Was kostet Anhängerkupplung nachrüsten?Jetzt Anhängerkupplung nachrüsten lassen!

Was kostet Anhängerkupplung nachrüsten?

Die Kosten im Überblick

Posten Ø Kosten
Materialkosten AHK 200 – 500 €
(oder mehr)
Montage AHK (2-3 Stunden) 150 – 250 €
Materialkosten Elektrosatz ca. 100 €
Elektroinstallation
(bis zu 3 Stunden)
150 – 300 €

Eine Anhängerkupplung nachzurüsten, ist fast immer sinnvoll. Bei der Auswahl der AHK kommt es darauf an, zu welchem Zweck die Nachrüstung gedacht ist: Geht es nur um einen Fahrradträger-Aufsatz, einen einfachen Transportanhänger oder gar um ein Wohnmobil oder Pferdeanhänger?

Eine Anhängerkupplung wertet das Fahrzeug auf und der Wiederverkaufswert steigt. Je nach Verwendung und Häufigkeit des Gebrauchs, bieten sich unterschiedliche Arten an Anhängervorrichtungen an. Die Montage sollte in jedem Falle in einer Autowerkstatt durch einen Fachmann erfolgen, so ist die Sicherheit beim Fahren gewährleistet.

Wir haben eine Übersicht der durchschnittlichen Kosten erstellt, die je nach Kupplung und Arbeitsaufwand für den Fachmann anfallen. So lässt sich der Überblick über die sinnvollste Art der Anhängerkupplung für den Einsatzzweck und Berücksichtigung aller Sicherheitsaspekte auf einen Blick erfassen.

Die Kosten im Detail

Materialkosten – was kosten Anhängerkupplung und Elektrosatz?

Fahrzeugkupplung

Die Kosten für den Materialeinsatz unterscheiden sich je nach Art der Anhängerkupplung und Bauart. Der Preis hängt auch davon ab, wie viel Gewicht die AHK tragen muss. Einfache starre Anhängerkupplungen sind die günstigste Variante, abnehmbare die teuerste Lösung.

Die Kosten für eine nachrüstbare Anhängerkupplung liegen grob zwischen 200 und 500 Euro und sind abhängig vom Fahrzeugmodell. Je mehr Zugleistung das Fahrzeug hat, desto stabiler muss natürlich auch die Anhängerkupplung sein. Das erhöht auch den Preis. Der notwendige Elektrosatz kostet durchschnittlich 100 Euro, also ist mit Kosten von 300 bis 600 Euro für das Material zu rechnen.

Ein Eintrag in die Fahrzeugpapiere oder eine Abnahme durch den TÜV ist meist nicht mehr notwendig, wenn die Anhängerkupplung ein EU-Prüfzeichen besitzt, was bei allen neueren AHKs der Fall ist.

Arbeitskosten – was kostet die Montage?

KFZ-Werkstatt

Der Arbeitsaufwand bei der Montage richtet sich nach der Art der Anhängerkupplung und nach dem Automodell, an das die Anhängervorrichtung montiert werden soll. Der Stundenlohn für Kfz-Mechaniker variiert etwas je nach Autowerkstatt und auch in den verschiedenen Regionen gibt es preisliche Unterschiede, weshalb MyHammer hier nur durchschnittliche Preise zur Orientierung nennen kann.

Für die Montage einer Anhängerkupplung wird mit einem Arbeitsaufwand von zwei bis drei Stunden gerechnet, die Kosten hierfür belaufen sich auf etwa 150-250 Euro. Neben der Montage der Anhängerkupplung gehören auch das Einrichten und die Installation des Elektrosatzes zu den notwendigen Arbeiten. Diese Arbeit ist ebenfalls ausschließlich durch einen Fachmann zu erledigen. Die notwendigen Kabel müssen verlegt und die Steckdose neben der Kupplung muss installiert werden. Diese Arbeit dauert nochmals etwa drei Stunden. Die Kosten hierfür belaufen sich auf etwa 200 bis 250 Euro, je nach Werkstatt. Einige Werkstätten bieten auch Pauschalpreise inklusive dem Kauf der Anhängerkupplung an.

