Deckendurchbruch
Was kostet es?*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
1.095 €*
2.329 €
3.900 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet ein Deckendurchbruch?

Ein Deckendurchbruch ist notwendig, um zwei Etagen durch eine Treppe miteinander zu verbinden. Bei der Art des Durchbruchs gibt es rechteckige und runde Varianten. Runde Öffnungen eignen sich für den Einbau einer Spindeltreppe, rechteckige für herkömmliche Treppen.

Deckendurchbruch: Kosten im Überblick

PostenKosten
Vorbereitende Tätigkeiten150 – 300 €
Deckendurchbruch (Abrechnung als Schnittpreis)2000 €
Entsorgung Bauschutt400 €
Gutachten Statiker500 € - 800 €
Gesamtkosten:3050 – 3500 €

Die Tabelle dient einem groben Überblick. Die Preise unterscheiden sich stark je nach Objekt und auch dem Material aus dem die Decke besteht.

Für das Einsetzen einer Treppe muss die Geschossdecke durchbrochen werden. Decken sind in neueren Gebäuden oft aus massivem Beton gefertigt. Nicht selten verlaufen Versorgungsleitungen in der Decke. Um spätere Probleme bei der Umsetzung zu vermeiden, ist die Durchführung der Arbeiten von Fachpersonal ratsam.

Neben der Beauftragung eines Fachunternehmens fallen in der Regel Zusatzkosten für den Abtransport des Schutts an. Desweiteren muss ein Statiker die Tragfähigkeit der Decke beurteilen

Eine Deckenöffnung lässt sich in der Regel innerhalb eines Tages durchführen.

Kosten für einen Statiker

Decken haben eine Auswirkung auf die Gebäudetragfähigkeit. Ein Statiker oder Tragwerksplaner ist bei der Durchführung daher unverzichtbar. Er klärt alle Aspekte der Statik und Tragfähigkeit und letztendlich der Sicherheit ab. Bei der Ermittlung werden Kennwerte der vorhandenen Deckenkonstruktion und der Materialien berücksichtigt.

Handelt es sich um einen Altbau, ist ein erweitertes Gutachten hinsichtlich Rissen im Beton, der Tragfähigkeit und anderen Schäden sinnvoll.

Kosten für einen Statiker sind in der HOAI, der Honorarordnung für Architekten- und Ingenieursleistungen, festgelegt. Bei einem Deckendurchbruch wird in der Regel kein neues baustatisches Gutachten erstellt, sondern nur eine Begutachtung zwecks Realisierung des Vorhabens durchgeführt. Die Kosten liegen somit deutlich unter denen für eine neue statische Berechnung und sind im Durchschnitt mit 500 bis 800 Euro anzusetzen.

Arbeitskosten – was kostet der Durchbruch?

Oberlicht dank Deckendurchbruch
Durch einen Deckendurchbruch werden auch Oberlichter möglich.
Quelle © pixabay.com

Im ersten Schritt wird ein Angebot für die durchzuführenden Arbeiten erstellt. Dabei werden die vorhandenen Gegebenheiten geprüft. Der Fachmann misst die Deckenstärke und beurteilt das Material der Decke. Bei der Begutachtung wird außerdem festgestellt, ob Versorgungsleitungen im geplanten Durchbruchsbereich liegen und diese verlegt werden müssen.

Die eigentlichen Arbeitskosten für das Durchbrechen der Decke richten sich nach dem benötigten Aufwand. Die meisten Firmen setzen einen Schnittpreis für die zu sägende Fläche an. Diese ergibt sich durch Multiplikation der Fläche für die Öffnung mit der Betondeckenstärke. Das Resultat liefert die Schneidefläche in Quadratmetern. Für den Einbau einer Treppe wird eine durchschnittliche Öffnungsgröße von 100 x 200 Zentimetern veranschlagt. Im Durchschnitt liegen die Schnittpreise bei einem Fachunternehmen bei rund 2000 Euro. Kosten für Spezialwerkzeuge wie einer Betonsäge oder Kernbohrmaschine schlagen nicht extra zu Buche, da diese von der beauftragten Firma mitgebracht werden.

Welche Zusatzkosten fallen an?

Neben den Kosten für den eigentlichen Durchbruch fallen weitere Posten an. Bevor die Arbeiten an der Decke beginnen, muss der darunterliegende Boden und eventuelle Gegenstände im Raum geschützt werden. Eine speziell ausgelegte Plane schützt vor Schmutz und herunterfallenden Teilen. Berechnet man einen Zeitaufwand von ein bis zwei Stunden, in der drei Arbeitskräfte beschäftigt sind, ergibt sich bei einem Stundensatz von 50 Euro ein Preis zwischen 150 und 300 Euro.

