Ihr gemenschaftlicher Umzug: Tipps für das Zusammenziehen

Wenn zwei Menschen zusammenziehen, so hat dieser Entschluss für mindestens einen von beiden einen Umzug zur Folge. Umziehen bringt immer etwas Arbeit mit sich und eine gute Organisation kann den Umzugsstress minimieren. Außerdem setzt ein gut geplanter Umzug die besten Voraussetzungen für ein harmonisches Leben unter einem Dach. Wir haben für Sie - neben unserer Standardcheckliste für den Umzug - eine Reihe weiterer wertvoller Tipps, insbesondere für Ihren Umzug in eine gemeinschaftliche Wohnung, zusammengefasst.

 

 

Umzugsvorbereitungen

Wenn die große Entscheidung für eine gemeinsame Wohnung gefallen ist, folgen eine Reihe weiterer - und diese wollen wohl überlegt sein. Zu zweit benötigen Sie selbstverständlich mehr Platz, haben jedoch auch größere finanzielle Möglichkeiten. Die Frage ist also zunächst: Bietet eine Ihrer Wohnungen ausreichend Freiraum für beide, oder möchten Sie beide Wohnungen aufgeben und einen Neubeginn wagen?
Wenn Sie finanziell dazu in der Lage sind, ist letzteres die bessere Lösung für Ihren Umzug, da der Einzug einer Person in die Wohnung des Partners Spannungen mit sich bringen kann. Seien Sie sich jedoch auch bewusst, dass in diesem Fall beide Partner umziehen müssen und dies einen deutlichen Mehraufwand verursacht.

Neue Wohnung, neues Glück

Der Neubeginn in einer gemeinsam ausgesuchten Wohnung kann helfen, das Konfliktpotenzial Ihres Zusammenlebens zu minimieren, da keiner das Gefühl hat, im Eigentum des anderen zu wohnen. Weitere Tipps für ein harmonisches Zusammenleben finden Sie in diesem Ratgeber.

In der zukünftigen Wohnung sollten beide Partner ihre Vorstellungen ausleben können. Es gibt viele individuelle Erwartungen an ein perfektes Wohnumfeld. Tauschen Sie sich deshalb rechtzeitig über Ihre Zukunftspläne aus. Stadtteil, Entfernung zum Arbeitgeber, Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel, Größe und Schnitt der Wohnung, Stockwerk und viele weitere Kriterien der neuen Wohnung müssen vor dem Zusammenziehen geklärt werden. Bei der nachfolgenden ausgiebigen Wohnungssuche ziehen Sie somit an einem Strang. Nutzen Sie die Zeit bis zum Umzug und versuchen Sie, den bestmöglichen Konsens zu finden.

In einigen Städten ist der Wohnungsmarkt hart umkämpft. Hier kann es sinnvoll sein, über eine Wohnungstauschbörse im Internet eine neue Wohnung zu suchen. Klein gegen groß - so finden Sie vielleicht Ihre Traumwohnung! Das spart nicht nur die horrenden Maklergebühren, auch können Sie sich mit den Tauschpartnern bezüglich der Renovierung abstimmen.

Möbel doppelt vorhanden? - Aus zwei mach eins!

Paare, die eine neue Wohnung beziehen, sollten vorher schon planen, wo welche Möbel platziert werden. Erstellen Sie Checklisten von ihren bestehenden Haushalten. Sie werden mit Sicherheit diverse Einrichtungsgegenstände und Möbel doppelt besitzen. Legen Sie fest, was vor dem Zusammenziehen verkauft, gespendet oder weggeworfen werden kann. Das schafft nicht nur Platz, sondern vielleicht auch die Möglichkeit, sich aus dem Erlös der Gegenstände einen Urlaub zu finanzieren, um sich gründlich vom Umzugsstress zu erholen. Nehmen Sie Rücksicht auf Ihren Partner: Eventuell sind einige Gegenstände mit emotionalem Wert verbunden...

