Kamin sanieren und Kaminkassette nachrüsten: Alle Kosten auf einen Blick

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Ein offener Kamin – das war einmal. Moderne und geschlossene Kaminöfen haben zahlreiche Vorteile. Mit dem Sanieren Ihres Kamins und dem Nachrüsten der Kaminkassette sparen Sie bares Geld und schützen Ihre Gesundheit. Denn Sie verbessern die Energieeffizienz Ihres Ofens und verhindern Geruchsbelästigung und Funkenflug. Wir erklären Ihnen, welche Kosten beim Nachrüsten des Kamins auf Sie zukommen und welche gesetzlichen Vorgaben gelten.

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Inhaltsverzeichnis:
  1. Kaminkassette nachrüsten – Kosten im Überblick
  2. Die Kosten für Kamin nachrüsten im Detail
  3. Welche Vorteile hat das Nachrüsten der Kaminkassette?
  4. Das müssen Sie beim Sanieren Ihres Kamins beachten
  5. Kaminkassette nachrüsten: Heiz- und Spartipps
  6. Kamin sanieren mit MyHammer: Ihre Vorteile
  7. FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema Kaminkassette nachrüsten
  8. Checkliste zum Nachrüsten der Kaminkassette

Kaminkassette nachrüsten – Kosten im Überblick

Das Sanieren eines Kamins konzentriert sich in der Regel auf den Austausch der sogenannten Kaminkassette. Dabei handelt es sich um den Feuerraum des Kaminofens.

Die Gesamtkosten für das Nachrüsten der Kaminkassette hängen von dem Modell (Material, Qualität) sowie der Größe und benötigten Heizleistung ab. Außerdem ist der Aufwand, der beim Einbau der Kaminkassette entsteht, entscheidend für die Kosten.

Entspricht Ihr Kamin den gängigen Standardmaßen, fällt der Preis für die Kaminkassette günstiger aus – denn eine Maßanfertigung ist nicht notwendig. Die Kosten für eine Kaminkassette beginnen bei circa 500 Euro und reichen bis zu 4.000 Euro und mehr – je hochwertiger, desto teurer. Für Maßanfertigungen sollten Sie mit Kosten ab 2.000 Euro rechnen.

Beachten Sie: Die Heizleistung der Kaminkassette sollte groß genug sein, um den ganzen Raum, in dem der Kaminofen steht, beheizen zu können.

Die Kosten für das Umrüsten eines Kamins mit einer Kaminkassette auf einen Blick:

PostenKosten
Einsatz für den Kamin500 bis 4.000 Euro
Unterbauetwa 100 Euro
Einbau inkl. Ausmessen & Brandschutz500 bis 1.000 Euro
Abnahme durch Schornsteinfeger50 bis 150 Euro
Gesamtkosten1.150 - 5.250 Euro

Hinweis: Preisanpassungen, zum Beispiel durch höhere Materialkosten, können jederzeit zu Abweichungen der oben genannten Preisbeispiele führen.

Die Kosten für Kamin nachrüsten im Detail

Bei der Sanierung des Kamins wird in der Regel ein fertiger Einsatz oder eine Kassette eingebaut. Die Kosten hängen von der Größe Ihres Kamins und dem Aufwand für den Einbau ab.

Materialkosten – Das kosten Unterbau und Belag

Der Unterbau einer Kaminkassette ist die Basis, auf der die Kassette montiert wird. Er sorgt für Stabilität und eine korrekte Positionierung im Kamin. Der Unterbau wird oft aus feuerfesten Materialien wie speziellem Beton oder feuerfesten Steinen gefertigt. Rechnen Sie je nach Größe mit einem Preis von etwa 100 Euro.

Der Belag, also das Material, das die Kaminkassette umgibt, schützt die umliegenden Bereiche vor Hitze. Typische Materialien sind Naturstein, Keramikfliesen oder Edelstahl. Die Kosten variieren je nach Materialart, Qualität, Design und der Größe des zu bedeckenden Bereichs. Insgesamt sollten Sie für die Kaminkassette mit 500 bis 4.000 Euro kalkulieren.

Die Kosten für den Einbau der Kaminkassette

Ist der Einbau der Kaminkassette unproblematisch, dann kommen Einbaukosten zwischen 500 und 1.000 Euro auf Sie zu. Ist der Aufwand größer, dann steigen auch die Kosten für den Kassetteneinbau. Folgende Arbeiten fallen je nach Auftrag zusätzlich an:

  • Planung und Berechnung
  • Einbau von Differenzdämmungen
  • Anpassungen am Kamin und/oder Schornstein
  • Abnahme durch den Schornsteinfeger

Unser Tipp: Überlassen Sie das Maßnehmen beim Einbau der Kaminkassette einem Fachmann. Sie stellen so sicher, dass der Einbau reibungslos abläuft und die Kassette exakt in die vorhandene Kaminöffnung passt.

Welche Vorteile hat das Nachrüsten der Kaminkassette?

