Abbrucharbeiten
Kosten pro m²*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
55 €*
99 €
173 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kosten Abbrucharbeiten?

Bei älteren Gebäuden ist es oft günstiger, sie abreißen zu lassen und neu zu bauen, anstatt zu sanieren. Wer ein Haus abreißen möchte, schafft das nicht alleine. Eine Abrissfirma muss beauftragt werden, damit alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten und anfallender Bauschutt ordnungsgemäß entsorgt wird.

Abbrucharbeiten: Kosten im Überblick

PostenKosten pro m²
Planung Abriss und Untersuchung des Baustoffs8 - 9 €
Entkernung, Trennung von Schadstoffen21 - 23 €
Abbrucharbeiten50 - 92 €
Erdarbeiten32 - 35 €
Entsorgen von Bauschutt inkl. Sondermüll (Kubikmeter)24 - 27 €
Gesamtsumme135 - 186 €

Eine grobe Kostenvorstellung, die pro Quadratmeter angegeben ist.

Die Kosten für Abbrucharbeiten sind von vielen Faktoren abhängig. Beispielsweise der Abriss eines unterkellerten Hauses ist teurer als Abbrucharbeiten bei einem Haus ohne Keller. Auch eventuelle Schadstoffe wie Asbest, sind beim Abriss mit höheren Kosten verbunden.

Die Kosten im Detail

In der Regel erstellt ein Abrissunternehmen ein Pauschalangebot, worin alle Kosten enthalten sind. Im Folgenden werden die möglichen Kostenfaktoren und die einzelnen Arbeiten und deren Kosten erläutert.

Aus diesen Faktoren setzen sich die Kosten für Abbrucharbeiten zusammen

Ein Kostenfaktor ist die Größe des Hauses. Davon hängen die Arbeitszeit und der Nutzungszeitraum für die Maschinen ab. Weiter entscheidet bei den Kosten mit, wie zugänglich das Haus liegt. Umso mehr Freifläche für große Maschinen um das Haus herum, desto günstiger wird der Abriss.

Falls für die Abbrucharbeiten eine Straße gesperrt werden muss, sind auch die Gebühren für die Sperrung in die Gesamtkosten mit einzukalkulieren.

Ein vollgestelltes oder vermülltes Haus kann nicht abgerissen werden. Vor allem bei Sondermüll sind außerdem Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die sich ebenfalls auf den Preis auswirken. Letztendlich spielen auch die Entsorgungskosten für den Müll eine entscheidende Rolle bei der Kalkulation. Sondermüll erhöht die Kosten enorm.

Kosten für die Planung eines Hausabbruchs

Hausabriss
Ein Haus wird mit schwerem Gerät abgerissen.
Quelle © placekitten.com

Bevor ein Haus abgerissen werden kann, muss dessen Statik untersucht werden. Daneben werden die Wände auf Schadstoffe hin geprüft. Hierfür sollte ein Experte beauftragt werden, der ein Gutachten erstellt.

Es ist mit Kosten von bis zu 1.000 bis 1.200 Euro zu rechnen. Umgerechnet auf den Quadratmeter, sind das etwa 8 bis 9 Euro.

Diese Kosten fallen für die Vorarbeiten an

Bevor es an den eigentlichen Abbruch des Hauses geht, sind diverse Vorarbeiten notwendig wie beispielsweise die Entkernung des Gebäudes, bei der noch zu erhaltende Bauelemente von Schadstoffen getrennt werden. Außerdem werden Einrichtungselemente entsorgt, die sperrig sind und das Gebäude wird auf Asbest und sonstige Schadstoffbelastungen hin untersucht. Giftstoffe werden vor dem Abriss entsorgt.

Die Kosten hierfür belaufen sich auf etwa 2.500 bis 3.000 Euro, was etwa 21 bis 23 Euro pro Quadratmeter entspricht.

Kosten für die Abbrucharbeiten

Die eigentlichen Abbrucharbeiten verursachen natürlich die höchsten Kosten. Ein Abriss ohne ungewöhnliche Vorkommnisse dauert in der Regel ein paar Tage und schlägt mit etwa 6.000 bis 12.000 Euro zu Buche, was etwa 50 bis 92 Euro pro Quadratmeter entspricht.

Kosten für Erdarbeiten nach dem Abbruch

Damit auf dem Gelände ein neues Haus gebaut werden kann, muss die Fläche mit Kies, Schotter und Sand aufgefüllt und verdichtet sowie der Grundstein für ein neues Fundament gelegt werden. Hierfür fallen Kosten von etwa 4.000 bis 4.500 Euro an, was einem Quadratmeterpreis von 32 bis 35 Euro entspricht.

Die Bauschuttentsorgung

Auch die Entsorgung des Bauschutts wird in der Regel von der Abrissfirma erledigt. Dazu wird der Bauschutt zunächst von den schadstoffhaltigen Elementen befreit und alles wird zur entsprechenden Entsorgungsstelle gefahren.

Dafür fallen Kosten von etwa 3.000 bis 3.500 Euro an, was einem Kubikmeterpreis von 24 bis 27 Euro entspricht. Diese Preise beziehen sich auf Häuser in denen keine sehr hohe Schadstoffbelastung anzutreffen ist. Asbesthaltige Materialien können den Preis um bis zu 200 Prozent in die Höhe treiben.

Bachtenswertes beim Abbrucharbeiten

Für Abbrucharbeiten sollte immer ein zertifiziertes Abrissunternehmen beauftragt werden. Es lohnt sich, Angebote und Kostenvoranschläge zu vergleichen.

Gesetzliche Grundlagen zum Hausabriss

Es ist nicht erlaubt, ohne Genehmigung ein Haus abzureißen. Der Abriss muss beim Bauamt angegeben werden. Das Bauamt kann auch sagen, ob noch weitere Genehmigungen notwendig sind.

Für Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, gelten spezielle Bestimmungen. Auch wenn sich ein unter Denkmalschutz stehendes Haus in der Nähe befindet, gibt es Auflagen, die erfüllt werden müssen.

Wenn die Hausgröße unter 300 Quadratmetern liegt, dann ist ein Abriss nicht anzeigenpflichtig, sofern das Haus nicht denkmalgeschützt ist oder sich ein solches in der Nähe befindet.

Die Abbruchkosten reduzieren

Wenn die Vorarbeiten selbst erledigt werden, lassen sich die Kosten reduzieren. Das Haus sollte frei zugänglich und leer geräumt sein. Es lohnt auch, eventuell Bäume fällen zu lassen, damit die Maschinen beim Abriss schneller arbeiten können.

Checkliste für Abbrucharbeiten

Vor dem Hausabriss

  • Statiker und Baustoffexperte die Substanz und Statik des Hauses feststellen lassen.
  • Abriss beim Bauamt anmelden.
  • Prüfen, ob besondere Genehmigungen erforderlich sind.
  • Angebote für einen Abbruch einholen und mehrere Anbieter miteinander vergleichen.
  • Sich für ein Angebot entscheiden.
  • Mit Abrissfirma klären, wie der Boden für den neuen Baugrund vorbereitet wird.

Vorbereitung der Maßnahme:

  • Haus leer räumen.
  • Für freien Zugang zum Haus sorgen, eventuell Bäume fällen lassen.
  • Falls nötig, Straße sperren lassen.
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