Die alte Wohnung kündigen

Vor lauter Vorfreude auf die gemeinsame Wohnung dürfen Sie natürlich keinesfalls vergessen, Ihr altes Mietverhältnis rechtzeitig zu kündigen. Ein Muster für eine Wohnungskündigung finden sie hier zum Downloaden. Zu beachten ist in jedem Fall die Kündigungsfrist. Wenn Sie schneller aus dem Vertrag entlassen werden wollen, müssen Sie einen Nachmieter finden. Ob Ihr Vermieter dies zulässt, sollten Sie rechtzeitig erfragen.

Bei der Übergabe der Wohnungen, sowohl der alten an den Vermieter bzw. Nachmieter als auch der neuen Wohnung an Sie, empfiehlt es sich aufmerksam zu sein. Übergabeprotokolle dienen dazu, den Zustand der Wohnung am jeweiligen Zeitpunkt zu dokumentieren. So können Sie sicher gehen, dass Ihnen keine Schäden vorgeworfen werden, die bereits vorher bestanden haben. Grundsätzlich gilt: Eine normale Abnutzung ist insbesondere bei einer längeren Mietdauer unvermeidlich und bereits durch die Mietkosten gedeckt. Alles was darüber hinausgeht, müssen Sie als neuer Mieter nicht akzeptieren - als ehemaliger Mieter aber bezahlen.

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Der Umzug steht an und mit ihm stellt sich die Frage, wie er am schnellsten gestemmt wird. In einer Kette oder als Einzelkämpfer?

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Transport

Rund um den Umzugstermin sollten Sie beide sich ein paar Tage Urlaub nehmen, um alles Notwendige organisieren zu können. So können Sie die Kartons in Ruhe ein- und wieder auspacken und sich in Ihrer neuen Wohnung mit Ihrem Partner bzw. Ihrer Partnerin einleben. Vielleicht haben Sie sogar Anspruch auf einen Tag Sonderurlaub! Ist der Umzug dienstlich bedingt, haben Sie einen Anspruch hierauf, ansonsten ist dies abhängig von Ihrem Arbeits- oder Tarifvertrag.

Möchten Sie beim Umzug selbst mit anpacken, müssen Sie eine ausreichende Zahl an Umzugshelfern organisieren. Fragen Sie lieber ein paar mehr als zu wenig, denn die Krankheits- und Vergesslichkeitsrate ist gerade beim Thema Umzug groß. Je mehr fleißige Hände mit zupacken desto schneller und leichter ist alles erledigt. Mit unserer Checkliste in der MyHammer Umzugsfibel können Sie sicher gehen, dass Sie nichts Wichtiges vergessen werden. 

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Versicherungen und Verträge, Ummelden und mehr

Wenn Sie zusammenziehen, gibt es natürlich eine Reihe von Formalitäten zu erledigen, um die letztlich keiner herumkommt:

  • Wohnsitz ummelden
  • Verträge für Internet, den Kabelfernsehen
  • An-/Um-/Abmeldung bei der GEZ
  • Nachsendeantrag bei der Post stellen
  • Versicherungen abschließen/ummelden

Prüfen Sie, welche Versicherungen zusammengelegt werden können und kündigen Sie überflüssige Versicherungen. Durch gemeinsame Verträge haben Sie die Möglichkeit Kosten zu sparen. Beachten Sie, dass Sie mit diesen Verträgen immer gewisse Verpflichtungen eingehen, für die Sie beide in die Verantwortung gezogen werden können.

Gemeinsamer Mietvertrag und Haftpflicht

Ein gemeinsamer Mietvertrag empfiehlt sich, da beide im Falle einer Trennung Anspruch auf den Wohnraum haben. Keiner kann einfach vor die Tür gesetzt werden - auch wenn die wenigsten beim Abschluss des Mietvertrages daran einen Gedanken verschwenden wollen. Die Haftpflichtversicherung kann dann zusammengelegt werden, aber Vorsicht: Unverheirateten birgt dies böse Überraschungen, wenn es um einen gegenseitig verursachten Schaden geht. Diese werden nämlich nicht von einer gemeinsamen Versicherung übernommen.

