Chiptuning
Was kostet es?*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
280 €*
460,71 €
750 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet Chiptuning?

Autofahrer, die noch ein paar Kilowattstunden mehr aus ihrem Motor herausholen möchten, lassen gerne und häufig ein Chiptuning vornehmen. Dieses verändert die gesamte Elektronik moderner Fahrzeuge und steigert auf diese Art und Weise die Leistung des Motors.

Ein elektronisches Tuning gilt mitunter als die günstigste Methode, ein Auto leistungsstärker bzw. schneller zu machen. In der Regel ist nach dem Tuning allerdings mit einem deutlich höheren Kraftstoffverbrauch zu rechnen.

Chiptuning: Kosten im Überblick

PostenTuning mit BoxUmprogrammierung
Material350 bis 450 €-
Einbau50 - 100 €300 - 400 €
Gesamtkosten400 - 550 €300 - 400 €
Zusätzliche Kosten--
TÜV-Abnahme25 - 300 €25 - 300 €
Eintrag in die Papiere30 - 50 €30 - 50 €
Garantie pro Jahr100 - 300 €100 - 300 €

Service Beispiel

Für das Tuning eines VW Golf 1.9 TDI, 1896ccm, 85kW (116PS) ist mit diesen Beträgen zu rechnen.

Die Kosten im Detail

Da es diverse verschiedene Verfahren gibt, die unter dem Begriff Chiptuning zusammengefasst werden, sind allgemeingültige und pauschale Aussagen nicht möglich.

Materialkosten – kosten für die Hardware

Eine Chiptuning-Box kostet zwischen 100 und 800 Euro. Die Kosten hängen vom Fahrzeugtyp und von der genauen Art der Beeinflussung des Motors ab.

Chiptuning Motor
Für das Umprogrammieren eines Motors werden 200 bis 500 Euro verlangt.
Quelle © pixabay.com

Es bestehen aber auch die Optionen nur einen Widerstand für wenige Cent einzubauen oder ganz ohne Teile die Motorsteuerung zu verändern.

Kosten für den Einbau

Das sogenannte „10-Cent-Tuning“, bei dem nur ein Widerstand zwischen einem Temperaturgeber und dem Motorsteuergerät eingebaut wird, kostet in der Regel 50 Euro. Auch der Einbau einer Box schlägt meist nur mit 50 bis 100 Euro zu Buche. Deutlich teurer wird eine neue Motorsteuerung. Für das Umprogrammieren verlangen die Werkstätten 200 bis 500 Euro.

Bachtenswertes beim Chiptung

Der Wunsch nach mehr Leistung des Motors ist einfach zu erfüllen, birgt aber einige Risiken. Außerdem sind rechtliche Regeln zu beachten.

Technische Probleme beim Tuning

Das Chiptuning greift in die Motorsteuerung ein. Dadurch steigen der Verbrauch und die Belastung des Motors. Einige Hersteller haben daher eine Schutzsoftware installiert, welche Veränderungen verhindert oder wieder rückgängig macht. Generell besteht die Gefahr, dass der Motor durch das Tunen einen Totalschaden erleidet. Mit einem vorzeitigen Ausfall ist auf jeden Fall zu rechnen.

Rechtliches zum Chiptuning

Jeder Eingriff in die Motorsteuerung muss von einem Gutachter abgenommen, bestätigt und von der Zulassungsstelle in die Kraftfahrzeugpapiere eingetragen werden. Wenn die Teile einen ABE haben oder die Methode eine Zulassung hat, genügt ein Vorführen und es fallen nur geringe Kosten an. Unter Umständen müssen die Abgaswerte, die Bremsen, das Fahrwerk und die Bereifung verändert und begutachtet werden.

Hinweis: Ein Tuning jeglicher Art, das nicht eingetragen wird, führt zu einem Verlust der Betriebserlaubnis des Fahrzeugs und des Versicherungsschutzes.

Die Herstellergarantie des Fahrzeugs erlischt in der Regel durch das Tuning völlig. Einige Fachbetriebe übernehmen diese Garantieleistungen gegen eine Zusatzgebühr.

Wichtig: Natürlich besteht immer Anspruch auf eine Nachbesserung, wenn der Betrieb das Tuning nicht korrekt ausführt. Es besteht aber keine Pflicht des Betriebes für Schäden einzustehen, die am Fahrzeug entstehen, da jedes Tuning diese Gefahr beinhaltet. Autofahrer, die eine weitergehende Sicherheit wünschen, müssen dies gesondert vereinbaren.

Eigenleistungen sind nicht ratsam

Obwohl sich eine Blackbox leicht einbauen lässt, sollten Autobesitzer lieber eine Werkstatt, die sich auf Chiptuning spezialisiert hat, beauftragen. Diese kann generell beraten und auch bei der Abnahme durch den TÜV behilflich sein.

Checkliste fürs Chiptuning am Auto

Wichtige Entscheidungen vor dem Eingriff:
  • Überlegen, wie viel Zusatzleitung gewünscht ist.
  • Informationen über die verschiedenen Methoden einholen.
  • Mehrverbrauch, Risiken und Leistungszuwachs gegeneinander abwägen.
Tuning durchführen lassen:
  • Methode auswählen.
  • Wenn möglich, Gutachten und Garantieleistungen einschließen.
  • Sich fachgerechtes Tuning bestätigen lassen.
Nach dem Chiptuning:
  • Sofort einen Termin bei TÜV oder Dekra vereinbaren.
  • Veränderungen am Fahrzeug abnehmen lassen.
  • Eintragen der Änderungen durch die Zulassungsstelle.
  • Versicherung über das Tuning des Fahrzeugs informieren.
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