Elektroinstallation
Was kostet es?*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
4.310 €*
8.723 €
14.700 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet eine Elektroinstallation?

Ein Neu- oder Umbau kostet viel Geld und Bauherren müssen auf die Ausgaben achten. Bei der Elektroinstallation lässt sich einiges einsparen. Dabei ist es wichtig, nicht die Sicherheit und die Qualität der Ausstattung zu vernachlässigen.

Auf alle Fälle ist ein erfahrener Elektriker für die Installation notwendig. Hier lohnt es sich nicht, um jeden Preis Kosten sparen zu wollen.

Elektroinstallation: Kosten im Überblick

Postennur Licht und SteckdosenMit Rollladensteuerung, Thermostaten und programmierbaren Schaltern
Leitungen, Dosen, Schalter4.000 bis 5.000 €4.000 bis 5.000 €
6 Rolläden-720 bis 780 €
4 Raumthermostate-200 bis 240 €
5 Komfortschalter-250 - 300 €
Summe Material4.000 bis 5.000 €5.170 bis 6.320 €
Montage Grundausrüstung5.000 bis 6.000 €5.000 bis 6.000 €
Zusatzaufwand für Komfort-1.500 bis 1.800 €
Summe Handwerkerkosten5.000 bis 6.000 €6.500 bis 7.800 €
Insgesamt9.000 bis 11.000 €11.670 bis 13.120 €

Service Beispiel

120 Quadratmeter Nutzfläche werden mit fünf Deckenanschlüssen und 50 Steckdosen ausgestattet.

Die Kosten einer Elektroinstallation im Detail

Bei einem Neubau ist grundsätzlich ein Baustromzähler erforderlich. Für diesen ist mit etwa 800 Euro für sechs Monate, inklusive Verbrauch, zu rechnen. Ein regulärer Hausanschluss schlägt mit zirka 2.500 Euro zu Buche. In den Kosten sind das Material und der Anschluss enthalten. Damit ist eine Versorgung des Hauses mit Strom möglich. Das Verteilen auf einzelne Abnahmestellen liegt im Ermessen des Hausherrn.

Materialkosten - Leitungen, Steckdosen und Verteiler

Elektroinstallation
Eine Elektroinstallation ist etwas für den Fachmann.
Quelle © pixabay.com

Für ein Haus von 120 Quadratmetern Nutzfläche in mittlerer Ausstattung, fallen etwa 4.000 bis 5.000 Euro für Leitungen, Steckdosen, Verteilerdosen, Schalter und Ähnliches an. Die Kosten für Lampen sind nicht eingerechnet, weil diese in der Regel zur Einrichtung gehören.

Die Höhe der Kosten hängen von der Anzahl der Steckdosen und Schalter ab. Eine Steckdose verursacht durchschnittlich, inklusive Leitungen, 20 bis 25 Euro. Gleiches gilt für einfache Lichtschalter. Wer aber die Rollläden elektrisch bedienen will, muss mit etwa 120 bis 130 Euro pro Schalter rechnen. Programmierbare Modelle, über das Handy ansteuerbare Ausführungen oder Raumthermostate, kosten zwischen 50 und 60 Euro.

Kosten für den Elektriker

Sofern etwa 50 Steckdosen und lediglich Deckenanschlüsse für die Beleuchtung verlegt werden, ist für den Elektriker mit etwa 7.000 bis 8.000 Euro zurechnen. Er benötigt für die Vorarbeiten, wie das Fräsen von Schlitzen und die Montage der Dosen, mindestens 200 Stunden.

Beachtenswertes bei der Elektroinstallation

Durch Eigenleistung lässt sich sehr viel Geld sparen. Auch der Einkauf von günstigem Material kann ist lohnen. An erster Stelle steht aber eine gute Planung.

Planung der Elektrik

Früher war es üblich, dass in der Nähe der Tür und bei den Arbeitsflächen in der Küche einige Steckdosen montiert wurden. Für die Beleuchtung kam in die Mitte jeder Zimmerdecke ein Anschluss. Heute sind wesentlich mehr Steckdosen erforderlich, da Computer und Entertainmentanlagen in jedem Haushalt mehrfach vorhanden sind.

