Boden ausgleichen
Was kostet es?*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
150 €*
615 €
1.800 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet Boden ausgleichen?

Ein unebener Boden ist ein großes Problem, wenn ein neuer Bodenbelag den Raum verschönern soll. Mit Ausgleichsmasse lassen sich Vertiefungen auffüllen. Je nach benötigter Stärke fallen hierfür erhebliche Kosten an.

Boden ausgleichen: Kosten im Überblick

KostenPosten
Netze60 – 120 €
Ausgleichsmasse450 - 900 €
Gießen90 – 180 €
Schleifen30 - 60 €
Gesamtsumme690 - 1.380 €

Beispielrechnung: In einer 30m² Küche sollen Fliesen auf Holzdielen verlegt werden. Im Schnitt sind 5mm an Boden auszugleichen.

Die Kosten im Detail

Fließestrich ist günstiger als Ausgleichsmasse, aber der Boden ist für einige Tage nicht nutzbar, weil er nicht betreten werden darf. Bauherren sollten daher beide Alternativen abwägen.

Diese Materialkosten fallen an

Ausgleichsmasse eignet sich für Schichtdicken von 1 bis 30 Millimeter. Pro Millimeter Dicke ist pro Quadratmeter mit drei bis sechs Euro zu rechnen.

Fließestrich eignet sich zum Ausgleich größerer Vertiefungen. Pro Zentimeter Dicke ist mit 10 bis 15 Euro pro Quadratmeter zu rechnen.

Boden nivellieren
Boden ausgleichen: Die dünnflüssige Ausgleichsmasse verteilt sich nach dem Gießen von alleine gleichmäßig
Quelle © Fotolia/wsf-f

Eine Schicht von drei Zentimetern Ausgleichsmasse, kostet also zwischen 90 und 180 Euro, eine entsprechend starke Schicht Estrich ist mit 30 bis 45 Euro zu veranschlagen.

Hinweis: Es genügt meist, vollflächig eine Schicht von fünf bis zehn Millimetern aufzutragen. Dabei verfüllen sich einzelne größere Vertiefungen automatisch.

Mit diesen Kosten ist für die Bodenausgleichs-Arbeiten zu rechnen

Fachbetriebe veranschlagen zwischen fünf und zehn Euro für das Gießen. Ein abschließendes Schleifen bieten diese für einen bis zwei Euro an. Um eine absolut glatte Fläche zu bekommen, ist das Schleifen dringend zu empfehlen.

Beachtenswertes beim Ausgleichen eines Bodens

Es darf keine Spannung zwischen dem Belag und dem Untergrund entstehen. Die Auswahl des Materials ist daher Aufgabe eines Fachmanns. Heimwerker können allerdings einige Vorarbeiten übernehmen.

Funktion der Ausgleichsmasse

Generell ist zu prüfen, ob eine Dämmung (Wärme, Trittschall) nötig ist und ob diese genügend ausgleichend wirkt, Fachbetriebe stehen mit Rat zur Seite.

Der Ausgleich soll Unebenheiten im Boden nivellieren. Gleichzeitig dient er dem Entkoppeln von Untergrund und Belag. Bei elastischen weichen Böden sind Bewegungen des Untergrunds wenig problematisch, dafür machen sich bereits kleine Senken stark bemerkbar. Starre Fliesen gleichen kleine Höhenunterschiede aus, reißen aber, wenn der Untergrund sich ausdehnt.

Achtung

Laminat, Dielen und Parkett können zwar minimale Höhendifferenzen verkraften, es kann aber zu unangenehmem Knirschen und Knarren kommen.

Laminat, Dielen und Parkett können minimale Höhendifferenzen verkraften und auch Bewegungen des Untergrundes. Es kann aber zu einem unangenehmen Knirschen und Knarren kommen.

Notwendige Vorarbeiten beim Bodenausgleich

Heimwerker können die folgenden Vorarbeiten problemlos selbst erledigen. Natürlich erledigen dies auch Fachbetriebe gegen einen Aufpreis.

Der Boden muss sauber sein. Nägel oder Schrauben dürfen nicht herausstehen. Dielen sind fest mit dem Untergrund zu verschrauben. Ferner ist es wichtig, die Fußleisten zu demontieren.

Um sparsam mit der teuren Ausgleichsmasse umzugehen, macht es Sinn, größere Vertiefungen aufzufüllen. Bei Holzböden geschieht dies mit Spachtelmasse für Holz. Ansonsten kommen Kunstharzspachtel oder Zement infrage. Unter Umständen ist außerdem ein Haftgrund aufzutragen.

Checkliste für den Ausgleich eines Bodens

Erste Maßnahmen:
  • Größe in Quadratmetern bestimmen.
  • Tiefe von Senken und Kuhlen ausmessen.
  • Feststellen, aus welchem Material der Untergrund besteht.
  • Entscheiden, ob eine Dämmung notwendig ist.
  • Bodenbelag auswählen.
Fachkräfte einbeziehen:
  • Arbeiten mit allen Angaben ausschreiben.
  • Angebote vergleichen und Vorgespräch führen.
  • Ratschläge vom Fachmann erbitten.
  • Vorarbeiten absprechen.
  • Termin vereinbaren.
Boden ausgleichen:
  • Vereinbarte Vorarbeiten rechtzeitig erledigen.
  • Handwerkern den Zugang zu Strom, Wasser und Boden ermöglichen.
  • Nach dem Ausgleich die Wartezeiten für das Betreten einhalten.
  • Mit einer Richtlatte prüfen, ob der Boden eben ist.
  • Bodenbelag verlegen (lassen).
Bildnachweis © pixabay.com