Es ist also für die Montage und Installation des notwendigen Elektrosatzes, mit Gesamtkosten zwischen zirka 300 und 500 Euro zu rechnen. Die Preisspanne ergibt sich aus der Art der Einbauweise – Kupplungsart und Fahrzeugmodell spielen hier eine entscheidende Rolle.

Gesamt ergibt sich so ein Kostenfaktor für starre Anhängerkupplungen inklusive dem Einbau von etwa 700 – 800 Euro und für schwenkbare oder abnehmbare Lösungen samt dem Software-Update ab 1.100 Euro.

Beachtenswertes beim Nachrüsten einer Anhängervorrichtung

Für welche Fahrzeuge ist eine Nachrüstung erlaubt?

Ob eine Anhängerkupplung am Fahrzeug nachrüstbar ist, beantwortet der Blick in die Fahrzeugpapiere. In der Regel ist dies immer möglich, außer es handelt sich um einen Sportwagen oder ein anderes spezielles Fahrzeug.

Dem Fahrzeugschein ist auch zu entnehmen welcher Anhänger mit dem Auto gezogen werden darf. Die passenden Anhängerkupplungen fürs Fahrzeugmodell sind von den Herstellern mit genügend Anhängelast festgelegt, sodass sich der Fahrzeughalter in der Regel hierüber keine Gedanken machen muss.

Wie schwer darf der Anhänger sein?

Anhänger LKW

Es wird zwischen Stützlast und Anhängelast unterschieden. Die Stützlast drückt von oben auf die Anhängerkupplung (einachsiger Anhänger oder Fahrradträger), meist sind hier 30 bis 75 Kilogramm erlaubt. Die Anhängelast gibt an, wie schwer der zu ziehende Anhänger sein darf. Für einen normalen Personenwagen sind dies meist zwischen 400 und 1.000 Kilogramm.

Generell wird zwischen gebremsten und ungebremsten Anhängern unterschieden. Im alten Fahrzeugschein sind diese Angaben unter den Nummern 28 (gebremst) und 29 (ungebremst) und in neueren Fahrzeugscheinen, unter den Nummern 01 und 02, zu finden. Weitere Spezifizierungen hierzu sind dem unteren Bereich des Scheins zu entnehmen.

Manche Hersteller bieten eine Steigerung der Anhängelast, wenn bestimmte Bestimmungen erfüllt sind. Hierzu zählen beispielsweise ein starker Gebläsemotor oder die Ausstattung des Hängers mit einer Antiaufschaukelkupplung. Diese Infos erhält man direkt beim Hersteller.

Starre, schwenkbare oder abnehmbare Anhängervorrichtung?

Anhänger LKW

Zu unterscheiden ist auch die Art der Anhängerkupplung. Eine abnehmbare Anhängerkupplung (AHK) beeinträchtigt das Erscheinungsbild des Fahrzeugs weniger, als eine fest montierte. Die schwenkbare Lösung ist die eleganteste, aber auch teuerste. Bei manchen Fahrzeugmodellen ist aber nur die abnehmbare Anhängerkupplung möglich, da feste Lösungen das Nummernschild oder die Nebelschlussleuchte verdecken.

Der Vorteil einer fest montierten (starren) Anhängerkupplung ist vor allem die Stabilität. Eine Alternative ist da nur die schwenkbare Anhängerkupplung. Sie ist fast genauso stabil, lässt sich aber unter dem Auto versenken. Das ist allerdings die teuerste Variante. Bei Allrad- oder Geländewagen, die viel Gewicht ziehen müssen, sind starre oder schwenkbare Kupplungen die beste Lösung.

Allen gleich, ist der Elektrosatz (sieben oder 13-polig) der immer installiert sein muss. Bei Dauerstrom, wie beispielsweise bei einem Pferdehänger, wird immer ein 13-poliger Stecker benötigt.

