Sensoren messen in dezentralen Lüftungsgeräten den Feuchte-, CO2- und VOC-Gehalt in der Raumluft. Sie regeln so den Luftaustausch bedarfsgerecht und sorgen für ein angenehmes Klima
Ratgeber

Wohnraumlüftung: Frischluft inklusive

Autor:
Tanja Müller

Regelmäßiges Lüften gilt als beste Prophylaxe gegen Schimmel, Bauschäden und Feuchtigkeit im Haus. Am einfachsten übernimmt das eine Lüftungsanlage.

Vorbei die Zeiten, als es aus Ritzen und Lücken zog. Moderne Wohnungen sind dicht. Gut zum Heizen und Energiesparen, schlecht fürs Raumklima. Hier hilft nur regelmäßiges Stoßlüften. Hand aufs Herz: Wer öffnet wirklich alle zwei bis drei Stunden in jedem Raum für gut fünf Minuten sperrangelweit die Fenster? Doch genau das braucht der Mensch, nämlich 30 Kubikmeter Frischluft pro Stunde.

Mit einem gekippten Fenster ist es nicht getan. Und in der Heizperiode wird hier auch noch die Energie buchstäblich zum Fenster hinausgeworfen. Mehr als die Hälfte des Gesamtwärmeverlustes eines Hauses entsteht mittlerweile durchs Lüften. Dabei können Heizkosten gesenkt und gleichzeitig ein gesundes Wohnraumklima geschaffen werden, überlässt man die Arbeit einer Anlage. Eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung zum Beispiel kann Heizkosten von bis zu 50 Prozent einsparen. In Zeiten steigender Energiepreise ein schlagendes Argument.

Abluftwärme nutzen, Energie sparen

Das Prinzip ist simpel: Die verbrauchte Luft wird abgesaugt, gefilterte Frischluft zugeführt. Eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung sorgt nicht nur für den Luftaustausch, sie erwärmt die angesaugte Außenluft gleich durch die Wärme der Abluft. Da bleibt die Temperatur im Haus durchgehend angenehm.

Zum nachträglichen Einbau bieten sich Einzellüftungssysteme an, die neben oder unter den Fenstern montiert werden. Solche dezentralen Lüftungsgeräte lassen sich ganz unkompliziert und fix installieren. Ein Loch in die Wand gebohrt, Stromkabel verlegt und eingebaut – mehr Aufwand ist nicht nötig. Zumeist werden die Geräte bündig in die Außenwand integriert, Platz sparend der jeweiligen Wandstärke angepasst. Unauffällig lackiert lassen sich die Abdeckgitter innen kaum wahrnehmen. Auch die Außenabdeckungen fügen sich dezent ins Fassadenbild ein.

Stromverbrauch ist minimal

Inzwischen lassen sich die Lüftungsgeräte mittels moderner Steuerungsautomatik komfortabel regeln. Dank Bewegungs- und Feuchtigkeitssensoren passen sie die Luftvolumenströme der relativen Luftfeuchtigkeit an. Im Gegensatz zu Klimaanlagen ist der Stromverbrauch im Übrigen minimal. Auch im Neubau kommen die dezentralen Lüfter immer häufiger zum Einsatz, bieten sie doch eine Einzelraumregelung nach individuellem Bedarf.

Schluss mit Mückenstichen

Lüftungsanlagen gelten als äußerst pflegeleicht in der Wartung. Die beschränkt sich auf regelmäßige Filterwechsel oder -reinigung. Je nach verwendeter Filtermatte werden Stäube unterschiedlicher Korngröße abgehalten. Für Mücken und Fliegen heißt das: Ade ihr Plagegeister. Allergiker können aufatmen. Schmutz, Staub und Pollen bleiben draußen.

Im Gegenzug saugt die Anlage den Cocktail aus Kohlendioxid, Feuchtigkeit, Ausdünstungen von Möbeln sowie Baustoffen aus dem Haus und sorgt automatisch für ein gesundes Wohlfühlklima. Wichtig nicht nur für Allergiker: Denn mit immer höherer Luftfeuchtigkeit steigt auch das Asthma- und Allergierisiko wie aktuelle Studien beweisen.

Tags:
Gewerke:Installateur und Heizungsbauer

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