Fundament erstellen
Was kostet es?*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
428 €*
1.583 €
3.420 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet das Erstellen eines Fundaments?

Jedes Bauwerk, selbst ein Gartengrill, braucht einen festen Stand. Für diesen sorgt ein Fundament. Je nach Objekt ist ein Punkt-, Streifen- oder Plattenfundament erforderlich.

Die Kosten richten sich nach der Art des Fundaments und der Größe. In der Regel werden entweder Streifenfundamente, auf denen tragende Wände stehen oder Plattenfundamente, auf denen alle Wände stehen, errichtet. Punktfundamente kommen nur in Ausnahmefällen zum Einsatz beispielsweise, um Pfeiler aufzustellen.

Fundament bauen: Kosten im Überblick

PostenStreifenfundamentPlattenfundament
Baustahl1.100 - 1.400 €1.000 - 1.400 €
Beton3.000 - 4.500 €6.000 - 9.000 €
Kies/Spilttca. 500 €ca. 1.500 €
Summe Materialkosten4.600 - 6.400 €8.500 - 11.900 €
Ausschachten, Einschalen Gießen2.000 - 4.000 €1.500 - 2.500 €
Gesamtsumme6.600 - 10.400 €10.000 - 14.400 €

Service Beispiel

Beispielhaft sind die Kosten für ein Fundament mit der Grundfläche 10 x 10 Metern aufgeführt.

Die Kosten im Detail

Grundsätzlich entscheidet der Architekt oder Statiker über die Art des Fundaments und welches Material erforderlich ist. Neben der Höhe und der Größe des Bauwerks, wirkt sich auch die Art des Untergrundes auf die Konstruktion aus.

Materialkosten für Stahl und Beton

Bauarbeiter erstellen ein Fundament
Bauarbeiter erstellen ein Fundament.
Quelle © pixabay.com

Es soll ein Fundament für ein Haus entstehen, das eine Grundfläche von 10 x 10 Meter hat. Der Fachmann erlaubt sowohl ein Streifen- als auch ein Plattenfundament.

Für das Streifenfundament sind Gräben auszuheben, die mit Beton, der mit Baustahl bewehrt ist, zu verfüllen sind. Darauf kommt eine Bodenplatte, die einseitig bewehrt ist. Bewehrungskörbe für die Streifen kosten pro Meter etwa 10 bis 12 Euro. Wenn der Architekt Streifen in 60 Metern Länge vorschreibt, sind dies also 600 bis 720 Euro für die Bewehrung. Für die Bodenplatte sind 100 Quadratmeter Baustahlmatten erforderlich, die je nach Ausführung fünf bis sieben Euro pro Quadratmeter kosten.

Ferner ist etwa für 30 Quadratmeter Beton erforderlich, der pro Kubikmeter 100 bis 150 Euro kostet. Als Drainage ist außerdem mit etwa 500 Euro für Split und Kies zu rechnen.

Bei einem Plattenfundament sind 200 Quadratmeter Baustahlmatten und etwa 60 Kubikmeter Beton erforderlich. Da die gesamte Platte Frostschutz braucht, muss eine dickere Kiesschicht darunter. Diese kostet zirka 1.500 Euro.

Diese Kosten sind für den Handwerker zu erwarten

Das Ausschachten mit schwerem Gerät und das Verfüllen mit Beton sind recht schnell erledigt. Die genannten Materialpreise beziehen sich auf Fertigbeton, daher geht die Arbeit auf der Baustelle zügig voran.

Da bei einem Streifenfundament die Platte anschließend gegossen werden muss, ist der Aufwand etwas höher. Hier ist mit 2.000 bis 4.000 Euro zu rechnen, bei einem Plattenfundament reichen meist 1.500 bis 2.500 Euro.

Beachtenswertes beim Erstellen eines Fundaments

Beim Bau des Fundaments sind viele Vorschriften zu berücksichtigen. Nur wenn alles korrekt durchgeführt wird, kann das Gebäude auf Dauer stabil stehen.

Den Bodengrund berücksichtigen

Der Grundwasserstand und die Bodenbeschaffenheit sind genauso von Bedeutung, wie die Art und die Höhe des Gebäudes. Ein ortskundiger Statiker ist in der Regel gut informiert und muss keine teuren Probebohrungen durchführen. Außerdem halten die meisten Gemeinden die wichtigsten Eckdaten vorrätig.

Spar-Tipp:

Preisvergleiche lohnen sich. Sinnvollerweise schreiben Bauherrn die Arbeiten aus und bitten um ein Komplettangebot für Material und Ausführung.

Plattenfundament oder Streifenfundament?

Bei einem Gartenhaus ist nicht unbedingt eine Bodenplatte erforderlich, bei Wohnhäusern ist diese heute üblicher Standard. Zusammen mit der Platte ist das Streifenfundament kaum günstiger als ein Plattenfundament. Im Hinblick auf mögliche spätere Umbaumaßnahmen ist die stabile Platte vorzuziehen. Bei Streifenfundamenten ist die tragende Konstruktion später nur mit großem Aufwand zu verändern.

Sparen ist möglich

Eigenleistungen sind beim Bau eines Fundaments wenig sinnvoll. Auch geübte Heimwerker haben Probleme, die Konstruktion korrekt auszuführen. Abgesehen davon ist schweres Gerät für das Ausschachten erforderlich. Dieses können Bauherren ausleihen, aber der Umgang mit Bagger und Lader muss geübt werden. Der Bau eines Fundaments ist mit Sicherheit kein geeignetes Übungsfeld.

Preisvergleiche lohnen sich aber in der Regel immer. Sinnvollerweise schreiben Bauherrn die Arbeiten aus und bitten um ein Komplettangebot für Material und Ausführung.

Checkliste zur Erstellung eines Fundaments

Vor dem Bau:
  • Fachmann mit der Planung des Fundaments beauftragen.
  • Genaue Spezifikationen geben lassen.
  • Örtliche Gegebenheiten, auch Anfahrtswege für Lkws, erfassen.
  • Arbeiten mit allen Angaben ausschreiben.
  • Betriebe auswählen und Garantien aushandeln.
  • Auftrag erteilen.
Erstellen des Fundaments:
  • Für freie Zufahrt zur Baustelle sorgen.
  • Schutt und größere Gewächse entfernen.
  • Bauplatz freiräumen.
Nach dem Erstellen:
  • Arbeit von Fachkraft abnehmen lassen.
  • Falls nötig reklamieren.
  • Bau des Hauses erst beginnen, wenn sicher ist, dass das Fundament den Vorgaben des Fachmanns entspricht.
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