So elegant kann der Farbenmix wirken: Tiefes Blau und zartes Rosé in trauter Eintracht
Ratgeber

Wohntrend Colour Blocking

Autor:
Tanja Müller

Jetzt kommt Farbe in die Wohnung: Der Colour-Blocking-Trend schwappt direkt von der Mode auf die Interieurszene hinüber.

Ein kompletter Regenbogen umringt den hölzernen Esstisch – Stühle in allen Farbtönen. Sie buhlen mit dem quietschgrünen Hochglanzlack des Sideboards vor kanariegelb gestrichener Wand um die Aufmerksamkeit des Betrachters. Gewöhnungsbedürftig vielleicht, aber keineswegs geschmacklos kommt der neue Einrichtungsstil daher. Colour-Blocking hebt garantiert den Gute-Laune-Faktor.

Interieurtrend mit Signalwirkung

Jede Zeit hat ihre Farbrevolution, angefangen beim Bauhaus mit den Farben erster Ordnung: Gelb, Blau, Rot. Wer sich auf Mode oder Möbel der Seventies zurückbesinnt, kommt an den zeittypischen Tönen Orange, Braun und Grün nicht vorbei. Und die 80er-Jahre prägt grelles Neongelb und -pink. Eine ähnliche Signalwirkung lässt sich auch dem aktuellen Interieurtrend nicht absprechen. Kräftige Filzstiftfarben lassen es diesmal richtig knallen.

Das Farbrezept könnte einfacher nicht sein: Erlaubt ist was gefällt und je gewagter desto besser. Und dabei geht es nicht nur um eine kleine Prise, sondern um große Flächen wie der Name schon verrät: Colour (Farbe) – Blocking (Blöcke bilden). Hart abgegrenzte Farbfelder jedweder Couleur schaffen markante Kontraste. Beispiel: Ein sattrotes Sofa vor türkisblauer Wand.

Starke Farben besser planen

Damit es nicht ins allzu Schrille abdriftet, lohnt eine sorgfältige Planung. Bevor die Wand pink gestrichen, der petrolfarben Sessel gekauft wird, besser die Wirkung mittels Farbkarten und Stoffmustern einmal durchspielen. Der Mix macht’s. Mutige setzen auf Komplementärfarben, kombinieren Lila mit Gelb, Tomatenrot mit Türkis oder Grasgrün mit Pink. Nichts ist aufregender als mehrere explosive Farben zu mischen. Doch Obacht: Mehr als drei verschiedene Töne sind meist des Guten zu viel.

Spannung verspricht auch Colour-Blocking innerhalb einer Farbfamilie. Hier wird Ton in Ton gemischt, aber bitte knallig. Auf den ersten Blick ungewöhnlich, aber doch sehr harmonisch wirkt der Mix von Orange und Koralle. Etwas gedeckter, aber nicht minder intensiv ist die Kombination von Petrol und Royalblau. Wem es zu bunt wird, mildert die starken Töne mit einem neutralen Gegenpol ab. Der Klassiker ist zweifelsfrei das reine Weiß, dicht gefolgt von Grau. Das gilt schon lange als Multitalent im Interieur, lässt sich doch kaum eine Farbe so einfach kombinieren. Aber auch sanfte Naturtöne dienen ideal als Partner beim Farbblocken.

Stoffe sorgen fix für Farbenrausch

Am einfachsten lässt sich der Trend mit Textilien umsetzen analog der Mode, die für den Farbenflash in Deutschlands Wohnzimmer verantwortlich zeichnet. Vorhang- und Kissenstoffe, Überwürfe und Hussen sorgen im Nu für einen Farbenrausch und lassen sich leicht austauschen, ist man ihnen irgendwann überdrüssig. Den Part der Handtasche auf dem Laufsteg übernimmt die Deko: Fürs Farbblocken light genügen neue Vasen, Schalen oder Leuchter.

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Gewerke:MalerRaumausstatterTapezierer

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