Dachstuhl bauen
Was kostet es?*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
11.000 €*
38.821 €
63.625 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet der Bau eines Dachstuhls?

Ein neuer Dachstuhl ist eine kostspielige Angelegenheit. Hausbesitzer können natürlich durch die Wahl des Materials oder die Art des Dachstuhls Kosten sparen.

Aber Wärmedämmung ist unverzichtbar und auch meist vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Dachstuhl bauen: Kosten im Überblick

PostenGiebeldachWalmdach
Holz, Nägel6.000 - 7.500 €7.500 - 9.000 €
Dämmmaterial4.500 - 13.500 €4.500 - 13.500 €
Eindeckung3.000 - 24.000 €3.000 - 24.000 €
Summe Material13.500 - 45.000 €15.000 - 46.500 €
Holzkonstruktion9.000 - 12.000 €12.000 - 15.000 €
Dämmen9.000 - 15.000 €9.000 - 15.000 €
Decken3.000 - 18.000 €3.000 - 18.000 €
Summe Handwerker21.000 - 45.000 €24.000 - 48.000 €
Gesamtkosten34.500 - 90.000 €39.000 - 94.500 €

Service Beispiel

Die Kosten in der Tabelle beziehen sich auf ein Dach mit 300 Quadratmetern Fläche.

Die Kosten des Dachstuhlbaus im Detail

Was ein neuer Dachstuhl kostet, hängt nicht nur von der Größe der Dachfläche ab. Auch geografische Besonderheiten beeinflussen den Preis. Ein Dach, das Stürmen trotzen muss oder riesige Schneelasten zu verkraften hat, muss beispielsweise stabiler sein, als eines in gemäßigtem Klima.

Bau eines Dachstuhls
Vormontierte Elemente des Dachstuhls kommen per Kran aufs Dach.
Quelle © pixabay.com

Materialkosten – Holz, Dämmung und Eindeckung

Für den Bau der Holzkonstruktion ist mit 20 bis 30 Euro pro Quadratmeter zu rechnen. Dämmmaterial schlägt mit 15 bis 45 Euro zu Buche. Für die Eindeckung ist mit 10 bis 80 Euro zu rechnen.

Die hohen Preisspannen für Dämmstoff und Belag erklären sich durch die unterschiedlichen Materialien, die zum Einsatz kommen können. Generell benötigt ein Giebeldach weniger Material, als ein Walmdach. Für ein Mansarddach wird noch mehr Material benötigt. Auch Gauben verteuern den Bau des Dachstuhls.

Kosten für Zimmermann und Dachdecker

Der Bau eines Giebeldachs erfordert den geringsten Aufwand, hierfür ist mit 30 bis 40 Euro pro Quadratmeter zu rechnen. Bei einem Walm- oder Mansarddach fallen 40 bis 50 Euro pro Quadratmeter an.

Das Dämmen schlägt mit etwa 30 bis 50 Euro zu Buche. Für das Decken sind Beträge zwischen 10 und 60 Euro realistisch. Die Preise der Eindeckung hängen vom Material ab. Manche Beläge sind sehr aufwendig zu verlegen.

Beachtenswertes bei Bau eines Dachstuhl

Neuer Dachstuhl
Landesbauordnungen und Gemeindesatzungen legen fest, welche Dachformen erlaubt sind.
Quelle © pixabay.com

Ein teurer Dachstuhl muss nicht der bessere sein, daran sollten Hausbesitzer denken. Eindeckung, Dämmung und Konstruktion sollten mit Sorgfalt gewählt werden.

Örtliche Vorschriften beachten

Landesbauordnungen und Gemeindesatzungen legen in der Regel fest, welche Dachformen erlaubt sind und wie das Dach zu decken ist. Dies betrifft nicht nur die Art des Materials, auch die Farbe des Dachs ist in manchen Gemeinden vorgeschrieben. Besonders unübliche Farben, wie Blau oder Grün, sind oft verboten.

