Altöl entsorgen
Kosten pro Liter*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
5 €*
9,40 €
15 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet die Entsorgung von Altöl?

Ein Ölwechsel erscheint unkompliziert. Viele Autofahrer gehen davon aus, dass sich viel Geld sparen lässt, wenn sie diesen zuhause erledigen, statt in eine Werkstatt zu fahren.

Sie vergessen dabei, dass sie das Altöl entsorgen müssen. Dies kann die Kosten etwas in die Höhe treiben.

Altöl entsorgen: Kosten im Überblick

PostenKosten Hinweis
Kanister1-2 €Geeignete Kanister halten etwa zehn Ölwechsel und kosten zwischen 10 bis 20 €.
Folie2 €Die Folie muss öldicht sein.
Entsorgen über Betrieb ohne Ölkauf5-15 € pro LiterManche Betriebe nehmen Altöl kostenlos an.
Entsorgen bei der Gemeinden0-3 € pro LiterBei der Gemeinde anfragen, da die Regelungen sehr unterschiedlich sind.

Werkstätten berechnen in der Regel für einen Ölwechsel zwischen 15 und 20 Euro, wenn der Fahrer das Öl bei dieser erwirbt. Insgesamt ist mit 60 bis 80 Euro zu rechnen, wenn Synthese Motorenöl 5W-40 verwendet wird und die Werkstatt auch einen neuen Ölfilter einbaut. Manche Fachwerkstätten verlangen sogar 150 Euro.

Fünf Liter Öl dieser Qualität kosten im Internet etwa 30 Euro und ein Ölfilter zwischen drei und zehn Euro. Bei den meisten Fahrzeugen reichen vier bis fünf Liter für den Ölwechsel aus. Die Annahme, dass jeder Autofahrer zwischen 50 und 100 Euro sparen kann, wenn er das Öl selber tauscht, ist weit verbreitet. Aber bei dieser Rechnung fehlen die Kosten für das Entsorgen von Altöl.

Die Kosten im Detail

Ölkanne
Eine schicke alte Kanne für Motoröl.
Quelle © pixabay.com

Materialkosten - Auf Auffangbehälter und Folien darf niemand verzichten

Wenige Tropfen Öl reichen aus, um den Boden und das Grundwasser zu verseuchen. Aus diesem Grund ist größte Vorsicht beim Ablassen des Altöls und dem Nachfüllen geboten. Wer Öl ablässt, muss es mit einem geeigneten Gefäß auffangen. Ratschläge aus dem Netz, einen alten Ölkanister der Länge nach aufzuschneiden, um eine Wanne für diesen Zweck zu erhalten, sind wenig sinnvoll. Zum Transport ist Umfüllen nötig, dabei kann Öl daneben laufen.

Besser geeignet sind spezielle Auffangbehälter. Diese sind Kanister und Ölwanne in einem. Das Öl fließt in eine Vertiefung des Kanisters und von dort ins Innere. Nach dem Verschließen sind diese Behälter dicht und für den Transport geeignet. Sie kosten zwischen 10 und 20 Euro. Dichtungen und Verschlüsse überstehen auf jeden Fall zehn Ölwechsel. Die Kosten pro Wechsel betragen also etwa ein bis zwei Euro für den Transportbehälter.

Besser geeignet sind spezielle Auffangbehälter. Diese sind Kanister und Ölwanne in einem. Das Öl fließt in eine Vertiefung des Kanisters und von dort ins Innere. Nach dem Verschließen sind diese Behälter dicht und für den Transport geeignet. Sie kosten zwischen 10 und 20 Euro. Dichtungen und Verschlüsse überstehen auf jeden Fall zehn Ölwechsel. Die Kosten pro Wechsel betragen also etwa ein bis zwei Euro für den Transportbehälter.

Kosten der Entsorgung von Altöl

Jeder Händler und Werkstätten die Öl verkaufen, müssen Altöl kostenlos annehmen. Die Betriebe haben aber das Recht nur solches von ihren eigenen Kunden anzunehmen. Wer sich vor Ort mit neuem Öl eindeckt, darf sein Altöl abgeben. Alternativ können Kunden den Kaufbeleg aufheben und den Schmierstoff später abgeben.

Motor Öl
Einfüllstutzen für Motoröl.
Quelle © pixabay.com

Hinweis: Auch Händler, die über das Internet verkaufen, müssen das Entsorgen übernehmen. Der Transport ist aber Sache des Käufers. Der Versand kann problematisch sein. Frisches Öl darf in einem dichten Kanister ohne Auflagen ins Paket. Da Altöl durch Benzin oder Dieselrückstände leichter brennt, zählt es meist als Gefahrgut. Es dürfen nur drei Liter in einem Paket versandt werden und das Öl muss in je Ein-Liter-Behältern aufgeteilt sein.

