Eternitplatten entsorgen
Kosten pro m²*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
17 €*
43,20 €
72,50 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet die Entsorgung von Eternitplatten?

Bis heute sind noch in vielen Häusern alte Eternitplatten verbaut. Die Bezeichnung ist der Markenname für einen Zement, der bis 1993 mit krebserregenden Asbestfasern gemischt wurde.

Eternitplatten entsorgen: Kosten im Überblick

Material / ArbeitsschritteKosten
Gerüst mieten7 € pro m2
Schutzanzug3 €
Atemmaske3 €
Big Pack10 bis 15 €
Fachkraft zur Entfernung30 bis 40 € pro m2
Anfahrtskosten10 bis 50 €
Entsorgung der Platten auf Deponie100 bis 300 € pro angefangene Tonne
Gesamtkosten pro Quadratmeter50 bis 70 €

Alle Eternitplatten, die vor diesem Termin verkauft wurden, enthalten mit höchster Wahrscheinlichkeit die gesundheitsgefährdenden Fasern und sollten entsorgt werden. Da in Deutschland seit 1993 ein Asbestverbot herrscht, können moderne Eternitplatten bedenkenlos eingesetzt werden. Heutzutage wird der Zement mit Glas- und Kunststofffasern vermischt um ihn langlebiger zu machen.

Asbest zu entsorgen stellt jeden Hauseigentümer vor eine dringliche Aufgabe, nach deren Bewältigung durch einen Experten wieder frei aufgeatmet werden kann.

Die Kosten der Asbestentsorgung rechnen sich sowohl durch die Wertsteigerung des Grund und Bodens, als auch durch die Befreiung des Wohnraums von gesundheitsschädlichen Faktoren. Auf Grund des Gesundheitsschutzes unterliegen der Abbau und die Entsorgung von Eternitplatten strengen Vorschriften und die Kosten sind deutlich höher als bei normalem Bauschutt. Wer versucht Asbest als normalen Bauschutt oder im Hausmüll zu entsorgen, dem drohen auf Grund schädlicher Verunreinigung Bußgelder von bis zu 50.000 Euro.

Das fachgerechte Entsorgen der Asbestplatten, sollte vom Laien in die Hände einer fachkundigen Firma gegeben werden, um einen reibungslosen Ablauf sichern zu können.

Zwar ist es Privatpersonen nach wie vor erlaubt, Eternitplatten selbst abzubauen und zu einer vorgesehenen Deponie zu bringen, doch die Kosten lassen sich dadurch nicht erheblich senken. Da es in den meisten Fällen notwendig ist einen fachkundigen Experten zu Rate zu ziehen, bleibt es selten bei den reinen Entsorgungskosten.

Die Kosten im Detail

Engagiert man eine Fachfirma, die den Ausbau der asbesthaltigen Bausubstanz durchführt, fallen in der Regel kosten für die Gerüstmiete, Kosten pro Arbeitsstunde eines Handwerkers oder Quadratmeter, Verpackungskosten, Entsorgungskosten und die Anfahrtskosten an. Die Entsorgungskosten der Kommunen variieren stark. Am besten erfragt man die Preise direkt beim örtlichen Entsorgungsunternehmen.

Materialkosten - Ausbau und Entsorgung

alte Eternitplatten
Alte Eternitplatten sind in der Regel asbesthaltig.
Quelle © pixabay.com

Besonders häufig wurden Welleternitplatten als Material für Dächer eingesetzt. Dem entsprechend kann es sein, dass für ihre Entfernung ein Gerüst gemietet werden muss. Die Gerüstmiete kostet circa 7 Euro pro Quadratmeter.

Um den Abbau von Eternitplatten vorzunehmen, ist es erforderlich einen Schutzanzug zu tragen. Dieser darf nur einmal getragen werden, weil sich die krebserregenden Fasern auf seiner Außenseite absetzen können, und kostet im Baumarkt um die drei Euro. Zudem ist es Pflicht, während der Arbeiten eine Atemmaske zu tragen, die ebenfalls für circa drei Euro im Baumarkt zu erwerben ist. Nach dem das Eternit ausgebaut wurde, muss es unverzüglich in spezielle Foliensäcke verpackt werden. Pro Big Pack sollten 10 bis 15 Euro einkalkuliert werden.

Die Entsorgung von Eternitplatten ist innerhalb der meisten Kommunen nur auf bestimmten Deponien erlaubt. Häufig besteht keine Möglichkeit eine andere und günstigere Deponie zu wählen. In der Regel werden die Entsorgungskosten pro angefangene Tonne berechnet und betragen zwischen 100 und 300 Euro.

