Mit der richtigen Work Life Balance macht das Arbeiten Spaß - wir zeigen wie es geht
Ratgeber

Work-Life-Balance für Handwerker

Autor:
Redaktion

Eine gute Work-Life-Balance bringt Lebensqualität. Mit diesen 11 Tipps klappt das auch im Handwerksunternehmen.

In unserer sich immer schneller bewegenden Gesellschaft wird ein gesundes Maß zwischen Arbeit und Privatleben immer wichtiger. Schafft man nicht ausreichend Ausgleich zwischen Freizeit und Beruf kann das früher oder später zu Erschöpfungskrankheiten führen.

Besonders Handwerksunternehmer mit kleineren Betrieben und familiärer Atmosphäre sind gefährdet, die Balance aus den Augen zu verlieren. Aber auch bei Azubis und Gesellen kann es bei einem Ungleichgewicht zwischen Arbeit und Entspannung rasch zu einer Überforderung kommen. Typische Zeichen hierfür können Vergesslichkeit und Verwirrung sein. Im Gehirn findet keine klare Trennung mehr zwischen Beruf und Privatleben statt. Dinge werden oft vergessen oder verwechselt. Man fühlt sich überfordert und den Aufgaben nicht mehr gewachsen.

Helfen können oft schon kleine gezielte Maßnahmen, ohne dass der komplette Betrieb umgekrempelt werden muss. Es gilt die Gesundheit ins Blickfeld zu rücken, Stress zu vermeiden, schnelle Lösungen für Konflikte zu finden und Überforderung bei den Mitarbeitern rechtzeitig vorzubeugen. Für Chefs gilt es außerdem, wertvolle Ressourcen aufzubauen.

Damit das gelingt, haben wir 11 Tipps zusammengestellt. Denn eine gute Work-Life-Balance sorgt für Lebensqualität!

1. Selbstanalyse: Wie gut kenne ich mich selbst?

Der erste Schritt für eine gute Work-Life-Balance ist die Selbstanalyse. Was macht glücklich? Wie viel Belastung ist zumutbar? Was sind die eigenen Stärken und Schwächen? Nur wer sich wirklich gut kennt, ist in der Lage zielgerichtet zu arbeiten und leistungsfähig zu sein. Denn wer seine Ziele im Leben kennt, kann viel für seine eigene Zufriedenheit tun.

Merken Sie sich: Willenlose Anpassung führt niemals zu einer guten Work-Life-Balance. Man lebt dann nicht mehr für sich selbst, sondern für andere.

2. Stresspegel senken heißt, Zeitfresser eliminieren

In jedem Unternehmen stecken kleine und große unentdeckte Zeitkiller. Zwei kleine Beispiele zur Veranschaulichung:

Beispiel 1: Neuigkeiten sind interessant und jeder sollte sie erfahren. Dennoch sollten Mitarbeiter oder Kollegen nicht in Ihrer Arbeitsroutine gestört werden, indem die News nach deren Empfang sofort wahllos herausposaunt wird! Für die Kommunikation feste Zeiten einführen und Neuigkeiten gebündelt besprechen.

Beispiel 2: Ständig fehlen Betriebsmittel, wenn die Mitarbeiter schon auf dem Sprung auf die nächste Baustelle sind? Ein großer Zeitfresser, wenn vor Arbeitsbeginn noch der Einkauf im Baumarkt ansteht. Gut sortierte Regale im Betrieb mit Beschriftung inklusive laminierter Kärtchen mit Produkt- und Bestellnummer helfen, den Überblick über den Bestand der Hilfsmittel zu bewahren und genau zu sehen, wann nachbestellt werden muss.

3. Ein gutes Zeitmanagement setzt Prioritäten

Wichtig ist, sich stets auf das Wesentliche zu konzentrieren. Dies funktioniert am besten, wenn man Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit sortiert. Durch Zeiteinsparungen kommt man zu den wohlverdienten Ruhemomenten und Überstunden sind Schnee von gestern.

Am sinnvollsten setzt man sich für bestimmte Tätigkeiten gezielte Zeitlimits. Denn wer vorher schon weiß, dass er sich hierfür drei Stunden Zeit lassen kann, arbeitet automatisch langsamer. Ein gewisser Druck, um Aufgaben zu erledigen, ist also gar nicht schlecht. Dabei immer die schwierigen Arbeiten an den Anfang setzen. Setzt man solche Arbeiten ans Ende, fühlen sie sich noch mühsamer an. Die Nervosität wegen der Deadline steigt und die Geduld ist womöglich auch schon aufgebraucht.

4. Nicht ablenken lassen

Um beim Arbeiten voranzukommen, hilft es sich vorzunehmen, eine Stunde komplett durchzuarbeiten ohne an das Telefon zu gehen, keine Nachrichten zu schreiben, sich nicht von Kollegen ablenken lassen und den Auftrag einfach durchzuziehen.