Nach dem Durchbruch muss das herausgebrochene Schuttmaterial entsorgt werden. Hierbei kommt es darauf an, aus welchem Stockwerk das Material abtransportiert wird. In der Regel werden große Bruchstücke vor Ort in kleinere Teilstücke zersägt und im Anschluss zur Bauschutt-Deponie gebracht. Ebenso wie die Vorbereitungen ist es üblich, diese Tätigkeiten als Stundenlohn abzurechnen. Zusammen mit den Deponiekosten ergibt sich hierbei ein Kostenpunkt von etwa 400 Euro.

Räumen von Brand- oder Messie-Wohnungen

Wohnräume, die durch einen Brand zerstört wurden oder vollgestellte Messie-Wohnungen stellen eine besondere Herausforderung bei einer Entrümpelung dar. Die meisten Unternehmen berechnen zur Durchführung der Räumung einen Zuschlag. Die Preise werden normalerweise pro Quadratmeter berechnet und liegen im Durchschnitt bei 35 Euro.

Welche Form soll der Durchbruch besitzen?

Je nach Treppenart wird zwischen einem rechteckigen oder runden Durchbruch unterschieden. Die Durchführung der beiden Varianten unterscheidet sich im Öffnen der Decke.

Bei einem runden Durchbruch beginnen die Arbeiten mit einer Kernbohrung in der Mitte der geplanten Öffnung. Dort wird eine Zirkelsäge zum Durchsägen der Betondecke angesetzt. Ähnlich einem Zirkel wird das Sägeblatt kreisförmig an der Schnittstelle entlanggeführt, bis ein kreisförmiger Ausschnitt vorhanden ist.

Für rechteckige Ausschnitte beginnen die Arbeiten mit Kernbohrungen in den Ecken. Dadurch werden Überschnitte verhindert und der Ausbau der ausgesägten Teilstücke erleichtert. Der eigentliche Ausschnitt erfolgt mit Hilfe eines Fugenschneiders.

In welchen Gebäuden ist ein Deckendurchbruch erlaubt?

Bei einem Durchbruch in der Decke handelt es sich um eine bausubstanzliche Veränderung. Ob ein Durchbruch in einem Gebäude rechtlich möglich ist, ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. In einem neueren Eigenheim ist das Vorhaben in der Regel problemlos möglich.

Anders sieht der Fall bei denkmalgeschützten Gebäuden aus. Jegliche Nutzungsänderungen sowie Modernisierungen werden von der Denkmalbehörde detailliert geprüft. Genehmigt werden Änderungen nur, wenn diese unbedingt notwendig sind und dadurch der Bausubstanzverlust eingedämmt wird.

Mietwohnungen unterliegen ebenfalls einer besonderen Betrachtung. Mieter sind verpflichtet, jegliche Änderungen an der Bausubstanz dem Vermieter mitzuteilen und dessen Zustimmung einzuholen. Wichtig ist dabei die eindeutige Definition der Veränderung festzuhalten und zu dokumentieren. Dabei gilt es zu klären, ob die bauliche Veränderung nach Beendigung des Mietverhältnisses beibehalten werden soll oder auf Kosten des Mieters in den ursprünglichen Zustand zurückgebaut werden muss.

Der Durchbruch sollte durch einen Fachmann erfolgen

Die Durchführung sollte unbedingt durch einen Fachmann erfolgen. Dadurch wird ein professionelles Arbeiten aus einer Hand gewährleistet. Während der Durchführung wird darauf geachtet, dass so wenig Lärm- und Staubentwicklung während der Arbeit entsteht wie möglich.

Checkliste zur Durchführung eines Deckendurchbruchs:

Vor dem Durchbruch:

  • Rechtliche Lage ermitteln (Mietwohnung, Denkmalschutz…).
  • Überlegungen zur Form des Durchbruchs (runde oder rechteckige Öffnung).
  • Decke durch Statiker begutachten lassen.
  • Bei Altbau: Genehmigung einholen.
  • Angebot ausschreiben.
  • Kostenvoranschläge vergleichen.

Vorbereitende Maßnahmen:

  • Fachbetrieb für die Durchführung engagieren.
  • Raum leer räumen.
  • Plane zum Schutz des Bodens auslegen.
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