Eine Kaminkassette ist eine intelligente und effektive Lösung, um einen traditionellen offenen Kamin in eine sicherere, umweltfreundlichere und effizientere Wärmequelle umzuwandeln. Durch den Einbau der Kaminkassette wird Ihr offener Kamin zu einem geschlossenen. Die metallische Box, meist aus Stahl oder Gusseisen gefertigt, wird in den offenen Kamin eingepasst. An ihrer Vorderseite befindet sich eine Glasscheibe, die den Brennraum vom Wohnraum trennt.

Wir empfehlen: Rüsten Sie Ihren Kamin nach und profitieren Sie von folgenden Vorteilen:
  • Verbesserte Effizienz: Die Kaminkassette fördert eine effektiveres Verbrennen des Brennmaterials und erzeugt mehr Wärme bei geringerem Brennstoffverbrauch.
  • Erhöhte Sicherheit: Die geschlossene Glasscheibe minimiert das Risiko von Funkenflug und reduziert die Gefahr von Bränden, die durch offene Flammen entstehen können.
  • Umweltfreundlichkeit: Durch die verbesserte Verbrennungseffizienz werden weniger Schadstoffe und Rauch freigesetzt.
  • Kosteneinsparungen: Langfristig können Sie durch den geringeren Brennmaterialverbrauch und die höhere Effizienz erhebliche Kosteneinsparungen erzielen.

Das müssen Sie beim Sanieren Ihres Kamins beachten

Unabhängig davon, ob Ihr Kamin defekt ist oder eine Kaminkassette zur Erhöhung der Heizleistung nachgerüstet wird, müssen die neuesten gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden.

Gesetzliche Vorschriften

In Deutschland sind die europäische Norm DIN EN13229 und die BImSchV Stufe I + II (Feinstaubregelung) zu beachten. Darüber hinaus gibt es verschiedene regionale Brennstoffverordnungen.

Wir empfehlen: Fragen Sie Ihren zuständigen Bezirksschornsteinfeger. Er informiert Sie über die einzuhaltenden Vorschriften. Er ist auch der richtige Ansprechpartner für die Beurteilung der vorhandenen Feuerstätte. Je nach Zustand reicht es nicht aus, die Kaminkassette austauschen zu lassen. Manchmal muss der gesamte Schonstein saniert werden.

Außerdem schreibt das Bundes-Immissionsschutzgesetz (1. BImSchV) vor, dass alle Holz- und Kaminöfen, die zwischen dem 1. Januar 1995 und dem 21. März 2010 in Betrieb genommen wurden, nachgerüstet oder stillgelegt werden müssen. Dafür haben Sie bis zum 31.12.2024 Zeit. Ab dem Jahr 2025 dürfen Sie keinen Kaminofen mehr betreiben, der die neuen Grenzwerte überschreitet: Kamin- und Holzöfen dürfen ab 2025 nicht mehr als 0,15 Gramm Staub und 4 Gramm Kohlenstoffmonoxid je Kubikmeter Abgasluft in die Luft abgeben. Ausgenommen sind unter anderem historische Öfen und Kamine, die vor 1950 errichtet wurden, sowie offene Kamine (dürfen nur gelegentlich befeuert werden).

Kaminkassette und Kamineinsatz – Was ist der Unterschied?

Eine Kaminkassette wird in einen bestehenden offenen Kamin eingebaut, um Effizienz und Sicherheit zu erhöhen. Sie schließt den Kaminraum mit einer Glasscheibe ab, verbessert die Heizleistung und verringert den Brennstoffverbrauch. Ein Kamineinsatz hingegen ist eine eigenständige Feuerstätte, die in einen Kaminmantel oder eine Wand integriert wird. Er ist üblicherweise eine Einheit aus Feuerraum, Rauchfang und Anschluss an den Schornstein. Durch eine Tür ist ein geschlossener Brennraum gegeben. Der Kamineinsatz ist für Neubauten oder umfassende Renovierungen geeignet und bietet ebenfalls eine effiziente und kontrollierte Verbrennung.

Die Kaminkassette selbst nachrüsten

Sie haben die Wahl: Beauftragen Sie einen Fachmann mit dem Sanieren Ihres Kamins oder machen Sie die Arbeit in Eigenregie. Die Nachrüstung ist eine aufwändige Angelegenheit, daher raten wir: Lassen Sie den Experten ran. So stellen Sie sicher, dass alle geltenden Brandschutzbestimmungen eingehalten werden und die Kaminkassette fachgerecht eingebaut wird. In der Regel informiert der professionelle Handwerksbetrieb den Schornsteinfeger vorab über die Planung. So wird eine Abnahme durch den Schornsteinfeger (Kosten: bis 150 Euro) sichergestellt.

Wichtig: Wird die Kaminkassette falsch installiert, verweigert der Schornsteinfeger die Abnahme und die Brandschutzversicherung kann erlöschen. Das hat hohe Kosten für Nachbesserungen zur Folge.