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Das Nachrüsten sollte durch einen Fachmann erfolgen

PKW mit Anhänger mit Boot

Gerade bei neueren Fahrzeugen gehört das Nachrüsten ausschließlich in kompetente Hände. Die Montage ist nicht ganz einfach – von der Auswahl der passenden AHK für das jeweilige Fahrzeugmodell bis zur Installation des Elektrosatzes, muss alles genau passen.

Seit November 2011 ist bei den neuen Fahrzeugen außerdem das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) pflichtmäßig eingebaut, das durch die Werkstatt angepasst werden muss. Dieses Software Update kann oft nur die Fachwerkstatt aufspielen. Das Update sorgt dafür, dass der Hänger stabilisiert wird und während der Fahrt nicht schlingert.

Die Installation des Elektrosatzes ist ein wichtiger Teil der Arbeit, damit die Beleuchtung und auch andere Signale zwischen Anhänger und Auto funktionieren. Das ist der wichtigste Sicherheitsaspekt. Ob ein sieben oder 13-poliger Stecker Verwendung findet, hängt vom Fahrzeugmodell ab. Neuere Autos haben meist die 13-polige Steckervariante. Mit einem Adapter lassen sich die Anschlüsse an die Voraussetzungen des Fahrzeugs anpassen.

Wer darf welchen Anhänger fahren?

Fahrzeugkupplung

Ist die Anhängerkupplung nachgerüstet, stellt sich die Frage, welcher Anhänger an die AHK angehängt werden darf. Für Führerscheininhaber, die ihren Führerschein bis Ende des Jahres 1998 gemacht haben, gilt ein zulässiges Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen von Fahrzeug und Anhänger.

Für alle Fahrzeugführer, die ihren Führerschein ab 1999 erworben haben, dürfen nicht ohne Zusatzprüfung schwere Anhänger fahren. Hier gilt: nur ungebremste Anhänger bis 700 Kilo Gesamtgewicht oder ein Gesamtgewicht von Auto und Anhänger von insgesamt 3,5 Tonnen.

Geschwindigkeitsregelungen mit Anhänger

Für Kfz-Anhängerkombinationen gelten auf Bundesstraßen und Autobahnen neue Regelungen. Wenn das Auto einige Voraussetzungen erfüllt, muss nicht mehr auf die Zulassung des Hängers über eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h geachtet werden, vorausgesetzt, der Hänger ist dafür tauglich. Eine Begutachtung der Anhänger-Fahrzeugkombination und eine Tempo-100-Genehmigung vom TÜV ist dafür erforderlich. Diese Genehmigung kann man sich in den Fahrzeugschein des Hängers eintragen lassen, um die Geschwindigkeitsgrenze mit Anhänger zu erhöhen.


Checkbox zum Nachrüsten einer AHK:

Vor der Nachrüstung:
  • Nachrüstung bei den meisten Fahrzeugen möglich
  • Wertsteigerung bei Wiederverkauf
  • Gesamtgewicht des erlaubten Anhängers inklusive Fahrzeug, ist dem Fahrzeugschein zu entnehmen.
  • Arten von Anhängerkupplungen: Abnehmbar, schwenkbar oder starr
Fahren mit einer AHK:
  • Betriebserlaubnis und Aufbauanleitung (ABE) immer mitführen
  • Führerschein vor 1999: Anhänger bis 7,5 Tonnen erlaubt
  • Führerschein ab 1999: nur ungebremster Anhänger bis 700 Kilo Gesamtgewicht oder Gesamtgewicht von Fahrzeug und Anhänger nicht mehr als 3,5 Tonnen
  • Abnehmbare Kupplungen dürfen ohne Anhänger nicht am Fahrzeug verbleiben
  • Abnahme durch den TÜV in der Regel nicht notwendig. Auf EU-Prüfzeichen achten (E12, E14 oder Typenschild der AHK)
  • Geschwindigkeitsbegrenzung mit Hänger: 80 km/h auf Landstraßen, Bundesstraßen und Autobahnen. Eine TÜV-Genehmigung über Eignung erlaubt 100 km/h für bestimmte Fahrzeug-Anhängerkombinationen auf Autobahnen.
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