Daher ist darauf zu achten, dass der Boden mit zwei bis drei Prozent zum Garten hin abfällt. Er muss also pro Meter etwa zwei bis drei Zentimeter abfallen. Wenn der Garten von einer Mauer umgeben ist, muss das Wasser an dieser abfließen können. Kleine Durchbrüche reichen aus, um einen Stau zu vermeiden.

An die Zukunft denken

Auch wenn in den nächsten Jahren kein Ausbau des Dachgeschosses vorgesehen ist, lohnt es sich, diesen schon bei der Planung des Dachstuhls zu berücksichtigen. Dies betrifft das Dämmen des Dachs und Gauben. Die EnBV zwingt nur, Wärmeverluste durch das Dach zu verhindern, wenn sich darunter ein beheizter Raum befindet. Im Hinblick auf einen späteren Ausbau ist es aber sinnvoll, eine komplette Aufsparrendämmung vorzunehmen.

Gauben vergrößern die Wohnfläche unter dem Dach. Da es deutlich teurer ist dies nachträglich einzubauen, statt zusammen mit dem Dach zu konstruieren, ist auch deren Bau sinnvoll.

Wahl der Dachform

Information

Ein Walmdach ist sturmsicher, allerdings konstruktionsbedingt teurer und bietet kaum die Möglichkeit, Wohnraum unter dem Dach zu schaffen.

Bei einem Walmdach ist die Dachfläche etwas größer als bei einem Giebeldach. Es ist konstruktionsbedingt teurer und bietet kaum die Möglichkeit, Wohnraum unter dem Dach zu schaffen. In Gebieten mit starken Stürmen ist diese Dachform trotzdem vorzuziehen, da das Dach starken Winden gut standhält.

Ansonsten sind Giebel- oder Mansarddächer die bessere Wahl. Bei einem Mansarddach ist zu bedenken, dass es wesentlich teurer und langfristig mit mehr Dachreparaturen zu rechnen ist, als bei einem Giebeldach. Dafür bieten diese Dächer viel Wohnfläche unter dem Dach.

Möglichkeiten, beim Dachbau zu sparen

Wenn es an finanziellen Mitteln fehlt, ist ein Giebeldach sicher die beste Dachform. Bei der Dämmung lässt sich durch die Wahl des Dämmstoffes einiges sparen. In der Regel ist natürliches Material teurer. Abstriche bei der Umweltfreundlichkeit entlasten das Budget.

Normale unglasierte Dachpfannen aus Ton sind recht preisgünstig und lassen sich leicht verlegen. Auch Eternitplatten sind günstig. Schindeldächer sind schwieriger zu belegen und besonders Schiefer ist ein teurer Baustoff. In der Regel ist ein teurer Belag nicht haltbarer. Er bietet lediglich eine schönere Optik.

Checkliste für den Bau eines Dachstuhls

Planung des Dachs:
  • Bauvorschriften und Gemeindeordnung beachten.
  • Einen späteren Ausbau des Dachgeschosses berücksichtigen.
  • Wahl des Materials für Dämmung und Eindeckung.
  • Größe des Dachs ermitteln.
  • Arbeiten mit genauen Bezeichnungen ausschreiben.
Durchführung des Dachstuhlbaus:
  • Betrieb auswählen und Ortstermin ausmachen.
  • Konkreten Kostenvoranschlag verlangen.
  • Wenn nötig, Bauantrag stellen.
  • Falls erforderlich, auf Genehmigungen der Gemeinde warten.
  • Mit der Bank die Finanzierung regeln und wenn möglich Fördermittel beantragen.
  • Auftrag nach Finanzierungszusage erteilen.
Nach dem Fertigstellen des Dachstuhls:
  • Bescheinigung über die Durchführung der Arbeiten verlangen, wenn Fördermittel genehmigt wurden.
  • Dach abnehmen.
  • Auf Feuchtigkeitsschäden achten und falls vorhanden, Arbeiten reklamieren.
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