Außenfassade verputzen
Preis pro m²*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
28,87 €*
45,61 €
59,30 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet das Verputzen der Außenfassade?

Putz schützt das Mauerwerk und darf daher keine großen Schäden aufweisen. Daher ist das Erneuern von schadhaftem Putz enorm wichtig und auch ein Neubau darf nicht lange ohne ein schützendes Kleid stehen.

In der Regel ist eine Wärmedämmung zwingend erforderlich. Das schützt das Innere des Hauses effektiv vor Nässe und Kalte, verteuert die Angelegenheit allerdings erheblich.

Außenfassade verputzen: Kosten im Überblick

PostenOhne WämedammungMit Wärmedämmung
Gerüst 120 m²600 - 1.200 €600 - 1.200 €
Dämmstoff 110 m²-550 - 1.100 €
Putz 110 m²440 - 880 €440 - 880 €
Putzschienen 150 Meter300 - 450 €300 - 450 €
Summe Gerüst+Material1.340 - 2.530 €1.890 - 3.630 €
Dämmen 110 m²-1.650 - 4.950 €
Verputzen 110 m²2.750 - 6.050 €2.750 - 6.050 €
Summe Handwerkerkosten2.750 - 6.050 €4.400 - 11.000 €
Insgesamt4.090 - 8.580 €6.290 - 14.630 €

Service Beispiel

Zu verputzen ist eine Fassade mit einer Breite von 15 Metern und einer Höhe von acht Metern, also 120 Quadratmetern. Türen und Fenster haben eine Fläche von zehn Quadratmetern.

Die Kosten des Verputzens im Detail

Da ein Verputzen ohne Wärmedämmung kaum möglich ist, geht es im Folgenden um eine Aufschlüsselung der Kosten nach Dämmung, Verputzen und den jeweiligen Preisen für einen Handwerker.

Materialkosten – das kosten Dämmung und Putz

Für Dämmmaterial inklusive Kleber und Schrauben ist mit etwa 5 bis 10 Euro pro Quadratmeter zu rechnen. Die Kosten sind von der Art des Dämmmaterials und von der erforderlichen Dicke abhängig.

Bauarbeiten Gerüst Fassade
Eine Fassade wird verputzt.
Quelle © pixabay.com

Grundierung, Unter- und Oberputz kosten zusammen etwa vier bis acht Euro pro Quadratmeter. Die Preise hängen vom Material des Putzes und dem Dekor des Oberputzes ab. Des Weiteren sind Außenputzschienen, die pro Meter etwa 1,50 Euro kosten, erforderlich. Pro Quadratmeter sind im Schnitt 1,50 Meter Schienen notwendig, also für etwa zwei bis drei Euro.

Arbeitskosten - diese Kosten sind für den Handwerker zu erwarten

Das Anbringen einer Wärmedämmung berechnen die meisten Betriebe mit 15 bis 45 Euro. Die Kosten hängen von der Art des Dämmmaterials, dem Untergrund und der Dämmstoffdicke ab.

Für das Verputzen fallen etwa 25 bis 55 Euro an. Entscheidend ist, wie viele Aufträge nötig sind und ob der Untergrund aufwendig vorbereitet werden muss.

Das Gerüst kostet extra

Lediglich bei einem Bungalow ist ein Gerüst entbehrlich. Mit Auf- und Abbau und in der Regel einer Mietzeit von einem Monat fallen hierfür zwischen fünf und zehn Euro pro Quadratmeter an.

Beachtenswertes beim Verputzen der Außenfassade

Die Wahl des richtigen Dämmstoffes und Putzes ist wichtig. Hausherren sollten sich beraten lassen.

Verputzen ohne Dämmen

Die Energie-Einsparverordnung und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz zwingen zum Dämmen, wenn mehr als 10 Prozent der Fassade neu verputzt werden müssen. Aber es gibt Ausnahmeregelungen, denn die Baumaßnahme muss sich in angemessener Zeit amortisieren. Üblicherweise soll dies innerhalb von zehn Jahren geschehen.

§25 EnEV regelt die Befreiung vom Dämmzwang. Ein Gutachten, dem zu entnehmen ist, ob Dämmen rentabel ist, kostet etwa 1.000 Euro. Das Dämmen verschlingt für eine einzige Wand mehr als das Doppelte.

Die Komponenten müssen passen

Wichtiger Hinweis

Fachbetriebe sind schneller und arbeiten präziser als Heimwerker. Wer es trotzdem selber versuchen will, sollte mit einer dreimal längeren Mietzeit für das Gerüst kalkulieren.

Eine Außenwand ist ein System aus tragender Bausubstanz, Dämmung, Putz und Farbe. Es macht wenig Sinn, diffusionsoffene Wände mit dicht schließendem Material zu verschließen. Beim Dämmen ist generell auf diffusionsoffene Stoffe zu achten, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Feuchte Dämmstoffe sind so wirkungsvoll wie nasse Wollpullover. Beides kann nicht den Zweck erfüllen, für den es gedacht ist.

Eigenleistung ist kaum möglich

Fachbetriebe, die Verputzen, wenden in der Regel Spritztechniken an. Sie sind schneller und arbeiten präziser als Heimwerker. Hausherren, die es trotzdem selber versuchen wollen, sollten mit einer dreimal längeren Mietzeit für das Gerüst kalkulieren.

Selbst zu dämmen ist ohnehin nicht ratsam, da kleine Fehler verheerende Folgen haben. Durch Wärmebrücken kommt es zu Schimmelbefall. Natürlich unterlaufen auch Betrieben Fehler, aber sie sind versichert und die Beseitigung der Schäden gehen nicht zu Lasten des Hausbesitzers.

Checkliste für das Verputzen einer Außenfassade

Planung des Verputzens:
  • Falls nötig, Straße vor dem Haus sperren (mit Gemeinde abklären).
  • Für freie Zufahrt zum Haus sorgen.
  • Gerüst einen Tag vor Beginn der Arbeiten aufstellen lassen.
  • Für Wasser und Strom an der Baustelle sorgen.
Durchführung der Arbeiten:
  • Falls nötig, Straße vor dem Haus sperren (mit Gemeinde abklären).
  • Für freie Zufahrt zum Haus sorgen.
  • Gerüst einen Tag vor Beginn der Arbeiten aufstellen lassen.
  • Für Wasser und Strom an der Baustelle sorgen.
Abschließende Maßnahmen:
  • Sichtkontrolle des Putzes.
  • Gerüst abbauen lassen.
  • Flächen um das Haus reinigen.
  • Auf Schimmelbildung im Haus achten und den Fehler sofort reklamieren.
  • Putz regelmäßig auf Schäden kontrollieren und sofort ausbessern lassen.
Bildnachweis © pixabay.com