Alle 15 Minuten aufs Handy zu schauen sollte man vermeiden. Ebenso sollte man sich nicht an jedem Gespräch der Kollegen beteiligen. Permanente Erreichbarkeit schadet der Work-Life-Balance.

5. Chefzentriertes Arbeiten adieu - Aufgaben delegieren können

In Betrieben mit wenigen Mitarbeitern sind viele Aufgaben automatisch Chefsache. Einkauf, Akquise, Projektplanung, Unternehmensführung und nebenbei noch das Tagesgeschäft. Wer soll das schaffen, ohne aus dem Gleichgewicht zu geraten?

Wer sich ständig und immer um alles kümmert, hat nie Feierabend. Unternehmerisches Verantwortungsgefühl ist wichtig, aber übersteigern sollte man es nicht. Arbeiten können delegiert werden und schaffen so mehr Freizeit für sich selbst. Toller Nebeneffekt: Mitarbeiter sind motivierter, wenn sie sich in wichtige Aufgaben und Entscheidungen mit einbezogen fühlen.

6. Arbeitszeiten begrenzen und Arbeitspausen aufpeppen

Eine normale Arbeitswoche beträgt 40 Stunden. Das sollte bei allen Arbeiten im Blick behalten werden, auch wenn das manchmal nicht einzuhalten ist. Dies gilt sowohl für den Chef als auch für die Angestellten.

Als Vorgesetzter sollte man seine Mitarbeiter ruhig auf Arbeitszeitüberschreitungen ansprechen. Entspannend sind auch Beschäftigungsmöglichkeiten für die Pausen, die Spaß machen. Das bringt auch den fleißigsten Handwerker dazu, eine kleine Pause zu machen und gestärkt und konzentriert in den zweiten Abschnitt des Arbeitstages zu starten.

7. Das Wochenende gehört Familie und Freunden

Eine gute Work-Life-Balance ist wichtig, um sich zu erholen. Daher sollte man sich das Wochenende unbedingt von Arbeit freihalten. Dies gilt insbesondere für Chefs, die der Verlockung nicht widerstehen können, am Samstag oder Sonntag angestaute Aufgaben und Papierkram ungestört im Büro zu erledigen, ohne dass ständig ein Mitarbeiter mit Fragen kommt.

Das Wochenende sollte Familie und Freunden vorbehalten sein. Nur so lässt es sich mit neuem Schwung in die Woche starten.

8. Auch private Termine gehören in den Geschäftskalender

Natürlich lassen sich private Termine leichter verschieben als geschäftliche, Freunde und Familie haben meist mehr Verständnis dafür als der Arbeitgeber.

Für eine gesunde Work-Life-Balance sollten persönliche Pläne genau so ernst genommen werden, wie geschäftliche. Ansonsten besteht das Leben nur noch aus Arbeit und ausruhen von der Arbeit. Ein eintöniger Wechsel entsteht, der wenig befriedigend ist. Das Fehlen sozialer Kontakte kann langfristig zu Vereinsamung führen.

Private Kontakte und Termine also nicht unterschätzen, sonst leidet die Lebensqualität!

9. Berufliches und Privates trennen

Wer eine gute Work-Life-Balance leben möchte, sollte sein Diensthandy nach der Arbeit ausschalten und keine geschäftlichen Mails in der Freizeit abrufen, vorausgesetzt es bestehen keine Dringlichkeiten.

Allein das Lesen von Nachrichten kostet Zeit. Wer Anrufe nach Feierabend annimmt, signalisiert Kunden und Kollegen ständige Erreichbarkeit. Da darf man sich nicht wundern, wenn das dann auch entsprechend genutzt wird. Selbstdisziplin und zwei Handys sind angesagt. Eine Geschäftsbeziehung leidet nicht darunter, wenn er erst am nächsten Morgen geantwortet wird.

Nur wer seine Freizeit nutzt, kann Kraft für den nächsten Arbeitstag tanken.

10. Urlaub ist Chefsache

Der Chef sollte für sich selbst und für seine Angestellten darauf achten, dass sich jeder regelmäßig Auszeiten in Form von Urlaub nimmt. Mitarbeiter haben mehrere Wochen im Jahr Urlaub. Als weitblickender Unternehmer sollte darauf geachtet werden, dass dies in ähnlicher Form auch für einen selbst gilt. Nur so bleibt man dauerhaft leistungsfähig.

11. Für ein gutes Verhältnis zu Arbeitskollegen oder Mitarbeitern sorgen

Für viele ist die Belastung im Beruf nicht nur die zu erledigenden Arbeiten, sondern auch das angespannte Verhältnis zu Kollegen oder Vorgesetzten, beziehungsweise zu den eigenen Mitarbeitern. Das belastet psychisch enorm und führt im schlimmsten Falle zu Vereinsamung. Konflikte sollten immer intern gelöst werden. Eine positive Grundstimmung schafft Produktivität und bringt Qualität in die Work-Life-Balance.

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