Was kostet die Installation einer Solaranlage?

Aktualisiert am

Die reine Installation der Solaranlage, oder auch Photovoltaikanlage (kurz PV-Anlage) genannt, reicht nicht, um Strom vom eigenen Dach zu erhalten. Zu den Kosten der Montage müssen in jedem Fall zusätzliche Kosten für den Anschluss eingeplant werden.

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Die reine Installation der Solaranlage, oder auch Photovoltaikanlage (kurz PV-Anlage) genannt, reicht nicht, um Strom vom eigenen Dach zu erhalten. Zu den Kosten der Montage müssen in jedem Fall zusätzliche Kosten für den Anschluss eingeplant werden.

Die reine Installation der Solaranlage, oder auch Photovoltaikanlage (kurz PV-Anlage) genannt, reicht nicht, um Strom vom eigenen Dach zu erhalten. Zu den Kosten der Montage müssen in jedem Fall zusätzliche Kosten für den Anschluss eingeplant werden.

Die einzelnen Solarmodule haben im Regelfall eine Leistung von 280 bis 350 Wattpeak und eine durchschnittliche Größe von 1,3 bis 1,6 Quadratmetern. Auf dem Dach eines Einfamilienhauses lässt sich eine PV-Anlage mit einer Gesamtgröße von ungefähr 25 bis 35 Quadratmetern montieren.

Die Gesamtkosten für eine Solaranlage im Überblick

Material und LeistungKosten
Solarmodule4.250 - 7.000 €
Montagematerial250 - 750 €
Montage der Solarmodule950 – 1.500 €
Anschluss der Solarmodule40 – 60 €
Gesamtkosten Solarpaneele5.490 – 9.310 €
Wechselrichter1.250 – 1.500 €
Schutzschalter, Kabel250 – 1.000 €
Zähler800 – 1.200 €
Zusätzlich benötigtes Material2.300 – 3.700 €
Gesamtkosten Solaranlage7.790 – 13.010 €

Beispiel

Auf dem Satteldach eines Einfamilienhauses sollen Solarmodule angebracht werden. Nach einem Vorgespräch mit dem zuständigen Handwerker entscheidet sich der Hauseigentümer dazu, eine Anlage mit fünf Kilowattpeak (kWp) installieren zu lassen. Sofern es keine erschwerenden Umstände gibt, sollten sich die Angebote in folgendem Rahmen bewegen.

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Solaranlage installieren
Sicherheit wird bei der Installation einer Solaranlage groß geschrieben - das gilt auch für den Installateur, der mit einem Gurt gesichert sein sollte.
Quelle © lucascgouvea0 / Pixabay
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Solarpaneele & Wechselrichter: Mit diesen Kosten ist zu rechnen

Abhängig von Qualität und Größe ist für eine Solarpaneele ein Betrag zwischen 850 bis 1.400 Euro anzusetzen. Hinzu kommen die Kosten für das Montagematerial, die im Bereich von 50 bis 150 Euro liegen.

Ein Wechselrichter mit einer Leistung von 5 Kilowatt für private Hausdachanlagen liegt in der Regel bei unter 500 Euro, während bei einer Leistung von 10–20 Kilowatt für eine gewerbliche Anlage zirka 2.000 Euro anzusetzen sind. Weitere elektronische Bauteile wie Schutzschalter sind mit etwa 50 bis 200 Euro zu veranschlagen.

Wenn sie die PV-Anlage an das allgemeine Stromnetz anschließen lassen, wird außerdem ein Zähler für 800 bis 1.200 Euro benötigt. Dieser kann alternativ auch gemietet werden. Der Mietpreis beträgt dabei zirka 50 bis 100 Euro pro Monat.

Übrigens:

Gefördert werden die Solaranlagen sowohl mit einem Zuschuss des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) als auch über zinsgünstige Kredite der KfW.

Diese Kosten fallen für die Installation an

In erster Linie kommt es bei der Installation einer Solaranlage auf die Erreichbarkeit des Daches und dessen Tragfähigkeit an. Sind dabei keine zu großen Hindernisse zu überwinden, ist mit 190 bis 300 Euro pro Kilowattpeak zu rechnen. Bei Flachdächern liegen die Montagekosten zwischen 250 und 450 Euro. Bei kleinen Anlagen und schwierigen Dächern können bis zu 500 Euro und mehr anfallen. Das kommt auf den Einzelfall an.

Des Weiteren entstehen Kosten von etwa 40 bis 60 Euro für den Anschluss der Elektrik. Dabei kann es notwendig sein, einen Blitzableiter installieren zu lassen, um den Blitzschutz der Solaranlage zu gewährleisten.

