Jetzt Holzschützer für Ihren Auftrag finden!

Was soll gemacht werden?
    HandwerkerHolzschützer

    1.011 Holzschützer bei MyHammer

    Holzschützer

    Das Aufgabengebiet des Holzschützers umfasst das Erkennen und Beseitigen von Schäden, die tierische und pflanzliche Holzzerstörer verursachen. Sie bekämpfen nicht nur Insekten und Pilze, sondern führen auch vorbeugende Holzschutzmaßnahmen durch. Außerdem trocknen sie Bausubstanz und übernehmen das Abdichten.

    Der Ausbildungsgang zur Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten beinhaltet auch Arbeiten am Putz und am Mauerwerk. Erst die daran anschließende Qualifikation zum Holz- und Bautenschützer ermöglicht eine Spezialisierung in die Fachrichtung Holzschutz. Ein Holzschützer befasst sich daher auch mit dem umliegenden Mauerwerk. Er erkennt auch seltener auftretende Holzzerstörer und kann Sonderverfahren zum Holzschutz anwenden. Er setzt beispielsweise thermische Maßnahmen oder eine Begasung ein.

    Holzschützer beauftragen – Was ist zu beachten?

    Manche Schäden am Holz erkennt jeder Laie, andere sind selbst für den Fachmann nur schwer wahrzunehmen. Das größte Problem ist aber, die genaue Ursache zu finden und die Art des Holzschädlings zu bestimmen.

    Leider tummeln sich viele Holzschutzbetriebe auf dem Markt, die sich durch günstige Preise und universelle Lösungen hervorheben. Solche „Schnellschüsse“ sind selbst das wenige Geld, das sie kosten nicht wert. Eine falsche Sanierung verschlimmert den Zustand des Gebäudes, manchmal ist es danach nicht mehr zu retten. Daher gilt die Devise: Hände weg von Firmen, die ohne genaue Analyse an die Arbeit gehen wollen.

    Vor der Angebotserstellung sollte der Holzschützer sich den Auftragsort ansehen, um entscheiden zu können, welche der Maßnahmen geeignet ist.

    Durchschnittliche Kosten für eine Holzsanierung

    Mit welchen Kosten zu rechnen ist, hängt von Einzelfall ab. Angenommen es besteht ein Verdacht auf Hausschwamm bei einem kleinen Fachwerkhaus, muss der Holzschützer den Befall zunächst nachweisen. Eine endoskopische Untersuchung mit Probennahme kostet etwa 3.000 bis 5.000 Euro.

    Der qualifizierte Holzschützer bestimmt die Art des Schädlings und untersucht die Befallsursache. Erst dann spricht er eine Empfehlung für das Bekämpfen aus. Für diesen Teil der Arbeiten fallen meist zwischen 1.000 und 3.000 Euro an.

    Je nach Stärke des Befalls muss ein Statiker die Standsicherheit bescheinigen. Dies kostet zwischen 1.000 und 5.000 Euro.

    Erst nach diesen Maßnahmen geht es an das Bekämpfen. Je nach Methode fallen 5.000 bis 10.000 Euro für das Abtöten des Pilzes an.

    Sofern keine Bauteile zu ersetzen sind und die Ursache für die Feuchtigkeit behoben wurde ist also mit 10.000 bis 23.000 Euro für die Sanierung zu rechnen.

    Wie erkenne ich einen guten Holzschützer?

    Der Beruf des Holz- und Bautenschützers wurde erst 2007 zum staatlich anerkannten Ausbildungsberuf und ist seit diesem Jahr als handwerksähnliches Gewerbe in der Handwerksrolle verzeichnet. Einen Meistertitel im Gewerk Holz- und Bautenschutz gibt es erst seit November 2012. Es handelt sich um den ersten neuen Meisterberuf im Bauhandwerk seit 1953.

    Da es sich um ein neues Berufsfeld handelt und keine Meisterpflicht besteht, gibt es wenige harte Fakten, die helfen, einen guten Holzschützer zu finden. Zusatzqualifikationen mit Zertifikation des DHBV und eine Vollmitgliedschaft in diesem Verband sind ein Hinweis auf die Qualität der Arbeit. Ein TÜV-zertifizierter Sachverständiger für Schimmelpilzschäden in Wohnräumen, ein Qualitätssiegel Holzschutz oder ein Sachkundenachweis Holzschutz am Bau und DHBV-Zertifikate in Holzanatomie, Insektenbestimmung und Pilzbestimmung sind ebenfalls eindeutige Qualitätsmerkmale eines kompetenten Holzschützers.

    In Deutschland bieten etwa 40.000 Malerbetriebe, 12.000 Zimmereien und eine unbekannte Anzahl von anderen Baubetrieben den Fachbereich Holzschutz an. Im Deutschen Holz- und Bautenschutzverband e.V. (DHBV) sind nur ein Teil dieser Betriebe Mitglied.

    Oft gibt es auch Rat von einem Architekten oder aus dem Bekanntenkreis. Eine gute Möglichkeit einen qualifizierten Fachmann zu finden sind auch Handwerkerportale wie MyHammer. Hier können Auftraggeber nach Holzschützern in ihrer Nähe suchen und sich die Bewertungen und Referenzen des Holzschützers ansehen.

    Ist ein Holzschützer ausgewählt, lohnt sich ein ausführliches Gespräch mit dem Betrieb und ein kritisches Hinterfragen der angebotenen Maßnahmen. Auch die Frage nach Alternativen beantworten gute Holzschützer mit Geduld, statt den Kunden mit einem Horrorszenario zu verschrecken.

    Auf die Kompetenz des Holzschützers kommen es an

    Jeder Laie erkennt sofort, wenn der Holzwurm den Dachstuhl befallen hat und manch findiger Betrieb, ist nur zu gerne bereit, diesen für teures Geld zu bekämpfen. Immerhin möchte der Kunde nicht, dass ihm das Dach über dem Kopf zusammenfällt. Gute und qualifizierte Holzschützer wissen, dass kleine Bohrlöcher lediglich ein Hinweis darauf sind, dass die Larven des Nagekäfers im Holz aktiv waren. Keine Larve lebt länger als acht Jahre, sie kann sich nicht vermehren ohne zum Käfer zu werden.

    Der flugfähige Käfer ist das Problem, nicht die Larve und denen wird die Liebe zum Verhängnis. Pheromonfallen lassen den Käfer einen Geschlechtspartner vermuten, er fliegt hinein und zeigt damit dem Holzschützer, dass es sich um einen aktiven Befall handelt. Erst dieser Hinweis rechtfertigt weitere Maßnahmen, wie das Begasen mit Stickstoff oder Kohlendioxid beziehungsweise eine Wärmebehandlung.

    Viele Hausbesitzer investieren Geld und Zeit, ob wohl die Fraßspuren lediglich einen Befall in der Vergangenheit anzeigen.

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