Ohne Ölkauf verlangen die meisten Betriebe zwischen 5 und 15 Euro pro Liter für das Entsorgen. Wer freundlich fragt, kann sein Öl manchmal gegen eine Spende in die Kaffeekasse abgeben. Die Firmen verfahren sehr unterschiedlich.

In allen Gemeinden gibt es Sammelstellen für Schadstoffe. Dort können zumindest private Anlieferer das Altöl meist abgeben. Manchen Behörden nehmen 20 Kilo kostenlos an, andere generell nur fünf oder sieben Liter und verlangen eine Pauschalgebühr. Im Schnitt ist mit zwei bis drei Euro pro Liter zu rechnen.

Beachtenswertes zur Altölentsorgung

Sparsamkeit kann teuer werden

Auf den ersten Blick lohnt sich der Ölwechsel zuhause. Statt 60 bis 150 Euro in einer Werkstatt auszugeben, sind nur 30 bis 40 Euro für Öl und Filter sowie 3 bis 16 Euro für die Entsorgung aufzubringen.

Zu bedenken ist, dass auch bei sorgfältigem Vorgehen ein kleiner Ölunfall nicht auszuschließen ist. Dieser führt entweder zu einem hohen Bußgeld oder zu teuren Maßnahmen, um das Öl aufzufangen. Sicher ist es sinnvoller einen günstigen Betrieb zu suchen, der den Ölwechsel zu einem Preis von unter 100 Euro ausführt.

Wert der eigenen Arbeit in die Rechnung einbeziehen

Ein Ölwechsel in einer Grube oder unter einer Hebebühne auszuführen, ist kein Problem. Aber eine solche Ausrüstung steht wenigen Menschen zur Verfügung. Also heißt es, sich mit Folie und Kanister unter das Auto zu schlängeln und auf beengtem Raum die Ablassschraube zu lösen.

Achtung Postversand:

Da Altöl durch Benzin oder Dieselrückstände leichter brennt, zählt es meist als Gefahrgut. Es dürfen nur drei Liter in einem Paket versandt werden und das Öl muss in je Ein-Liter-Behältern aufgeteilt sein.

Diese akrobatische Übung ist mehrfach auszuführen, bis die Schraube wieder am Platz ist, Kanister und Folie neben dem Auto liegen und eine abschließende Kontrolle auf Dichtigkeit erfolgt ist. Für die gesamten Arbeiten benötigt man zwischen zwei und drei Stunden. Selbst wer nur den Mindestlohn rechnet, hat fiktiv für 17 bis 25,50 Euro gearbeitet. Oder soll die eigene Arbeit keinen Wert haben? Dieser Betrag ist zu den Kosten, den der Ölwechsel in Eigenregie verursacht, hinzuzurechnen. Damit kostet der Ölwechsel in Eigenregie mindestens 50 Euro.

Öl nicht mischen

Kein Betrieb und auch keine öffentlichen Entsorgungsstellen nehmen Altöl an, das mit Bremsflüssigkeit oder Lösungsmitteln verunreinigt ist. Sogar das Mischen von unterschiedlichen Altölen ist verboten. Die Entsorger kontrollieren in der Regel, ob in einem Behälter ausschließlich Altöl ist.

Wenn verschiedene Substanzen vermischt wurden, handelt es sich um Sondermüll. Dessen Entsorgung ist deutlich teurer. Altöl ist kein Müll, sondern ein Rohstoff, der sich aufbereiten lässt.

Checkbox zur Altölentsorgung

Vorbereitung des Ölwechsels:

  • Bei Gemeinde oder in Werkstätten fragen, was das Entsorgen von Altöl kostet.
  • Maximale Menge, die angeliefert werden darf, feststellen.
  • Geeigneten Behälter besorgen.
  • Öldichte Folie und Lappen bereitlegen.
  • Geeigneten Platz für den Ölwechsel auswählen (nicht in einem Wasserschutzgebiet).

Verhalten, wenn Öl auf den Boden oder ins Wasser gelangt:

  • Sofort mit Lappen aufnehmen.
  • Feuerwehr benachrichtigen, damit diese den Rest entfernt.

Nach erfolgreichem Ölwechsel:

  • Alle Behälter sorgfältig verschließen.
  • Auf Dichtigkeit prüfen.
  • Lappen in die Folie einschlagen, ölverschmierte Seite der Folie nach innen.
  • Behälter mit Öl auf die Folie stellen und in geschlossenen Garage unterbringen.
  • Nicht mehr als zehn Liter Altöl lagern.
  • Kanister, Folie und Lappen zu einer Annahmestelle bringen.
  • Kanister entleeren und verschmutzte Gegenstände abgeben.
Bildnachweis © pixabay.com