natürlich gibt es gesetzlich festgelegte Grenzwerte, die von den Herstellern eingehalten werden müssen, wie beispielsweise die Bestimmungen zur Vermeidung von Ausdünstungen für Innen- und Wohnräume in der Chemikalienverbotsordnung. Es sind außerdem höchstzulässige Konzentrationen für Formaldehyd, Kadmium und Kadmiumverbindungen festgelegt. Auch für Benzol und andere krebserregende Verbindungen gibt es Höchstwerte.

Aber besonders bei neuen Möbeln gibt es manchmal mögliche Ausdünstungen. Sie setzen oftmals bis zu einem Jahr flüchtige organische Verbindungen frei, wie Messungen des Umweltinstituts ergeben haben. Bei empfindlichen Menschen können diese Ausdünstungen das Wohlempfinden stören und zu Übelkeit und Kopfschmerzen führen. Betroffen sind vor allem Allergiker, Kleinkinde und Menschen, die empfindlich gegen Düfte sind.

Ökologisch geprüfte Möbel haben geringere Schadstoffemissionen

Ökologisch geprüfte und gesunde Möbel haben nur geringe Schadstoffemissionen, sind länger haltbar und besitzen eine offenporige Holzfläche, die gut atmen kann. Das Holz hat gleichzeitig eine antistatische Wirkung und sorgt somit für eine antibakterielle Oberfläche.

Empfehlenswert sind Produkte mit dem blauen Umweltengel und natürliche Möbelbeschichtungen wie Öl und Wachs, damit man sorgenfrei im Wohnraum durchatmen kann.

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