Dach dämmen
Kosten pro m²*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
20,50 €*
80 €
189 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Kosten für eine Dachdämmung richtig einschätzen

Spätestens, wenn der Wunsch aufkommt, den Raum unter dem Dach zu nutzen, wird die Dachdämmung zum Thema.

Aber auch aufwendige Reparaturen am Dach oder eine neue Eindeckung sind eine gute Gelegenheit, das Dach energetisch auf den neuesten Stand zu bringen.

Dach dämmen: Kosten im Überblick

DämmungAufsparrenZwischen-sparrenUntersparren
Material40 - 90 €30 - 45 €40 - 90 €
Handwerker90 - 130 €30 - 70 €50 - 80 €
Gesamt130 - 220 €60 - 105 €90 - 170 €

Service Beispiel

Richtwerte für den Preis einer Dachdämmung pro Quadradmeter.

Welche Art der Dämmung sinnvoll und möglich ist, hängt von der Art des Dachs und den ohnehin anstehenden Arbeiten ab. Bei Flachdächern ist es üblich, eine Dämmschicht auf dem Dach aufzubringen und diese anschließend durch weiteres Material vor Witterung zu schützen.

Dächer mit Gefälle wie Walm- oder Satteldächer sind weitaus häufiger anzutreffen. Bei diesen kommt eine Auf-, Unter- oder Zwischensparrendämmung infrage. Wenn das Dach ohnehin neu gedeckt wird, ist eine Aufsparrendämmung die beste Wahl. Eine Zwischensparrendämmung alleine reicht meist nicht aus, da der Raum zwischen den Dachsparren nicht genügend Tiefe hat, um eine Dämmschicht in ausreichender Dicke einzubringen. Eine reine Untersparrendämmung kostet viel Platz unter dem Dach. Sinnvoll ist daher sowohl zwischen als auch unter den Sparren zu dämmen.

Dach dämmen mit Kran
Hier kommt das Arbeitsmaterial für die Dachdämmung per Kran aufs Dach.
Quelle © pixabay.com

Die Kosten für eine Aufsparrendämmung liegen nur unwesentlich über denen für eine sinnvolle Dämmung von unten, die immer aus einer kombinierten Unter- und Zwischensparrendämmung besteht. Allerdings muss das Dach beim Dämmen von außen neu eingedeckt werden. Dies verursacht natürlich zusätzliche Kosten.

MyHammer nennt durchschnittliche Kosten, da die Preise für Handwerker und Material sich regional unterscheiden können. Die genannten Kosten dienen dazu, sich einen Überblick zu verschaffen.

Materialkosten – das kosten Dämmmaterial und Dampfsperre

Um einen Wärmedurchgangswert von 0,20 W/(m·K), den der Gesetzgeber verlangt, einzuhalten, sind entweder sehr dicke Schichtdicken oder sehr gut isolierendes Dämmmaterial erforderlich. In der Regel kostet Material mit einem hohen Dämmwert mehr als solches, das nicht so gut dämmt. Allerdings ist der Gesamtbedarf an Material geringer, je besser ein Stoff dämmt.

Der Preis für den Dämmstoff beträgt je nach Material zwischen 5 und 90 Euro pro Quadratmeter Dachfläche. Da bei der Zwischensparrendämmung nur geringe Dicken möglich sind, betragen die maximalen Materialkosten hier meist nur 45 Euro.

Die Folien, um Schäden durch Feuchtigkeit zu verhindern, kosten je nach Ausführung 50 Cent bis drei Euro pro Quadratmeter. Sogenannte Klimafolien sind für zwei bis drei Euro zu bekommen.

Die Dämmstoffe für Flachdächer liegen im gleichen preislichen Rahmen. Allerdings kommen für das Dämmen dieser Dächer nur Schaumplatten infrage, keine Filze oder losen Dämmmaterialien.

Generell hängen die Kosten für das Material vom gewählten Dämmstoff und von der benötigten Dämmstoffdicke ab. Die Form des Dachs ist für die Berechnung der Materialkosten zweitrangig.

Arbeitskosten – das ist für den Handwerker zu kalkulieren

Dacharbeiten
Dacharbeiten erfordern hohen Aufwand für Arbeitssicherheit.
Quelle © pixabay.com

Die Kosten hängen stark vom Aufbau des Dachs, besonders von dessen Lattung und von der Anzahl der Sparren ab. Außerdem ist der erforderliche Aufwand vom gewählten Dämmstoff und der Art der Dämmung abhängig. Ferne sind natürlich auch die Lohnkosten zu berücksichtigen.

