Auto lackieren
Was kostet es?*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
1.500 €*
2.700 €
6.300 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet das Lackieren eines Autos?

Ein neuer Lack für das Auto ist meist nach einem Blechschaden fällig. Viele Autobesitzer entscheiden sich für eine komplette Neulackierung, auch wenn eigentlich nur eine Teillackierung nötig ist.

Auto lackieren: Kosten im Überblick

PostenDurchschnittliche Kosten
Material bei Normallack130 - 170 €
Material bei Effektlack330 - 770 €
Vorbereiten/Lackieren normal1.800 - 3.300 €
Vorbereiten/Lackieren Effektlack2.250 - 3.850 €

Sie möchten Farbunterschiede vermeiden. Grundsätzlich gilt: Je älter der vorhandene Lack ist, umso größer sind die Schwierigkeiten, die Farbe des neuen Lacks dem vorhandenen anzupassen.

Die Herausforderungen die sich für eine makellose Autolackierung ergeben, erfordern großes handwerkliches Geschick. Im Falle Auto lackieren ist es lohnenswert, nicht unter eine gewisse Kostengrenze zu sinken, um ein hohes Schutzlevel für die Karosserie zu garantieren.

Seltener steckt der Wunsch nach einer farblichen Veränderung des Wagens hinter dem Wunsch, das Auto neu zu lackieren. Um einen verwitterten Lack auf Hochglanz zu bringen, ist es nicht nötig neuen Lack aufzubringen. Hier bietet sich eine Aufbereitung an, denn das Lackieren eines Autos ist aufwendig.

Die Kosten des Lackierens setzen sich aus Materialkosten und Arbeitskosten zusammen. Letztere sind der weitaus größere Posten. Dies liegt an der aufwendigen Vorbereitung, die nötig ist. Die kompletten Arbeiten muss ein Fachmann erledigen. Die Arbeiten erfordern Erfahrung und hochwertige Maschinen. Außerdem muss eine Halle mit einer ausgezeichneten Anlage, welche die Luft filtert, vorhanden sein.

Die Kosten, um ein Auto komplett zu lackieren, sind Kundenspezifisch und richten sich neben den individuellen Wünschen des Fahrzeughalters auch nach Größe des Autos sowie nach dessen Zustand.

MyHammer nennt hier durchschnittliche Preise für einen ersten Überblick. Die Preise für eine Autolackierung variieren von Region, Autowerkstatt und Automodell stark.

Materialkosten – was kosten Lack und Grundierung?

Ein Ausbau von Scheiben oder technischen Einheiten ist nicht nötig, da die modernen Lacke nicht eingebrannt werden. Aber der vorhandene Lack ist gründliche abzuschleifen manchmal bis zum Blech. Dies muss mit Gefühl erfolgen, damit es keine Dellen gibt.

Nun erfolgt das Abkleben der Scheiben und Anbauteile mit Spezialklebeband für etwa zwei Euro. Der Auftrag einer Grundierung kostet 20 bis 40 Euro, der notwendige Filler ebenfalls 20 bis 40 Euro.

Im letzten Arbeitsgang spritzt der Lackierer einen Basislack auf das Auto und eine Schicht Klarlack zum Schutz des Lacks darüber. Basislack kostet zwischen 70 und 150 Euro, Klarlack zwischen 20 und 40 Euro. Falls zusätzlich ein Effektlack gewünscht ist, verteuern sich die Materialkosten um 200 bis 500 Euro.

frisch lackiertes Auto
Ein frisch lackiertes Auto in neuem Glanz.
Quelle © pixabay.com

An Kleinteilen sind Schleifpapier, Silikonentferner, Handschuhe und Atemmasken erforderlich. Für dieses Material ist mit etwas 50 Euro zu rechnen. Die Kosten für diese Hilfsmittel sind in der Regel in den Stundensätzen enthalten.

Arbeitskosten – was kostet das Lackieren?

Die einzelnen Arbeitsschritte vom Abbauen der Anbauteile und dem Ankleben bis zum Anbau der Teile und dem Ablösen des Klebebandes, sind sehr zeitaufwendig. Wie lange der Lackierer benötigt, hängt vom Fahrzeugmodell und vom Zustand der Karosserie ab.

