Erste eigene Wohnung: Oft muss nach alternativen Möglichkeiten für günstiges Wohnen gesucht werden
Ratgeber

Wohnen als Student: Bezahlbaren Wohnraum finden

Autor:
Redaktion

In einer fremden Stadt das Studium oder eine Ausbildung zu beginnen, bringt Hürden mit sich. Eine günstige Wohnmöglichkeit muss gefunden werden.

Raus aus dem Hotel Mama und rein in die erste eigene Wohnung! Das klingt gut, bedeutet aber auch mehr Kosten. Studierende und Auszubildende können oft finanzielle Unterstützung beantragen und auch kirchliche oder private Träger oder Vereine bieten beispielsweise Wohnheimplätze und WG-Möglichkeiten unter bestimmten Voraussetzungen an, man muss nur über die Möglichkeiten Bescheid wissen und die richtigen Ansprechpartner in der jeweiligen Stadt finden.

Preiswerter Wohnraum ist eine Seltenheit geworden

Preiswerter Wohnraum ist in vielen Städten selten geworden. Erfindungsreichtum ist deshalb für diejenigen gefragt, die aufgrund von Studium oder Ausbildung noch nicht genug eigenes Geld verdienen.

Ungewöhnliche Wohnangebote wie Altenheime, Sozialwohnungen oder Wohnen in Problemstadtteilen ist zum Teil sehr günstig möglich, wenn man sich im Gegenzug auf ein paar Verpflichtungen einlässt. Wer nicht experimentieren und trotzdem günstig wohnen möchte, versucht es im Wohnheim oder mit einem WG-Zimmer. Allerdings sind die Wartelisten für Wohnheimplätze lang.

Günstig wohnen gegen soziale Unterstützung anderer

Eine Art, um günstigen Wohnraum zu bekommen, gibt es beispielsweise beim Einzug in ein Haus mit älteren Menschen, denen man im Alltag etwas unter die Arme greift, nach dem Prinzip „Wohnen für Hilfe“. Mittlerweile gibt es bundesweit schon viele Initiativen, die auf Wohnpartnerschaften zwischen Jung und Alt setzen. Die studentischen Untermieter bieten sich als Haushalts- oder Garten- und Einkaufshilfe an. Pflegedienstleistungen sind natürlich davon ausgenommen. Auch gibt es Aktionen bei denen Studenten in Seniorenwohnheime einziehen können, hier ist die Miete meist günstig und kann noch durch regelmäßige Mitarbeit reduziert werden.

In Duisburg-Marxloh gibt es ein Projekt mit dem Namen „Tausche Bildung für Wohnen“. In dem sozial schwachen Viertel können sich bis zu sechs Studenten einen Platz in einer WG teilen, wenn sie im Gegenzug 20 Stunden im Monat bei einem sozialen Bildungsprojekt helfen. Sie sind als Paten im Stadtteil unterwegs, um die Bildungschancen der dort wohnenden Kinder zu verbessern. Es handelt sich in erster Linie um Nachhilfe für die Kinder. Das Projekt wurde bereits ausgezeichnet.

Fördergelder wie BAföG, BAB und Wohngeld beantragen

Wer knapp bei Kasse ist, kann auch Fördergelder (BAföG) beantragen. Das geht, wenn der angehende Mieter nicht über genug eigenes Einkommen und Vermögen verfügt, die Eltern nicht ausreichend unterstützen können und er bereits an einer Hochschule immatrikuliert ist. BAföG bekommt nur derjenige, der zum Ausbildungsort zieht und nicht älter als 30 Jahre alt ist. Nach dem vierten Semester oder der Zwischenprüfung ist ein Leistungsnachweis zu erbringen.

Für die Erstausbildung und ein duales Studium hat man Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB), wenn man nicht genügend Einkommen hat und der Auszubildende zum Studienort ziehen muss.

Wer die Anforderungen für BAföG und BAB nicht erfüllt und die Miete trotzdem nicht alleine stemmen kann, kann, kann unter Umständen Anspruch auf Wohngeld haben, beispielsweise wenn es sich um eine Zweitausbildung handelt oder die Fachrichtung gewechselt wurde. Wohngeld erhält man in Form eines Mietzuschusses, der von Einkommen und im Haushalt lebenden Personen abhängen.

Es lohnt sich, sich rechtzeitig in der jeweiligen Stadt über die Möglichkeiten für günstigen Wohnraum und Wohnprojekte zu erkundigen.

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