Umzug
Was kostet es?*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
780 €*
1.453 €
1.835 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet ein Umzug?

Ein Umzug einer Mehrzimmerwohnung in eine andere Stadt, die mehr als 50 Kilometer entfernt ist, lässt sich kaum in Eigenregie erledigen. Ohne größeren Lkw sind zu viele Fahrten notwendig.

Außerdem ist der Aufwand des Projekts zu groß, um an einem Tag ohne professionelle Hilfe über die Bühne zu gehen.

Ein Fachunternehmen erledigt alles schnell und zuverlässig. Die Umzugsunternehmen berechnen die Kosten nach Kubikmeter und Entfernung. Außerdem kommt es darauf an, ob die Bewohner die Kartons selber packen und ob Möbel auf- und abzubauen sind.

Umzug: Kosten im Überblick

PostenOhne MaterialMit MaterialMit Material und Service
36 m³ transportieren720 bis 1.080 €720 bis 1.080 €720 bis 1.080 €
36 m³ Zuschlag für ein Geschoss36 - 72 €36 - 72 €36 - 72 €
36 m³ 100 km transportieren1.080 bis 1.800 €1.080 bis 1.800 €1.080 bis 1.800 €
Kartons 40 Stück-120 bis 200 €120 bis 200 €
Polstermaterial für 20 Kartons-20 bis 40 €20 bis 40 €
Packen/Auspacken von 40 Kartons--100 bis120 €
Auf- und Abbau Küche--150 bis 180 €
Auf- und Abbau 2 Zimmer--250 bis 300 €
Summe1.836 bis 2.952 €1.976 bis 3.192 €2.476 bis 3.792 €

Service Beispiel

Umzug einer Drei-Zimmerwohnung von 75 Quadratmetern, in der zwei Personen leben, erfolgt vom zweiten ins vierte Obergeschoss, mit einer Transportstrecke von 100 Kilometern.

Wie viele Kubikmeter sind zu transportieren?

Umzugskartons
Pro Umzugskarton ist mit drei bis fünf Euro zu rechnen.
Quelle © pixabay.com

Die meisten Menschen unterschätzen das Volumen, welches zu transportieren ist, erheblich. Ein gefüllter Schrank von drei Metern Länge, 80 Zentimetern Tiefe und zwei Metern Höhe, hat ein Volumen von fast 5 Kubikmetern. Sicher, es ist viel Luft im Schrank, aber Geschirr wird für den Transport bruchsicher verpackt. Das erhöht das Volumen.

Eine Wohnung von 100 Quadratmetern Wohnfläche in welcher drei Personen leben, hat bei einer normalen Möblierung ein Transportvolumen von fast 50 Kubikmetern. Wenn ein kleiner Keller vorhanden ist, kommen noch zwei Kubikmeter hinzu.

Übliche Berechnung der Kosten

Sofern sich beide Wohnungen unter oder im dritten Obergeschoss befinden und kein Aufzug vorhanden ist, sind folgende Kosten üblich:

Unabhängig von der Entfernung verlangen die Betriebe zwischen 20 und 30 Euro pro Kubikmeter. Pro Kilometer und Kubikmeter kommen 0,30 bis 0,50 Euro hinzu. Für jedes zusätzliche Stockwerk fallen ein bis zwei Euro pro Kubikmeter an. Wenn der Lkw weiter als zehn Meter von der Wohnungstür entfernt stehen muss, verlangen die meisten Firmen einen Zuschlag von einem Euro pro Kubikmeter.

Übliche Ladevolumen bei einer normalen Möblierung

Größe der Wohnung25 m²50 m²70 m²100 m²125 m²
1 Person15 m³23 m³32 m³42 m³51 m³
2 Person17 m³27 m³36 m³45 m³55 m³
3 Person21 m³30 m³40 m³49 m³59 m³
4 Person25 m³34 m³44 m³53 m³66 m³
5 Person29 m³38 m³47 m³57 m³66 m³

Service Beispiel

Wenn sich in der Wohnung viel Inventar befindet, sollte ein Zuschlag von 30 bis 35 Prozent erfolgen. Dies ist die Regel, wenn in einer kleinen Wohnung viele Menschen leben.