Außerdem sind Einbauleuchten weit verbreitet, die Räume von verschiedenen Stellen aus erhellen. Es macht daher Sinn, sich schon in der Rohbauphase genau zu überlegen, wo später Lampen und Steckdosen hin sollen. Außerdem ist die Montage von Schwachstromleitungen mit ins Konzept einzubinden. Hierzu gehören Antennen, Telefonleitungen und auch LAN-Verbindungen.

Beim Materialkauf von Elektroinstallationen auf Qualität achten

Dem günstigen Einkauf steht nichts im Wege, wenn der Betrieb eine Liste erstellt, was genau benötigt wird. Natürlich ist es außerdem wichtig, einen seriösen Anbieter zu suchen, der Garantie auf die von ihm verkauften Artikel gibt. Ein Direkteinkauf in China ist aus diesem Grund nicht ratsam.

Eigenleistung ist kein Problem

Die Faustregel lautet: Alles bis auf den Anschluss des Stroms kann ein Heimwerker erledigen. Sinnvollerweise lässt sich der Bauherr einen Plan geben, in dem die zu verlegenden Leitungen eingezeichnet sind. Gegen einen geringen Aufpreis zeichnet der Elektriker den Verlauf der Leitungen auch gerne auf den Wänden an.

Tipp

Zunächst etwas teurer, langfristig aber sinnvoll: Leerrohre ermöglichen eine spätere Erweiterung oder den Austausch von Leitungen.

Nun sind Schlitze zu fräsen, in welche ein Leerrohr einzulegen ist. Ferner sind Bohrlöcher unterschiedlicher Größe erforderlich, um Anschlussdosen darin zu versenken. Diese Arbeiten sind zeitaufwendig, erfordern aber nicht das Fachwissen des Elektrikers. Auch das Einziehen der Leitungen in die Rohre kann ein Laie erledigen.

Die Fachkraft übernimmt nur die Anschlüsse an den Zähler, die Unterverteiler, Schalter und Steckdosen. Auf diese Weise lassen sich 50 bis 70 Prozent der Arbeitskosten einsparen.

Tipps für den Materialeinsatz bei der Elektroinstallation

Leerrohre verteuern die Installation ein wenig. Dafür ist eine spätere Erweiterung oder der Austausch von Leitungen kein Problem. Daher sollte niemand aus Kostengründen auf die Rohre verzichten.

Steckdosenleisten mit mehreren Steckplätzen sind nur wenig teurer als Einzelmodelle. Die Zahl der Steckplätze lässt sich durch deren Einsatz kostengünstig erhöhen. Dosen, die über einen integrierten Schalter vom Stromkreis zu trennen sind, eignen sich besonders gut für Küchen, Waschmaschinen, Trockner und Multimediaanlagen. Moderne Geräte haben oft keinen Ausschalter, sondern wechseln in einen Stand-By-Modus. Durch konsequentes Ausschalten lässt sich dauerhaft einiges an Strom sparen.

Checkliste für die Elektroinstallation

Planung der Elektrik:
  • Entscheiden, wo Lampen und Geräte später platziert werden.
  • Lage von Steckdosen, Schaltern, Einbauleuchten und Entnahmestellen festlegen.
  • Umfang der Arbeiten festlegen und ausschreiben (dabei auf Umfang der geplanten Eigenleistung hinweisen).
  • Betrieb auswählen.
Vorbereitung der Installation:
  • Konkrete Planung mit Zeitverlauf, beispielsweise Leitungen verlegen, bevor gefliest wird.
  • Materialliste erstellen und mit deren Hilfe einkaufen.
  • Leerrohre, Dosen und Leitungen verlegen beziehungsweise einbauen.
  • Kabel durch die Rohre ziehen.
Abschließende Arbeiten bei der Installation von Elektrik:
  • Elektrische Anschlüsse durch den Fachbetrieb ausführen.
  • Kontrollieren, ob alles so ist, wie in der Planung vorgesehen.
  • Lampen anschließen und Schalter überprüfen
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