Baugrube ausheben
Was kostet es?*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
2.900 €*
11.594 €
25.324 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet das Ausheben einer Baugrube?

Obwohl jeder Bauherr weiß, dass am Anfang eines Bauprojekts eine Grube auszuheben ist, übersieht er oft die Kosten, die dadurch entstehen.

Baugrube ausheben: Kosten im Überblick

PostenKosten
Aushub 300 m³10.500 €
Transport 250 m³2.500 €
Gesamtbetrag13.000 €

300 m³ Aushub, 50m³ Oberboden verbleibt auf dem Grundstück. Die Firma berechnet in einer Mischkalkulation nach dem Tarif für die Bodenklasse 4.

Damit sich der Bau nicht unerwartet verteuert sollte sich jeder Grundstücksbesitzer einen Überblick über die zu erwartenden Kosten verschaffen, die nicht unerheblich sind.

Die Kosten im Detail

Die Preise der Firmen orientieren sich am Gesamtvolumen des Auftrags, an der Zugänglichkeit und an der Bodenklasse. Diese sind von 1 bis 7 unterteilt. Boden der Klasse 1 ist reiner Oberboden, bei 2 handelt sich um leicht zu lösenden Boden. Meist handelt es sich um Boden der Klassen 3, 4 oder 5, also mittelschwer zu lösendes Gemisch. Die Bodenklasse 7 ist Fels.

Damit ist für das Ausheben zu rechnen

Wenn es ist um einen leicht zu lösenden Boden handelt, kostet der Aushub zwischen 16 und 20 Euro pro Kubikmeter. Bei felsigem Untergrund steigen die Preise auf 80 bis 90 Euro. Mittelschwere Böden heben die meisten Betriebe für 30 bis 40 Euro aus.

Abtransport und Lagerung des Oberbodens

Oberboden kann auf dem eigenen Grundstück verbleiben, um damit später Beete anzulegen, der restliche Aushub ist auf einen Deponie zu verbringen. Sofern es sich um sauberen Boden handelt, der nicht mit Schadstoffen kontaminiert ist, kostet dies zwischen acht und zwölf Euro pro Kubikmeter.

Bachtenswertes beim Ausheben einer Baugrube

SelfHTML-Logo
Hier wurde eine große Baugrube ausgehoben.
Quelle © pixabay.com

Im Netz finden sich viele Tipps, wie Bauherren kosten sparen können. Die meisten sind unrealistisch oder gesetzeswidrig.

Größe der Baugrube berechnen

Einige Hinweise zielen darauf ab, die Grube möglichst klein auszuheben. Hier ist zu bedenken, dass mit Perimeterdämmung rings um das Fundament ein Bewegungsraum von mindestens einem Meter gegeben sein muss. Damit ausreichend Platz für den Dämmstoff ist, sollte in der Länge und der Breite jeweils drei Meter zugegeben werden.

Wenn das Haus die Grundfläche von 10 x 10 Metern aufweist, sind also 13 x 13 Meter auszubaggern. Bei einer Tiefe von drei Metern, fallen also 507 Kubikmeter Aushub an. Es macht keinen Sinn nur auf einer Fläche von 11 x 11 Metern auszuheben. Dies verringert die Menge ohnehin nur um 144 Kubikmeter.

Aushub nicht selber entsorgen

Ein beliebter Tipp ist, zum Selbstentsorgen des Aushubs zu raten. Wenn nicht zufällig in der Nachbarschaft eine Lärmschutzwand größere Mengen Erdreich erfordert, ist dies kaum möglich. Der Transport von mehreren 100 Kubikmeter Erdreich ohne LKW oder Traktor ist eine gigantische Aufgabe deren Bewältigung unwahrscheinlich ist.

Darüberhinaus, darf Oberboden nicht verschlechtert werden. Daher besteht die Option Aushub auf Feldern zu verteilen, nicht.

Checkliste für das Ausheben einer Baugrube

Vor dem Aushub:
  • Größe der Baugrube ermitteln.
  • Aushub in Kubikmeter errechnen.
  • Bodenklasse in Erfahrung bringen.
  • Zugänglichkeit des Grundstücks abschätzen.
  • Überlegen, ob Oberboden auf eigenem Grund bleiben kann.
  • Arbeiten ausschreiben.
Ausheben der Grube:
  • Fachbetrieb beauftragen.
  • Areal abstecken.
  • Von Gestrüpp und groben Verunreinigungen befreien.
  • Für Zugang mit schwerem Gerät sorgen.
Abschließende Maßnahmen:
  • Bescheinigung über das Entsorgen ausstellen lassen.
  • Maße der Baugrube kontrollieren.
  • Areal sichern, damit niemand in die Grube fallen kann..
Bildnachweis © pixabay.com