Pro Umzugskarton ist mit drei bis fünf Euro zu rechnen, Polstermaterial schlägt mit etwa ein bis zwei Euro pro Karton zu Buche. Pro Zimmer sind 10 bis 15 Kartons erforderlich.

Das Packen und Auspacken von Kartons, sowie der Ab- und Aufbau von Möbeln wird meist mit 25 bis 30 Euro pro Stunde berechnet. In einer Stunde schaffen es die Firmen, bis zu zehn Kartons zu packen. Für das Umsetzen einer kleinen Küche sollten Wohnungsinhaber etwa sechs Stunden an Zeit veranschlagen.

Beachtenswertes beim Umzug

Ein Preisvergleich hilft ein günstiges Unternehmen zu finden, aber es ist wichtig, nicht nur auf den Preis zu achten.

Hinweis:

Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. mit dem "rollenden Känguru" ein Gütesiegel für Umzugsunternehmen herausgegeben.

Auf den Umfang des Umzugs achten

Einige wenige Unternehmen unterbieten alle anderen, indem sie einfach mit einem sehr geringen Volumen kalkulieren. Wer umziehen will, sollte daher genau hinschauen, was das Unternehmen bietet.

Auf der sicheren Seite ist, wer mit der Firma einen Festpreis vereinbart. Wenn sich beim Packen zeigt, dass das Unternehmen von einem zu geringen Volumen ausgegangen ist, muss der Auftraggeber nicht nachzahlen.

Das Transportrisiko minimieren

Ein größeres Umzugsunternehmen verfügt über Erfahrung und besitzt in der Regel geschultes Personal. Das Risiko, dass etwas zu Bruch geht, ist gering. Außerdem sind die Firmen versichert. Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. hat ein Gütesiegel herausgegeben, das rollende Känguru. Wer beim Umzug kein Risiko eingehen will, beauftragt ein Fachunternehmen.

Vorsicht: Die Unternehmen übernehmen nur Garantie, wenn der Umzug komplett in ihrer Hand liegt. Wer aus Kostengründen selber Kartons kauft oder selber einpackt, trägt auch das Risiko.

Kleinigkeiten, die den Umzug verteuern

Ein Treppenhaus, in dem viele Gegenstände den Durchgang behindern, führt zu einem erhöhten Aufwand. Gleiches gilt für Mobiliar, das auf Balkonen, Dachböden oder in Kellern abgestellt ist. Diese verbringt man am Besten in die Wohnung oder auf einen Abstellplatz nahe der Haustüre.

Auch sollte der Umzugswagen direkt vor der Tür parken können. Wer umzieht, sollte sinnvollerweise dafür sorgen, dass der Zugang zur Wohnung ohne Probleme möglich ist. Absprachen mit den Bewohnern des Hauses sind wichtig. Vielleicht lässt es sich bewerkstelligen, das zwei bis drei Parkplätze vor der Tür von Nachbarn oder Freunden besetzt werden. Diese entfernen die Fahrzeuge, sobald der Lkw ankommt.

Je nach Lage ist eine Sondererlaubnis für das Parken oder für die Zufahrt zum Haus nötig. Diese muss rechtzeitig beantragt werden und am Tag des Umzugs vorliegen.

Checkliste für den Umzug

Wichtige Vorarbeiten:
  • Volumen des zu transportierenden Materials ermitteln
  • Umzugsliste erstellen (Vorlagen gibt es im Internet).
  • Örtlichkeiten begutachten (Parkplätze, Zugang, Zufahrt).
  • Arbeiten mit genauen Details ausschreiben.
  • Eventuell Kartons besorgen (auf gleiches Format achten) und packen.
  • Angebote vergleichen, auf genauen Umfang achten.
  • Auftrag erteilen.
  • Fall notwendig, Sondererlaubnis für das Parken oder die Zufahrt erwirken.
Während des Umzugs:
  • Für Parkplatz beim Haus sorgen.
  • Ungehinderten Zugang zum Umzugsgut gewährleisten.
  • Eventuell Person beauftragen, die den Möbelpackern Anweisungen erteilt.
Abschließende Arbeiten:
  • Alte Wohnung auskehren, eventuell renovieren.
  • Übergabe an den Vermieter/Käufer.
  • Umzugsgut auf Schäden untersuchen.
  • Falls nötig, reklamieren.
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