Ab wann wird es im Teich zu voll? Bei dieser Frage müssen mehrere Aspekte bedacht werden.
Ratgeber

Wie viele Fische verkraftet ein Gartenteich?

Autor:
Redaktion

Der richtige Fischbesatz für den Teich lässt sich nicht so einfach mit einer Formel berechnen. Es sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen.

Selbst ein natürlich angelegter Gartenteich ist kein kleines Biotop, sondern ein künstlich geschaffener Lebensraum. In der Natur würde niemals eine solche Menge verschiedener Pflanzen und Fische auf derart kleiner Fläche vorkommen. Der Teich kann außerdem gut auf Fische verzichten: Futter und Ausscheidungen verunreinigen das Wasser und bringen das sensible Gleichgewicht schnell durcheinander. Die Pflanzen können diese Menge an Nährstoffen nur zum Teil aufnehmen, als Folge bilden sich oft Algen. Karpfen wie Kois oder Goldfische machen sich zudem über jede Pflanze her und lassen nicht viel von ihr übrig.

Wer einen Teich mit schönen Pflanzen und wenig Pflegeaufwand haben möchte, hält besser keine Fische. Fällt die Entscheidung für eine Fischhaltung, lautet die bewährte Devise: Weniger ist mehr. Im Normalfall werden Jungfische gekauft, viele Arten erreichen aber eine beachtliche Endgröße oder vermehren sich. Außerdem kann später noch das eine oder andere Exemplar dazukommen.

Auf eine leistungsstarke Teichtechnik kommt es an

Ohne Technik kann ein Fischteich schnell umkippen. Ein ausreichend dimensionierter Filter schafft die Voraussetzungen für einen funktionierenden Kreislauf: Das schmutzige Wasser wird angesaugt und in mehreren Kammern gereinigt, bevor es in den Teich zurückfließt. Die Wasserbewegung versorgt die Fische permanent mit Sauerstoff. Zu groß oder leistungsfähig kann der Filter nicht sein, denn die Leistung lässt mit zunehmender Verschmutzung nach.

Am Boden bildet sich mit der Zeit giftiger Faulschlamm, den die meisten Filter nicht ansaugen können. Daher ist zusätzlich ein Schlammsauger zu empfehlen.

Die richtige Anzahl an Fischen ermitteln

Vorausgesetzt, der Teich ist ausgewogen bepflanzt, lässt sich der Fischbestand als grober Richtwert errechnen:

Beispiel: Fassungsvermögen 10.000 Liter

15 Prozent des Teichvolumens beanspruchen Kies, Technik und Dekoration. Von den restlichen 8.500 Litern sind weitere 1.000 Liter für die Pflanzen abzuziehen. Verbleiben rein rechnerisch 7.500 Liter für die Fische.

Nun lautet eine übliche Formel: 5 Liter Wasser pro Zentimeter Fisch. Diese Formel kann man getrost vergessen. Sie berücksichtigt nicht die Endgröße der Fische, die ja nicht nur in die Länge, sondern auch in die Breite wachsen. Experten empfehlen, den Wert um das Vierfache zu erhöhen und für das Volumen noch einmal um das Dreifache.

5 Liter x 4 = 20 Liter x 3 = 60 Liter pro Zentimeter Fisch

Bei zehn Jungfischen mit jeweils 10 Zentimetern Länge wären das 6.000 Liter - für unseren Beispielteich somit am Anfang genug. Zu berücksichtigen ist aber auch die Fischart: Bei klein bleibenden Fischen wie Rotflossenorfen genügen 200 Liter für jedes Tier, während für eine artgerechte Koihaltung 3.000 Liter je Fisch als Untergrenze gelten.

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Tags: Gartenteich
Gewerke:Garten- und Landschaftsbauer

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