Beachtenswertes bei der Installation: Eigenverbrauch und Einspeisung

Das Thema Einspeisevergütung wird im Zuge der Entscheidung für eine Photovoltaikanlage immer wichtiger. Aktuell erhalten Sie rund 9 Cent Einspeisevergütung für kleine (bis 10 kWp) und mittelgroße Anlagen (bis 40 kWp).

Achtung!

Seit August 2014 kann eigener Solarstrom nicht mehr ohne weiteres frei verbraucht werden. Lediglich Neuanlagen, die unter einer Leistung von 10 kWp Nennleistung bleiben, sind von der Abgabe befreit.

Die sogenannte Einspeisevergütung macht Photovoltaik als staatliches Förderinstrument zu einer sicheren Investition, die hohe Rendite ermöglicht, welche mit hoher Genauigkeit bereits vor Installation geplant werden können.

Wollen Sie eine Anlage zu dem Zweck bauen lassen, den Strom vollständig einzuspeisen und über die Vergütungssätze die Anlage zu refinanzieren, müssen Sie mit Ihrer Anlage den Strom zu weniger als 12 Cent pro Kilowattstunde produzieren können, damit es sich rentiert.

Der Preis, zu dem die Anlage Strom erzeugen wird, hängt neben der Sonneneinstrahlung vor allem vom Preis-Leistungs-Verhältnis der Anlage ab. Lassen Sie sich daher beim Kauf unbedingt vom Profi beraten, um Stromentstehungskosten unter der aktuellen Einspeisevergütung zu ermöglichen.

Anforderungen an das Dach

Je nach Ausführung der Solarpaneele lasten bis zu 20 Kilogramm pro Quadratmeter auf dem Dach. Besonders bei älteren Häusern sollte ein professioneller Zimmermann oder Dachdecker beurteilen, ob das Dach diese Last tragen kann.

Kann das Dach die Last verkraften, geht es im nächsten Schritt um die ideale Ausrichtung der Solarmodule. Optimal für die Installation einer Photovoltaikanlage sind Dächer mit einer Ausrichtung nach Süden und einer Neigung von 26 Grad.

Doch auch etwas steilere Neigungen schaden bei Sonneneinfall am Vormittag oder Nachmittag wenig. Eine Ausrichtung nach Südwesten oder Südosten ist in der Regel ebenfalls unproblematisch und nur mit geringen Verlusten verbunden.

Auch besteht die Möglichkeit, eine Photovoltaikanlage auf einem Flachdach zu installieren. Dabei werden die Module mit Hilfe eines Montagesystems schräg aufgestellt werden, sodass sie eine optimale Südausrichtung und günstige Neigung erhalten. Mit dieser Schrägstellung ist außerdem für ausreichend Belüftung der Anlage sowie der Reinigungseffekt gesichert. Um Verschattung und daraus resultierender Ertragsminimierung vorzubeugen ist ein ausreichend großer Abstand zwischen den Modulen wichtig.

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Sicherheit wird bei der Installation einer Solaranlage groß geschrieben - das gilt auch für den Installateur, der mit einem Gurt gesichert sein sollte.Quelle © lucascgouvea0 / Pixabay

In- oder Aufdachmontage?

Bei der Aufdachmontage bringt der Fachbetrieb die Solarpaneele parallel oder in einem Winkel über den Dachziegeln an. Dabei besteht die Option, die Module in einem zum Dach abweichenden Winkel anzubringen. Dachziegel altern unter den Paneelen grundsätzlich schneller. Ein Austausch erfordert gleichzeitig auch die Demontage der Bauteile. Wind greift zudem unter die Module, was den Abtransport von Wärme und potenzielle Belastungen für das Dach mit sich zieht. Wärmeverluste sind bei der Stromgewinnung jedoch eher von Vorteil, da Wärme die Ausbeute an Strom verringert.

Bei der Indachmontage liegen die Paneele bündig mit dem Rest der Dachfläche. Diese Montage bietet sich vor allem bei Neubauten an oder wenn das Dach ohnehin saniert wird, da es sich kaum lohnt, nur einen Teil des Dachs abzudecken, um die Module einzusetzen.

Sicherheit geht vor

Ein Fehlerstromschutz- und ein Leitungsschutzschalter sollten unbedingt vorhanden sein, um Leitungen und Menschen vor Schäden durch Strom zu bewahren. Die Schalter installiert ein verantwortungsvoller Elektriker grundsätzlich direkt mit.

