Bohrung für Erdwärme
Was kostet es?*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
1.456 €*
5.513 €
10.500 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet eine Bohrung für Erdwärme?

Heizen mit einer Wärmepumpe die Erdwärme nutzt, ist günstig. Allerdings sind die Kosten für die Erdbohrung bei der Installation mit zu berücksichtigen.

Bohrung für Erdwärme: Kosten im Überblick

PostenKosten
Genehmigung Landratsamt150 – 500 €
Einrichten der Baustelle250 – 750 €
Bohren 75 m2.250 – 5.250 €
Verbessertes Pressmaterial150 - 375 €
Tiefbauarbeiten 15 m450 – 750 €
Liquid 5 Liter5 – 10 €
Verteiler/Sonde500 – 600 €
Verteilerschacht250 – 350 €
Absperrungen150 – 200 €
Entsorgung Bohrgut300 – 400 €
Gesamtsumme4.455 – 9.185 €

Beispieltabelle: Für die Wärmeversorgung ist ein Bohrloch mit einer Tiefe von 75 Metern notwendig. Von der Bohrstelle zum Haus sind 15 Meter Rohrleitung zu verlegen.

Die Kosten einer Erdbohrung im Detail

Die Höhe der Kosten hängt einer Bohrung für Erdwärme hängt von vielen Faktoren ab. Eine allgemeine Aussage kann daher nicht getroffen werden. Neben der Bohrtiefe kommt es auf die Leistung der Wärmepumpe, den Untergrund und auch auf die Lage der Bohrstelle an.

Kosten für die Genehmigung einer Erdbohrung

Jede Bohrung bedarf einer Genehmigung durch das zuständige Landratsamt für diese ist mit 150 bis 500 Euro an Kosten zu rechnen. Wenn tiefer als 100 Meter zu bohren ist, kommt auch das Bergrecht zum Tragen. Diese Genehmigung kostet zwischen 80 und 200 Euro. Für die Einrichtung der Baustelle fallen weitere 250 bis 750 Euro an.

Kosten für das Bohren und den Anschluss

Das Bohren ist mit 30 bis 70 Euro pro Meter zu veranschlagen. In diesen Preisen ist der Sondeneinbau und das Verpressen des Bohrlochs enthalten. Wenn ein thermisch hochwertigeres Material gewünscht ist erfolgt ein Zuschlag von zwei bis fünf Euro.

Für den Anschluss der Wärmepumpe sind Zuleitungen erforderlich. Diese bedingenTiefbauarbeiten, die mit 30 bis 50 Euro pro Meter zu veranschlagen sind. Leitungen und Sonden werden mit einer Flüssigkeit befüllt, die zwischen einem und zwei Euro pro Liter kostet.

Für den Verteiler und die Sondenverlängerung ist mit 500 bis 600 Euro zu rechnen, der Verteilerschacht verursacht 250 bis 350 Euro an Kosten. Die Absperrung zum Hausanschlussraum schlägt mit 150 bis 200 Euro zu Buche.

Um das Bohrgut zu entsorgen, ist ein Container erforderlich. Bei einer Tiefe von 75 Metern fallen etwa 10 Kubikmeter an. Es ist mit 300 bis 400 Euro zu rechnen.

Beachtenswertes bei Erdbohrungen und Erdwärme

Die erforderliche Bohrtiefe hängt vom Untergrund und der Leistung ab. Die Kosten pro Meter variieren je nach Härte des Bodens. Generell ist eine gute Planung von großer Bedeutung.

Erdbohrung Erdwärme Kosten
Die Kosten für eine Erdbohrung sind je nach Gegebenheiten sehr unterschiedlich.
Quelle © pixabay.com

Erste Schritte vor der Bohrung

Ohne Heizlastberechnung und eine geothermische Standortbewertung (EED-Simulation) sowie Kenntnisse der Geologie der Region, ist jede Tiefenbohrung ein Glücksspiel. Gute Betriebe verlangen meist höhere Preise pro Meter, wenn sie über die entsprechenden Kenntnisse verfügen. Sie berechnen auch die Bohrlochtiefe und Bohrlochanzahl.

Eine Genehmigung ist nicht immer erforderlich, aber die Bohrung ist anzuzeigen. Die Behörden erteilen Auflagen, die genau zu beachten sind. Außerdem ist ein Abstand zum Nachbargrundstück einzuhalten beziehungsweise die Genehmigung des Eigentümers zur Bohrung notwendig. Im Rahmen der behördlichen Erlaubnis ist auch zu klären, wie Bohr- und Grundwasser getrennt gehalten werden beziehungsweise wie die Abfuhr erfolgen muss.

Wichtig:

Die Bohrfirma benötigt eine Zertifizierung nach den Technischen Regel DVGW W120-2 und es muss ein Nachweis über den Abschluss einer verschuldensunabhängigen Versicherung, die bohrungsbedingte Sachschäden abdeckt, erbracht werden.

Einen Fachbetrieb finden

Hier ist es wichtig, weniger auf den Preis zu achten als auf die Qualität. Der Auftrag muss an ein nach DVGW-Arbeitsblatt W120 zertifiziertes Unternehmen gehen. Ein Betrieb der über fachkundiges geschultes Bohrpersonal verfügt und Erfahrung am Einsatzort hat, ist vorzuziehen. Er sollte unbedingt alle Arbeiten detailliert protokollieren.

Fördermittel für Wärmepumpen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt eine Förderung in Höhe von 100 Euro pro Kilowatt, mindestens jedoch 4.500 Euro für Heizungen, die mit einer Erd-Wärmepumpe betrieben werden, wenn eine Bohrung erfolgt und weitere Bedingungen erfüllt sind.

Checkliste für die Durchführung einer Erdbohrung für Erdwärme

Planung der Bohrung:
  • Mit einem Heizungsbauer klären, welche Bohrtiefe vermutlich notwendig ist.
  • Exakten Ort der Bohrung festlegen.
Fachbetrieb suchen und auswählen:
  • Arbeiten ausschreiben und erwähnen, welche Zertifizierung vorhanden sein muss und dass Erfahrungen vor Ort erwünscht sind.
  • Bis zu drei Fachbetriebe auswählen und einen Beratungstermin vereinbaren.
  • Exakten Kostenvoranschlag nach dem Besichtigungstermin verlangen.
  • Sich für einen Betrieb entscheiden.
Weitere Maßnahmen:
  • Finanzierung klären und Fördermittel beantragen.
  • Termin für die Bohrung festlegen.
  • Heizung anschließen lassen.
Bildnachweis © pixabay.com

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