Arbeitskosten für die Entsorgung

Das Entsorgen von Eternitplatten muss sehr sorgfältig und vorsichtig gehandhabt werden und ist daher nicht günstig. Es ist verboten die Platten einfach abzuschlagen. Zudem darf asbesthaltiges Material weder gebrochen noch geschnitten werden. Es müssen also viele Schrauben gelöst, um die Platten unbeschädigt zu entfernen.

Die Nutzung von Rutschen, wie sonst bei Bauschutt üblich, ist verboten und die Platten dürfen nicht geworfen werden. Aus diesen Gründen ist der Abbau sehr zeitaufwendig. Beispielsweise würde eine Fachfirma mit zwei Personen, für den Rückbau eines Garagendaches, etwa sechs Stunden brauchen. Stundensätze von 100 Euro sind für einen fachkundigen Handwerker bei Asbestarbeiten keine Seltenheit. Der Quadratmeterpreis für den reinen Ausbau liegt bei etwa 30 bis 40 Euro.

Beachtenswertes beim Entsorgen von asbesthaltigen Materialien

Besonders wer sich selbstständig an die Entsorgung bzw. den Abbau von Eternitplatten wagt, sollte einige wichtige Dinge beachten.

Sicherheitsregeln beim Abbau von Asbest

Da die Oberflächen von älteren Platten häufig schon etwas marode sind, lösen sich hier die Fasern besonders leicht und der feine Staub kann sich einfach verteilen. Finden Asbestarbeiten statt, ist es deshalb enorm wichtig in der näheren Umgebung alle Fenster zu schließen und dem entsprechend auch die Nachbarn über die Arbeiten zu informieren.

Achtung:

Auch Unterkonstruktionen wie Dachbalken sollten im Zuge der Entsorgung gereinigt werden. Über Jahre haben sich höchst wahrscheinlich Fasern gelöst und auf Wänden und Balken abgesetzt.

Zudem haftet ein privater Hausherr in vollem Umfang für Schäden, die durch einen nicht sachgemäßen Abbau entstehen. Zerbrechen Eternitplatten, könnte sich der feine Staub in der Nachbarschaft verbreiten und die Nachbarn haben Anspruch auf eine fachgerechte und gründliche Reinigung ihres gesamten Grundstücks. Die Kosten dafür müssen privat gezahlt werden.

Vermeiden von Staub

Besonders ältere, schon verwitterte Platten stauben sehr häufig. Um zu verhindern, dass die gefährlichen Fasern sich lösen, können sie mit staubbindenden Mitteln wie Putz- oder Steinverfestiger oder Faserbindemittel besprüht werden. Auch das einfache befeuchten durch Wasser verhindert das Stauben effektiv. Wichtig hierbei ist, keinen harten Wasserstrahl zu verwenden, sondern die Eternitplatten nur vorsichtig zu berieseln.

Reinigung nach der Entfernung

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es immer passieren, dass Bruch-Staub entsteht. Um diesen zu entfernen, ohne dass er sich verteilt, sollte nass gewischt werden. Die dreckigen Lappen müssen samt der Platten in den Big Packs entsorgt werden. Das Kehren oder Saugen mit Haushaltsstaubsaugern sollte dringend unterlassen werden, da der krebserregende Staub sich so schnell verteilt.

Auch Unterkonstruktionen wie Dachbalken sollten im Zuge der Entsorgung gereinigt werden. Über Jahre haben sich höchst wahrscheinlich Fasern gelöst und auf Wänden und Balken abgesetzt. Auch hier gilt es nass abzuwischen, mit baumustergeprüften Geräten zu saugen oder die Flächen mit Sprühlack einzusprühen, um das Lösen der Fasern zu verhindern.

Checkbox Eternitplatten entsorgen

Vorbereitung für den Abbau:
  • Angebote anfordern
  • Beim örtliches Entsorgungsunternehmen informieren
  • Nachbarn über die Arbeiten informieren
Während der Arbeiten:
  • Fenster schließen
  • Schutzkleidung tragen
  • Vorsichtig vorgehen um möglichst wenig gefährliche Fasern zu lösen
  • Folien auslegen um Staub aufzufangen
Nach Arbeiten:
  • Bruch-Staub mit nassen Lappen entfernen
  • Unterkonstruktionen von Staub und Fasern befreien
  • Schutzkleidung, Folien etc. in den Big Packs entsorgen
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