 

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Die MyHammer Umzugsfibel

So gelingt der nächste Umzug.

Tipps zur Aufteilung der Kosten

Um späteren Reibereien aus dem Weg zu gehen, sollten Sie gleich zu Beginn klären, wie die Ausgaben aufgeteilt werden. Sollen diese zu gleichen Teilen bezahlt werden? Das schafft im finanziellen Bereich eine Gleichberechtigung, kann aber, gerade wenn einer von beiden deutlich mehr verdient, möglicherweise zu Spannungen führen. In diesem Fall bietet sich eine anteilige Lösung an. Jeder gibt prozentual den gleichen Anteil seines Gehaltes in die Haushaltskasse. So hat jeder einen fairen Anteil seines Gehaltes zur freien Verfügung.

Gemeinschaftskonto: ja oder nein?

Ein gemeinschaftliches Konto ist in beiden Fällen sinnvoll, um die allgemeinen Zahlungen im Blick zu behalten. Es ist wichtig, dass Sie sich - am besten gemeinsam - bereits zu Anfang einen Überblick verschaffen, welche Ausgaben Sie monatlich haben - Miete, Nebenkosten, Strom, Telefon, etc. - und daraufhin den jeweiligen monatlichen Anteil bestimmen. So gehen Sie sicher, dass die Rechnungen rechtzeitig bezahlt werden können.

Viele Paare einigen sich darauf, dass einer das Geld verdient und der andere z.B. die Kinder zu Hause versorgt. Dabei muss klar sein, dass auch die Kindererziehung ein Vollzeitjob ist und Vorwürfe sowie Abhängigkeitsgefühle zu unterbinden sind.

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Vorteile einer gemeinsamen Wohnung

Sich mit dem Partner eine Wohnung zu teilen, hat einige Vorteile: Nicht nur, dass man nun ohne einen Mehraufwand regelmäßigen Kontakt pflegt und mehr Zeit miteinander verbringen kann, es gibt noch viele weitere, sogar recht pragmatische Gründe, die für das Zusammenziehen sprechen.

Kostenersparnisse

Ein ganz klarer Vorteil liegt beispielsweise im finanziellen Aspekt. Teilen sich zwei eine Wohnung, so fällt die Miete in der Regel anteilig geringer aus. Kosten für Küche und Bad fallen eben nur einmal an und werden geteilt. Auch Strom für den Kühlschrank und den Herd muss nur einmal gezahlt werden. Sie können monatlich bares Geld sparen und dieses vielleicht in zusätzlichen Wohnraum investieren. Eine kleine Finanzspritze erhält man am Anfang beispielsweise durch den Verkauf der Dinge, die durch die Fusion nun doppelt vorhanden sind, wie z.B. Fernseher und Waschmaschine. Davon können Sie sich vielleicht ein Schmuckstück für die neue Wohnung gönnen?

Zeitersparnis

Nicht zu vergessen ist die Zeitersparnis für beide, wenn Sie sich die alltäglichen Pflichten teilen können. Putzen, Kochen, Bügel, Einkaufen - all dies können Sie nun gemeinsam erledigen und dabei viel Zeit und Nerven sparen. Besser noch, Sie machen zu zweit auch mehr Spaß. Vielleicht entdecken Sie ja sogar das gemeinsame Kochen als neues Hobby für sich.

Eine gemeinsame Wohnung stärkt die Beziehung

Mit einer gemeinsamen Wohnung können Sie nun den gesamten Alltag miteinander teilen. Das beinhaltet sowohl die Guten, als auch weniger guten Seiten. Schnell werden Sie bemerken, ob Ihre Beziehung wirklich alltagstauglich ist. Nun sind Sie gefordert: Möglichen Streitigkeiten können Sie beide nicht mehr einfach aus dem Weg gehen. Sie müssen Sie austragen und Kompromisse finden. Dies kann selbstverständlich mühsam sein, stellt jedoch einen wichtigen Punkt einer stabilen Beziehung dar, die Sie hierdurch stetig vertiefen können.

 

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