Weniger verbreitet sind Feuerwehrschalter. Der in den Anlagen erzeugte Gleichstrom kann unter Umständen zu gefährlichen Lichtbögen führen. Dies geschieht häufig bei einem Brand, wodurch die Feuerwehr gefährdet wird und oft im Inneren von Gebäuden nicht gefahrlos löschen oder nach Personen suchen kann. Mit diesem Schalter wird die Anlage sofort abgeschaltet.

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Checkliste für die Installation einer Solaranlage

Planungsphase:

  • Überlegen, welche Dachfläche für die Installation der PV-Anlage geeignet ist.
  • Tragfähigkeit des Daches prüfen lassen.
  • Mögliche Modalitäten des Anschlusses mit dem Netzbetreiber klären.

Vorbereitung der Installation:

  • Arbeiten mit genauen Angaben ausschreiben.
  • Angebote vergleichen.
  • Einige Betriebe auswählen.
  • Anlage im Detail planen und exakte Kostenvoranschläge erstellen lassen.
  • Finanzierung und mögliche Fördermittel mit der Bank abklären.
  • Nach Finanzierungszusage den Auftrag erteilen und einen Termin vereinbaren.

Installation der Solaranlage:

  • Notwendige Vorbereitungen rechtzeitig erledigen.
  • Für ungehinderten Zugang zum Dach und den Anschlüssen sorgen.
  • Netzbetreiber über den Baubeginn unterrichten.

Abschließende Maßnahmen:

  • Elektrische Anschlüsse der Anlage vornehmen lassen.
  • Verträge mit dem Netzbetreiber abschließen.
  • Zählerstände monatlich dokumentieren.

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FAQ - Häufige Fragen zum Thema Solaranlage installieren

Was ist der Unterschied zwischen Photovoltaik und Solarthermie?

Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenenergie direkt in elektrischen Strom um. Im Gegensatz dazu absorbiert Solarthermie die in der Sonnenstrahlung enthaltene Energie und wandelt sie in Wärme um, die zur Wassererwärmung und zum Heizen genutzt werden kann.

Wird eine Baugenehmigung für eine Solaranlage benötigt?

Eine Baugenehmigung wird in der Regel nicht benötigt. Dennoch empfiehlt sich ein Vorabgespräch mit dem örtlichen Bauamt, um in Erfahrung zu bringen, ob und welche Auflagen zu erfüllen sind. Die Installation einer PV-Anlage ändert das Erscheinungsbild des Hauses, gegen die ein Bauamt unter Umständen besonders bei denkmalgeschützten Gebäuden vorgehen kann.

Ab wann lohnt sich eine Solaranlage?

Die Investition in eine Solaranlage lohnt sich vor allem, wenn der Strom aus der Anlage selbst verbraucht wird. Eine Photovoltaikanlage liegt umgerechnet bei 10 bis 14 Cent pro Kilowattstunde. Der aktuelle Haushaltsstrompreise hingegen liegt bei 28 Cent. Hier entsteht ein Einsparpotenzial für die monatliche Stromrechnung, mit dem auch die Refinanzierung der Anlage kalkulieren lässt. Um den gesamten Strombedarf eines Einfamilienhauses (ca. 3000 kWh) abdecken zu können, eignet sich bereits eine Solaranlage mit 5 kWp. Dabei empfiehlt sich unbedingt eine Begutachtung des Daches durch einen Profi, um die optimale Ausrichtung und Größe bestimmen zu lassen.

Ab wann lohnt sich eine Solaranlage mit Speicher?

Die Nachrüstung eines Solarspeichers ist erst nach Ablauf der garantierten Einspeisevergütung zu empfehlen und rentiert sich erst, wenn die Anlage schon länger betrieben und der erzeugte Strom nicht komplett selbst verbraucht wird.

Wie lange dauert die Installation einer Photovoltaikanlage?

Die Bauzeit einer Photovoltaikanlage hängt grundsätzlich von der jeweiligen Leistungsgröße sowie vor allem den bautechnischen Gegebenheiten ab. Bei Solaranlagen bis 10 kWp dauert eine Installation unter einfachen Gegebenheiten durchschnittlich 1 bis 3 Werktage.

Kann ich eine Solaranlage auch ohne Eigenkapital finanzieren?

Eine Photovoltaikanlage kann auch ohne Eigenkapital finanziert werden. Hierfür gibt es verschiedene Förderoptionen, beispielsweise in Form von zinsgünstigen Krediten von der KfW oder einen Zuschuss der BAFA. Außerdem besteht die Möglichkeit des Solarleasings, einem speziellen Mietkauf, durch diverse Anbieter.

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Bildnachweis © skeeze auf Pixabay

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