Betonsanierung
Kosten pro m²*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
180 €*
359,71 €
570,30 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet eine Betonsanierung?

Poren in unversiegeltem Beton lassen Wasser eindringen. Dieses dehnt sich bei Frost aus - es entstehen Risse und Ausbrüche.

Sofern es sich nur um rein mechanische Schäden handelt, entstehen für die Sanierung nur geringe Kosten. Wenn Sauerstoff, Wasser oder Säuren wirken, kann aber auch der darin liegende Baustahl rosten.

Das Volumen des Stahls nimmt zu, dessen Tragfähigkeit ab. Das Entfernen des schadhaften Betons und Entrosten des Stahls sind unumgängliche Maßnahmen. Erst danach ist ein neuer Aufbau möglich. Dies verursacht beträchtliche Kosten.

Betonsanierung: Kosten im Überblick

PostenJe QuadratmeterBalkon 15 m2
Korrosionsschutzca. 1 €ca. 15 €
Sanierbeton10 - 40 €150 - 600 €
Versiegelung4 - 5 €60 - 75 €
Summe Material 15 - 46 €225 - 690 €
Abtragen/Entrosten/Aufbau250 - 400 €3.750 - 6.000 €
Abtragen/Entrosten/Aufbau250 - 400 €3.750 - 6.000 €
Versiegeln10 - 15 €150 - 225 €
Summe Handwerkerkosten260 - 415 €3.900 - 6.225 €
Summe Material 265 - 441 €4.125 - 6.915 €

Die Kosten für das Sanieren können deutlich höher liegen, wenn ein Gebäude bereits baufällig ist, da in diesem Fall Stützen erforderlich sind und auch ein neues Stahlgerüst eingesetzt wird.

Das Beheben kleinerer Schäden, bei denen die Stahlträger keinen Rost zeigen, kostet mit Versiegelung nur 66 bis 120 Euro pro Quadratmeter. Für den Balkon würden also lediglich Kosten in Höhe von 1.000 bis 1.800 Euro anfallen

Die Kosten im Detail

Riss in Beton
Risse im Beton? Eine Betonsanierung ist notwendig.
Quelle © pixabay.com

Die Kosten einer Betonsanierung hängen vom Umfang der vorhandenen Schäden ab. Auch wie gut sich der Beton erreichen lässt, wirkt sich auf den Preis der Maßnahme aus.

Die Materialkosten sind gering

Sofern keine Roststellen sichtbar sind genügt es, Risse und Ausbrüche zu verfüllen. Es ist für etwa zwei bis drei Euro Füllmasse erforderlich.

Wenn der Baustahl bereits rostet, ist dieser freizulegen, zu entrosten und mit Rostschutzfarbe zu streichen. Rostschutzfarbe kostet etwa einen Euro pro Quadratmeter. Der Spezialmörtel zum Ersetzen des abgetragenen Materials kostet zwischen 10 und 40 Euro pro Quadratmeter.

Um neue Schäden zu vermeiden, ist eine Versiegelung nötig. Diese Flüssigkeiten kosten zwischen vier und fünf Euro pro Quadratmeter.

Diese Kosten sind für den Handwerker zu erwarten

Für das fachgerechte Verfüllen von Rissen und Ausbrüchen fallen zwischen 50 und 100 Euro pro Quadratmeter an. Der Betrieb presst dünnflüssigen Beton in alle Risse, damit diese nicht nur oberflächlich verschlossen werden.

Bei Rostschäden muss der Betrieb den zersetzten Beton abtragen und das Stahlgerüst sandstrahlen. Danach streicht er den Stahl mit Korrosionsschutzmittel und baut den Beton schichtweise mit Sanierbeton auf. Dies verschlingt zwischen 250 und 400 Euro pro Quadratmeter.

Das Versiegeln berechnen die Betriebe in der Regel mit 10 bis 15 Euro. Dieser Betrag beinhaltet mindestens zwei Anstriche.

Beachtenswertes bei der Betonsanierung

Information

Beton nimmt Kohlendioxid aus der Luft auf. Der pH-Wert sinkt und damit auch der Rostschutz. Alle Bauteile, die der Witterung ausgesetzt sind, benötigen daher einen Schutzanstrich.

Die Höhe der Kosten steigt beträchtlich mit dem Ausmaß der Schäden. Es macht aber keinen Sinn, bei den Maßnahmen zu sparen.

Bei Rost immer einen Fachmann rufen

Das Rosten des Stahls im Inneren des Betons bleibt oft lange Zeit unbemerkt. Die Stahlträger nehmen an Volumen zu und üben Druck auf den Beton aus. Es braucht aber manchmal Jahre, bis der Beton bricht. Erste Anzeichen sind rostige Stellen. Sobald sich diese zeigen, sollte sofort ein Fachmann für Betonsanierung einschreiten. Da die Größe des Schadens zu diesem Zeitpunkt noch gering ist, sind keine sehr umfangreichen Arbeiten erforderlich.

Beton alleine bietet keinen Rostschutz

Stahlbeton galt lange Zeit als pflegeleichter Baustoff, da Beton aufgrund des hohen pH-Wertes, Rost an Baustahl verhindert. Aber an vielen Bauteilen nimmt das Material nach und nach Kohlendioxid aus der Luft auf. Der pH-Wert sinkt und damit auch der Rostschutz. Alle Bauteile, die der Witterung ausgesetzt sind, benötigen daher einen Schutzanstrich. Dieser sollte frühzeitig erfolgen, bevor der Beton sich chemisch in den sauren Bereich verändert hat.

Möglichkeiten, bei der Sanierung zu sparen

Sofern das Gebäude nicht baufällig ist, kann jeder kräftige Heimwerker den schadhaften Beton selber entfernen und das Stahlgerüst freilegen. Um dieses sorgfältig zu entrosten, ist ein Sandstrahler nötig. Dies ist daher Aufgabe des Fachbetriebs. Der schichtweise Aufbau sollte ebenfalls durch den Fachmann erfolgen. Der abschließende Anstrich ist einem geübten Heimwerker möglich.

Checkliste für die Betonsanierung

Erste Schritte der Sanierung:
  • Beton auf Risse, Abplatzung und Rostflecken untersuchen.
  • Umfang der Schäden erfassen.
  • Arbeiten ausschreiben und Betrieb auswählen.
Den Beton sanieren:
  • Mit dem Betrieb vor Ort den genauen Ablauf festlegen.
  • Absprechen, welche Vorarbeiten geleistet werden.
  • Angebot aufgrund dieser Daten erstellen lassen.
  • Betrieb beauftragen und Termin vereinbaren.
  • Vorarbeiten erledigen.
  • Für Wasser, Strom und Zugang zum Baubereich sorgen.
Weitere Maßnahmen:
  • Anweisungen des Betriebs bezüglich Wartezeiten beachten.
  • Den Beton jährlich auf Schäden untersuchen.
  • Auch kleinste Risse vor dem Winter verfüllen.
  • Wenn nötig, Versiegelung erneuern.
Bildnachweis © pixabay.com