Wenn er zusätzlich entrosten muss oder Beulen zu verspachteln sind, ist der Arbeitsaufwand deutlich höher. Um einen Kleinwagen ordnungsgemäß vorzubereiten und zu lackieren sind mindestens 15 Stunden Arbeit nötig. 20 bis 30 Stunden sind ein realistischer Schätzwert für die meisten Fahrzeuge. Die Kosten und der zeitliche Rahmen einer Autolackierung lassen sich in einem Beratungsgespräch konkretisieren.

Autolackierer benötigen eine gut ausgerüstete Werkstatt mit einer aufwendigen Lüftung. Weder das Personal noch die Umwelt sollen den in den Lacken enthaltenen Lösungsmitteln ausgesetzt sein. Daher liegen die Stundenverrechnungssätze zwischen 90 und 120 Euro. Betriebe, die weniger als 50 Euro ansetzen, verfügen in der Regel nicht über eine Lackkabine mit Absaugung. Bei diesen besteht die Gefahr, dass sich Staub auf dem frischen Lack absetzt.

Arbeitskosten von 2.000 bis 4.000 Euro sind bei einer Volllackierung keine Seltenheit. Da einige der Vorarbeiten problemlos von handwerklich geschickten Autobesitzern ausgeführt werden können, bietet es sich an, den Wagen ohne Stoßstangen, Zierleisten und Außenspiegel in die Werkstatt zu fahren, um die Kosten der Demontage zu sparen.

Keine Wertsteigerung durch Neulackierung

Eine neue Lackierung des Autos steigert den Wiederverkaufswert nicht, es sei denn, es handelt sich um eine wertvolle Effektlackierung. Diese kann den Preis des Gebrauchtwagens erhöhen. Da aber die Lacke nicht jedem gefallen, kann eine solche Lackierung auch den Preis drücken.

Ein Umlackieren in eine andere Farbe ist meist problematisch, da der Innenraum nach dem Umgestalten nicht mehr zum Äußeren des Wagens passt. Auch das kann den Wert stark mindern.

Es ist nicht ratsam ein Auto zu lackieren, weil der Lack verwittert ist. Der alte Lack lässt sich für etwa 1.000 Euro auffrischen, ohne dass es zu einer Wertminderung kommt. Neuer Lack erweckt dagegen den Anschein, dass der Besitzer etwas verbergen möchte.

Andere Methoden der farblichen Neugestaltung des Autos

Wenn die Farbe des Autos nicht mehr gefällt, ist ein Folieren ratsamer als eine Neulackierung. Car-Wrapping kostet etwa 2.500 Euro. Damit ist die Folierung eine optische und preisliche Alternative zum Lackieren. Vor dem Verkauf lässt sich die Folie entfernen. Eventuell ist eine Aufbereitung zusätzlich sinnvoll, um Klebereste restlos zu beseitigen.

Das ist nach einem Unfallschaden zu beachten

Nach einem Unfall sind zunächst alle Spenglerarbeiten fachgerecht durchzuführen. Außerdem ist es sinnvoll das Fahrzeug neu zu vermessen. Die Rechnungen und die Protokolle sind später der Nachweis für eine ordnungsgemäße Reparatur. Erst wenn die Basis korrekt gerichtet ist, geht es an das Beseitigen von kleineren Beulen. Dies kann beim Lackieren geschehen.

Achtung: Eine Reparatur durch einen Fachmann stellt das Auto zu hundert Prozent wieder her. Spuren des Unfalls sind nach dem Lackieren nicht mehr zu sehen. Trotzdem darf niemand das Ereignis beim Verkauf verschweigen.

Checkbox Auto Lackieren

Vor dem Lackieren:
  • Alle Arbeiten an tragenden Teilen durchführen lassen.
  • Wenn nötig Teile wie Türen oder Kotflügel einbauen.
  • Betrieb für das Lackieren auswählen.
  • Ersatzfahrzeug für die Dauer des Lackierens besorgen (etwa eine Woche).
  • Zierleisten, Stoßfänger und andere Teile abbauen.
  • Auto in die Werksstatt bringen.
Nach den Lackierarbeiten:
  • In der Werkstatt gründlich kontrollieren ob im Lack Pickel, Nasen oder unterschiedlicher Glanz zu sehen ist.
  • Prüfen ob Fahrspuren an Gummi- oder Plastikteilen vorhanden sind.
  • Festgestellte Fehler sofort reklamieren.
  • Wagen in den nächsten Monaten nicht in der Waschstraße waschen.
  • Keine Lackaufbereitungsmittel oder Polituren verwenden.
  • Konservierer aus Acrylbasis oder Hartwachs schützen den Lack.

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