Auto überführen
Was kostet es?*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
175 €*
248 €
380 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet das Überführen eines Autos?

Als eine Überführung bezeichnet der Fachmann den Transport eines KFZ von einem zum anderen Ort.

KFZ überführen: Kosten im Überblick

PostenKosten
Zugfahrt Wiesbaden-Hamburg100 - 120 €
Taxifahrt Bahnhof-Standort des Fahrzeugsca. 15 €
Fahrt Hamburg-Frankfurt (Benzin/Öl) 520 km52 - 104 €
Taxifahrt zum Bahnhofca. 15 €
Zugfahrt Frankfurt-Wiesbadenca. 9 €
6 Stunden Ruhezeit je 2 - 2,50 Euro12 - 15 €
6 Stunden Arbeitszeit je 8,50 - 9 Euro51 - 54 €
Übernachtung-
Summe Kostenerstattung161 - 263 €
Summe Lohn63 - 69 €
Insgesamt224 - 332 €

Beispiel: Ein Auto soll von Hamburg nach Frankfurt überführt werden, der Fahrer reist aus Wiesbaden an.

Beim Auto zählen nicht nur die Frachten auf Lkws, Zügen oder Schiffen dazu. Auch eine Fahrt auf den eigenen Rädern im eigenen Auto, die lediglich zum Wechseln eines Standorts dient, ist eine Überführung.

Solche Transporte fallen zum Beispiel beim Kauf eines Neuwagens an. Häufig sind auch Dinge wie Unfälle, Pannen, Reparaturbedarf oder eine Krankheit des Fahrers der Grund für die Überführung des Wagens. Bei fahrbereiten und zugelassenen Autos bietet es sich an, einen Fahrer zu beschäftigen, der den Wagen abholt und auch gleich zum gewünschten Ort bringt. Statt der Eigenachsüberführung ist eine Fracht auf einem Autotransporter möglich. Diese Option ist besonders bei einem beschädigten Fahrzeug sehr üblich.

Kosten der Autoüberführung im Detail

Die Überführung bei einem Neuwagenkauf liegt in den Händen des Verkäufers. Dieser berechnet dem Käufer eine Pauschale. Wer einen Neuwagen erwirbt, hat absolut keinen Einfluss auf die Höhe der Überführungskosten. Selbst eine Abholung im Werk, wird inzwischen in Rechnung gestellt.

Ganz anders sieht es bei einer Überführung des eigenen Wagens aus. Hier kann der Besitzer viele verschiedene Entscheidungen treffen und hat zusätzlich noch die Möglichkeit, durch das Vergleichen von Preisen eine Menge Geld zu sparen.

So setzt sich der Preis der Überführung zusammen

Bei der Eigenachsüberführung ist die Anfahrt des Fahrers, der Verbrauch des eigenen Wagens und die Rückfahrt des Fahrers zu bezahlen. Diese Faktoren hängen von der Entfernung ab, die zurückzulegen ist. Hier ist wenig Sparpotenzial enthalten. Das gilt auch für Mautgebühren bei einer Fahrt durch das Ausland.

Wie viel Benzin und Öl der Wagen pro 100 Kilometer verbraucht, ist meist bekannt. Ohne Wertverlust, Steuern und Versicherung ist mit etwa 0,10 bis 0,20 Euro pro Kilometer zu rechnen. Über die Höhe von Mautgebühren auf der geplanten Strecke kann ein Automobilclub informieren. Der Fahrer reist meist mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Ein Bahnticket 2. Klasse wird üblicherweise in Rechnung gestellt.

Der Fahrerlohn ist frei verhandelbar. Natürlich sollte dieser nicht unter dem Mindestlohn von zirka 8,84 Euro liegen. Arbeitszeit ist die Fahrzeit mit dem Auto, aber auch die Zeit, die für Anfahrt und Rückfahrt erforderlich ist. Da letztere Zeiten als Ruhezeiten angesehen werden können, darf der Lohn hierfür auch niedriger sein.

Überführung per Eisenbahn
Auch per Bahn werden Autos überführt.
Quelle © pixabay.com

Betriebe verlangen meist für die gesamte Zeit der Beschäftigung einen Betrag zwischen acht und zwölf Euro pro Stunde. Die Lohnkosten betragen in diesen Fällen also für die genannte Überführung 96 bis 144 Euro, die Gesamtkosten steigen auf 257 bis 407 Euro. Eine Überführung mit einem Autotransporter kostet etwa 400 bis 450 Euro.