Kaminkassette nachrüsten: Heiz- und Spartipps

Beim Nachrüsten und Heizen mit einer Kaminkassette gibt es ein paar wichtige Tipps. Mit diesen können Sie nicht nur Kosten sparen, sondern auch die Umwelt schonen und die Effizienz Ihrer Kaminkassette optimieren:

  • Energieeffizienz prüfen: Wählen Sie eine Kaminkassette mit hoher Energieeffizienz, um den Brennstoffverbrauch und somit die Kosten zu minimieren.
  • Fördermittel nutzen: Informieren Sie sich über staatliche Fördermittel oder Zuschüsse für umweltfreundliche Heizsysteme.
  • Auf Qualität achten: Investieren Sie in eine hochwertige Kaminkassette, um langfristige Reparatur- und Wartungskosten zu sparen.
  • Richtiges Heizen: Verwenden Sie trockenes, qualitativ hochwertiges Holz für eine effizientere Verbrennung.
  • Regelmäßige Reinigung: Halten Sie die Kaminkassette sauber und warten Sie sie regelmäßig, um die Heizeffizienz zu maximieren.
  • Isolation verbessern: Optimieren Sie die Wärmeisolierung Ihres Hauses, um den Wärmeverlust zu minimieren und den Heizbedarf zu reduzieren.

Kamin sanieren mit MyHammer: Ihre Vorteile

Sie wünschen sich Komfort, gemütliches Ambiente und freuen sich auf Abende vor dem wärmenden Kaminofen? Es ist aber allerhöchste Zeit, Ihren Kamin zu sanieren und die Kaminkassette nachzurüsten? Dann sind Sie bei MyHammer an der richtigen Adresse. Bei uns finden Sie eine große Auswahl an geprüften und qualifizierten Handwerkern – garantiert in Ihrer Nähe. Erstellen Sie schnell und einfach einen kostenlosen Auftrag und finden Sie den passenden Handwerker für Ihr Projekt.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema Kaminkassette nachrüsten

Wir beantworten Ihnen im Folgenden die wichtigsten Fragen rund um das Nachrüsten Ihrer Kaminkassette und die damit verbundenen Kosten.

Was sind Kaminkassetten und wie funktionieren sie?

Eine Kaminkassette ist ein abgeschlossener, rechteckiger Brennraum, der in einen bestehenden offenen Kamin eingebaut wird. Die Funktionsweise einer Heizkassette ermöglicht höhere Verbrennungstemperaturen, wobei die Raumluft über Luftkanäle um die Brennkammer zirkuliert und indirekt erwärmt wird. Außerdem profitieren Sie mit einer Heizkassette von verbesserter Effizienz beim Verbrennen und erhöhter Sicherheit. Sie sparen zudem Kosten beim Brennmaterial. Denn ein geschlossener Brennraum, wie bei einer Kaminkassette, verbraucht deutlich weniger Heizmaterial im Vergleich zu einem offenen Kamin.

Was kosten Kaminkassetten?

Die Kosten variieren je nach Art, Größe, und Ausführung der Kaminkassette. Üblicherweise beginnen sie bei etwa 1.000 Euro, zuzüglich Einbaukosten von rund 400 bis 500 Euro. Hochwertige oder maßgefertigte Modelle können deutlich teurer sein, bis zu 4.000 Euro.

Von welchen Faktoren hängen die Kosten für eine Kaminkassette ab?

Die Kosten hängen von der Größe und Leistung der Kaminkassette, ob es sich um eine Standard- oder Maßanfertigung handelt, dem Design, sowie den Einbaukosten ab.

Hat eine Kaminkassette Nachteile?

Die Fertigung und der Einbau einer Kaminkassette können zeitaufwendig sein, jedoch überwiegen die Vorteile wie verbesserte Heizleistung und geringere Umweltbelastung.

Wie erfolgt die Abnahme der Kaminkassette durch den Schornsteinfeger?

Der Schornsteinfeger wird von den professionellen Handwerkern über das Bauvorhaben informiert und erhält alle technischen Daten und Dokumente zur Abstimmung. Dadurch werden nachträgliche Änderungen und unerwartete Folgekosten vermieden.

Checkliste zum Nachrüsten der Kaminkassette

Vor der Sanierung

  • Mängel durch einen Schornsteinfeger aufspüren lassen
  • Beratung zu einer passenden Kaminkassette
  • Arbeiten ausschreiben und Auftrag erstellen

Die Sanierung des Kamins

  • Kostenvoranschläge sichten
  • Auftrag erteilen und Termin vereinbaren
  • Kamin ausmessen lassen
  • Planung von Schornsteinfeger freigeben lassen
  • Kaminkassette auswählen
  • Zugang und Bewegungsfreiheit im Arbeitsbereich sichern

Abschließende Maßnahmen

  • Abnahme durch Schornsteinfeger veranlassen
  • Kamin nach Vorschrift des Handwerkers in Betrieb nehmen
  • Kamin nach Angaben des Handwerkers regelmäßig warten