Ob und wie Grundstücke voneinander abgegrenzt sein müssen, ist je nach Wohnort unterschiedlich geregelt.
Ratgeber

Zankapfel Zäune: Der Unfrieden beim Einfrieden

Autor:
Redaktion

Zäune, Mauern und Hecken schaffen Privatsphäre und sollten der guten Nachbarschaft dienen. Oft genug aber entbrennt Streit über die Gartengrenzen.

Viele Grundstückeigner wünschen sich eine klare Abgrenzung. Sei es als Sichtschutz, aus einem Sicherheitsbedürfnis heraus oder als rein symbolische Grenze. Wären da nur nicht die direkten Nachbarn, die sich durch Bauart und Höhe des Zauns, der Mauer oder der Hecke immer wieder beeinträchtigt fühlten. Die Rechtsstreitigkeiten füllen Berge von Gerichtsakten. Welche Bauhöhe zulässig ist, kann nur von Fall zu Fall entscheiden werden. Aber immerhin gibt es einige klare Vorschriften zu Gestaltung, Platzierung und Kostenverteilung.

Sind Zäune oder Mauern ein Muss?

Ob ein Grundstück zwangsläufig eine physische Grenze braucht, hängt vom Bundesland und oft auch der Gemeinde ab. Definitiv vorgeschrieben sind Einfriedungen lediglich in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Wer in Schleswig-Holstein, Hessen oder Berlin lebt, hat für Hecke, Zaun oder Mauer zu sorgen, wenn sein Nachbar ausdrücklich darauf besteht. Allerdings müssen sich die Nachbarn die Kosten teilen, selbst wenn nur einer der beiden die Abgrenzung verlangt. Was die Platzierung betrifft, so gilt in einigen Ländern, dass die Befestigung einen halben Meter hinter der Grundstücksgrenze anzulegen ist.  

Viele Bundesländer verzichten bisher auf präzise Gartengrenz-Gesetze. Anders zahlreiche Kommunen: Um einheitliche Orts- oder Straßenbilder durchzusetzen, schreiben sie oft eine Einfriedung samt Bauart und Höhe vor. Häufig grenzen auch Baubehörden die Gestaltungsfreiheit ein. Zwar darf eine Sichtschutzwand bis zu einer Höhe von 1,8 Metern in den meisten Fällen ohne Baugenehmigung errichtet werden. Doch schalten sich die Behörden beispielsweise dann ein, wenn eine Mauer der Verkehrssicherheit an öffentlichen Straßen dient und dafür bauliche Bedingungen zu erfüllen hat.

Kreative Vielfalt oder Einheits-Harmonie?

Individualität ist Geschmackssache, aber selten nachbarschaftstauglich. Ärger vermeidet, wer sich bei seiner Grundstücksbegrenzung an das Übliche seines Wohngebietes hält. Gibt es im Vierteil oder im Straßenzug bisher kein einheitliches Bild, kann in der Regel kein Zaun vorgeschrieben oder wieder abgerissen werden. Doch gerade in Gegenden mit uneinheitlichem Erscheinungsbild herrscht Konfliktpotenzial, wenn sich die Nachbarn nicht im Vorfeld abstimmen.

Wo die Freiheiten relativ groß sind, können sich Hausbesitzer nach einer Faustregel richten. Für symbolische Abgrenzungen sind Höhen von 40 bis 90 Zentimetern ideal. Echte Garten- oder Weidezäune lassen sich am besten zwischen einem und 1,4 Meter hoch errichten. Bei Sichtschutz bewähren sich Höhen von 1,7 bis 1,9 Metern. Höher kann bauen, wer Mauer oder Zaun zu Sicherheitszwecken vorsieht.  

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Tags: Zaun
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