Für eine Aufsparrendämmung sind mit Beträgen zwischen 90 und 130 Euro pro Quadratmeter ohne Eindeckung zu rechnen. Bei einer Untersparrendämmung fallen etwa 30 bis 70 Euro pro Quadratmeter an und für die Zwischensparrendämmung zirka 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter.

Gesamtkosten im Überblick pro Quadratmeter Dachfläche

Eine dünne Dämmschicht von wenigen Zentimetern kosten zwischen fünf und zehn Euro pro Quadratmeter. Eine solche Dicke macht nur Sinn, wenn das Dach bereits gedämmt ist und die Dämmung lediglich verbessert werden soll.

In der Aufstellung wurden nur Schichtstärken berücksichtigt, die alleine für eine ausreichende Dämmung sorgen. Ausnahme: Bei der Zwischensparrendämmung sind diese Dicken meist nicht möglich, hier wurde die Dicke der Sparren angesetzt.

Anmerkung: Wenn die Materialstärke bei der Aufsparrendämmung gleich stark ist wie bei der Zwischen- und der Untersparrendämmung zusammen, kostet das Dämmen von innen etwa 20 Euro pro Quadratmeter weniger als von außen.

Mögliche Kosteneinsparungen

Natürlich liegt es nahe die Handwerkerkosten einzusparen, denn das Dämmen eines Dachs erscheint sehr einfach. Davon ist dringend abzuraten. Bei den Arbeiten sind viele Faktoren zu berücksichtigen. Wer sich nicht auskennt, macht Fehler, die sich später durch Tauwasserbildung bemerkbar machen. Erhebliche Schimmelbildung ist die Folge. Die dann anfallenden Sanierungskosten übersteigen die Ersparnis bei Weitem.

Sinnvoller als selbst Hand anzulegen ist, auf eine herkömmliche Zwischensparrendämmung zu verzichten und einen Betrieb mit einer Einblasdämmung zu beauftragen. Diese kostet mit Material zwischen 40 und 50 Euro pro Quadratmeter. Im Gegenzug lassen sich Kosten sowohl bei einer zusätzlichen Aufsparrendämmung als auch bei einer Untersparrendämmung einsparen.

Fördermittel:

Prämien oder vergünstigten Darlehen müssen vor Baubeginn beantragt werden. Nach Fertigstellung muss die tatsächliche Durchführung der Maßnahme bescheinigt werden.

Fördermittel in Form von Prämien oder vergünstigten Darlehen vergünstigen die Maßnahme zusätzlich. Hier ist zu berücksichtigen, dass der Antrag vor Beginn des Baus zu stellen ist und nach Abschluss eine Bescheinigung über die Maßnahme zu erbringen ist.

Mit Plan vorgehen und einen Energieberater mit einbeziehen

Es macht keinen Sinn, ohne Plan mit dem Dämmen zu beginnen. Eine sorgfältige Planung ist unbedingt erforderlich. Diese sollte auf jeden Fall ein Energieberater mit einbeziehen. Für die Beratung stehen zusätzliche Fördermittel zur Verfügung.

Nun ist die Hilfe von Fachbetrieben gefragt. Diese beurteilen unter anderem das vorhandene Dach und machen Vorschläge, welches Dämmmaterial geeignet scheint.

Den Raum unter dem Dach vorbereiten

Die Vorarbeiten erfordern eher Kraft als Geschicklichkeit, denn der Raum unter dem Dach sollte leergeräumt werden. Ob die Innenverkleidung zu entfernen ist, entscheidet der Fachbetrieb. Je nach Art der Dämmung ist dies nicht erforderlich.

Nach dem Dämmen ist das Dachgeschoss in der Regel komplett mit Gipskartonplatten verkleidet. Ein geschickter Heimwerker kann das Verspachteln und Tapezieren selber durchführen.

Checkbox für die Dachdämmung

Die Dämmung planen:
  • Mit Energieberater die möglichen Maßnahmen besprechen.
  • Entscheidung über die Art der Dämmung und die gewünschten Dämmmaterialien.
  • Kostenvoranschläge von Betrieben einholen.
  • Mit Bank wegen Finanzierung und Fördermitteln Kontakt aufnehmen.
  • Fördermittel beantragen.
  • Nach Zusage Betrieb mit den Arbeiten beauftragen.
Die Arbeiten vorbereiten:
  • Räume unter dem Dach leerräumen.
  • Falls erforderlich vorhandene Verkleidungen demontieren und entsorgen.
  • Lagerplatz für das Material bereitstellen.
Nach dem Dämmen:
  • Für Abnahme der Maßnahme sorgen und Bescheinigung über das Dämmen geben lassen.
  • Bescheinigung bei der Bank einreichen.
  • Innenausbau vornehmen.
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