Baukosten für ein Mehrfamilienhaus

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Die Baukosten für ein Mehrfamilienhaus setzen sich aus verschiedenen Kostenfaktoren zusammen. Auch die Kosten für das Grundstück fließen hier mit ein.

Beim Bau eines Hauses können Bauherren schnell den Überblick über die Baukosten verlieren. Besonders die kleinen Posten werden oftmals nicht berücksichtigt. In der Summe können gerade diese Kosten erheblich ins Gewicht fallen.

Überblick über die Baukosten

Die reinen Baukosten setzen sich sowohl beim Einfamilienhaus als auch beim Mehrfamilienhaus aus den Herstellungskosten und den Grundstückskosten zusammen. Zu beiden Kostenarten gehören teils offensichtliche Posten, wie die für das Material und einige Posten, die Bauherren häufig übersehen.

Zu den Herstellungskosten zählen die Materialkosten und die Kosten für die Handwerker. Ferner sind auch die Planungs- und Genehmigungskosten zu berücksichtigen. Unter anderem fallen Gebühren für das Vermessen des Grundstücks an, um die Grenzen des Gebäudes abzustecken.

Neben dem Kaufpreis sind für das Grundstück oft auch Erschließungskosten zu entrichten. Des weiteren fallen Notargebühren, eventuell Maklercourtage, Kosten für den Eintrag ins Grundbuch und Grunderwerbssteuer an.

Während sich die Herstellungskosten recht leicht überschlagen lassen und durch die Ausstattung des Gebäudes beeinflussbar sind, sieht dies bei den Grundstückskosten anders aus. Diese hängen in erster Linie von der Lage des Grundstücks und von dessen Größe ab. Beides ist eine Frage des aktuellen Marktes. Bauherren müssen letztendlich nehmen, was verfügbar ist.

Berechnung der Kosten für ein Mehrfamilienhaus

Das Errichten des Gebäudes inklusive des Innenausbaus beträgt bei einer einfachen Ausstattung etwa 950 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche. Die Baupreise liegen höher, wenn eine hochwertigere Ausstattung gewünscht ist.

Im Hinblick auf eine gute Vermietbarkeit der Wohnungen ist eine mittlere Qualität sinnvoll. Die Kosten hierfür liegen zwischen 1.200 und 1.300 Euro pro Quadratmeter. Diese Preise beziehen sich ausschließlich auf den Bau des Gebäudes und die Innenausstattung.

Um beispielsweise ein Haus mit einer Nutzfläche von 480 Quadratmetern mit acht Wohneinheiten zu je 50 Quadratmetern zu bauen, fallen 576.000 Euro Herstellungskosten an.

Zusätzlich ist ein Grundstück von etwa 1.000 Quadratmetern nötig. Für dieses sind je nach Wohnlage 200 bis 1.000 Euro pro Quadratmeter zu zahlen, also 200.000 bis 1.000.000 Euro.

Die auf den Kaufpreis fällige Grunderwerbssteuer beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent. Zusätzlich ist mit Erschließungskosten zwischen 25 und 75 Euro pro Quadratmeter zu rechnen. Für das Vermessen und die Einträge ins Grundbuch fallen etwa 5.000 Euro an.

Bauherren müssen also bei einem preisgünstigen Grundstück mit Kosten von etwa 237.000 bis 288.000 Euro zusätzlich zu den reinen Herstellungskosten rechnen. Die Kosten für das Grundstück beeinflussen die Baukosten erheblich und sind kaum vom Bauherrn zu beeinflussen.

Auch der Baugrund sollte in die Kostenberechnung mit einfließen

Mindestens ein Drittel der gesamten Baukosten für ein Mehrfamilienhaus wird durch die Kosten für den Baugrund verursacht.

Bauherren müssen bei Pauschalangeboten genau hinsehen, ob darin alle Kosten enthalten sind. Aus 1.200 Euro Kosten pro Quadratmeter, werden schnell 1.800 Euro und mehr, wenn alle Kosten einkalkuliert sind.

Kontaktieren Sie Handwerker, um einen genauen Kostenvoranschlag für Ihren Auftrag zu erhalten.