So setzt sich der Preis der Überführung zusammen

Wenn das Auto keine Zulassung hat, aber fahrbereit ist, benötigt der Fahrer ein Überführungskennzeichen. Dieses kostet etwa 25 bis 30 Euro. Für eine Fahrt zum TÜV sind ebenfalls im Schnitt 25 bis 30 Euro zu entrichten, zuzüglich der Gebühren des Überwachungsvereins.

Viele Betriebe lassen das Fahrzeug auch zu, den Service berechnen sie mit 25 bis 30 Euro. Dazu kommen die Kosten für das Kennzeichen und die Gebühren der Behörde.

Falls eine Übernachtung notwendig ist, verlangen die Betriebe in der Regel eine Pauschale von 50 bis 60 Euro. Wenn die Fahrt länger als acht Stunden dauert, ist eine Übernachtung angemessen.

Beachtenswertes bei Autoüberführungen

Der Halter ist auch bei einer Überführung für das Fahrzeug verantwortlich. Das ist bei der Wahl des Unternehmens zu berücksichtigen. Im Rahmen von Schutzbriefen kann der Transfer kostenlos sein, sofern beim Auftrag keine Fehler unterlaufen.

Klären, ob eine kostenlose Überführung möglich ist

Viele Kraftfahrer haben bei einem Automobilclub oder bei ihrer Autoversicherung einen Schutzbrief abgeschlossen. Dieser beinhaltet meist auch Überführungskosten, sofern diese aufgrund einer Panne, eines Unfalls oder wegen Krankheit/Verletzung des Fahrers nötig ist.

Die Aussteller des Schutzbriefes arbeiten üblicherweise mit bestimmten Unternehmen zusammen. Daher ist es wichtig, sich zuvor zu erkundigen, unter welchen Bedingungen die Schutzbriefversicherung eintritt.

Die Wahl des Überführungsunternehmens

Automobilclubs helfen bei der Suche nach einer Firma die Fahrzeuge überführt. Es ist aber ratsam, sich noch alternative Angebote einzuholen. Das wichtigste Auswahlkriterium ist der Versicherungsschutz des Unternehmens. Eine normale Betriebshaftpflicht reicht nicht aus. Das Risiko von Überführungsfahrten muss eingeschlossen sein. Auch ein guter Fahrer kann während der Fahrt einen Unfall verursachen

Die niedrigsten Kosten dürfen nicht den Ausschlag geben. Gute Fahrer und eine ausreichende Versicherung haben ihren Preis.

Rechtlich auf der sicheren Seite sein

Der Fahrer muss sich ausweisen und seinen Führerschein vorlegen können. Wenn möglich sollte vor der Abfahrt mit dem Auto von beidem eine Kopie angefertigt werden.Ein Übergabe-Protokoll ist selbstverständlich. Vorhandene Mängel und wertvolles Zubehör sind darin aufzulisten. Da Wertgegenstände wie eine Kamera oder ein Laptop nicht versichert sind, sollten diese nicht im Fahrzeug bleiben.

Bei der Ankunft ist anhand des Protokolls nachzuprüfen, ob das Fahrzeug im selben Zustand ist, wie bei der Übernahme. Der Fahrer sollte außerdem schriftlich erklären, dass es unterwegs keine besonderen Vorkommnisse (in Radarfalle geraten, Unfall etc.) gab beziehungsweise das Ereignis genau benennen.

Checkliste für die Überführung eines Autos

Die Suche nach einem Überführungsunternehmen:

  • Umfang der gewünschten Leistung festlegen.
  • Mit Schutzbriefversicherung klären, ob diese eintritt und was zu beachten ist.
  • Automobilclub nach Überführungsfirmen fragen.
  • Arbeiten ausschreiben, Leistung genau benennen und auf notwendigen Versicherungsschutz hinweisen.
  • Übliche Kosten mit Hilfe der Tabelle abschätzen.

Vor der Überführungsfahrt:

  • Ausweis und Führerschein des Fahrers kontrollieren.
  • Daten aus den Papieren aufnehmen und diese kopieren.
  • Übergabeprotokoll anfertigen (Fahrer und Aushändiger des Autos müssen unterschreiben).

Nach der Überführung:

  • Fahrzeug anhand des Protokolls abnehmen.
  • Mängel aufführen, Mängelprotokoll und Empfangsquittung unterschreiben.
  • Fahrer um schriftliche Erklärung über besondere Vorkommnisse bitten.
Bildnachweis © pixabay.com