Gartenweg anlegen
Kosten pro Meter*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
20 €*
60 €
120 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet Gartenweg anlegen?

Mit Wegen lässt sich die Grünzone im Garten optisch unterteilen. Sie sind ein Stilelement, das dem Garten ein eigenes Gesicht gibt.

Außerdem ist ein Gartenweg bequem, weil er entfernte Bereiche erreichbar macht.

Jeder Weg sollte eine Mindestbreite von einem Meter haben, besser sind 1,20 Meter, damit zwei Personen aneinander vorbei gehen können. Ein haltbarer Weg, der auch das Befahren mit einem Rasenmäher oder einem Anhänger mit Gartenmaterial erlaubt, benötigt eine 20 Zentimeter dicke Tragschicht aus Schotter oder Mineralgemisch. Darüber eine fünf Zentimeter hohe Schicht aus Sand oder Splitt und eventuell ein Pflaster.

Gartenweg anlegen: Kosten im Überblick

PostenEinzelpreispro Meter Weg
Vlies & Schotter10-14 €/m²12-16,80 €
Belag15-80 €/m²18-96 €
Randsteine2-6 €/m4-12 €
Arbeitskosten45-60 €/h54-72 €
Gesamtkosten 88,00 - 196,80 €

Service Beispiel

Kosten pro Meter Weg mit beidseitigen Randsteinen und einer Breite von 1,2 Metern.

Damit der Weg auch nach Jahren noch stabil ist, ist es wichtig, nicht am Unterbau zu sparen. Wer nicht viel Geld investieren will, wählt einen günstigen Belag. Dieser lässt sich später problemlos austauschen.

Die genauen Kosten für das Anlegen eines Gartenweges variieren von Region zu Region und sind auch stark abhängig von Material und Handwerkerpreisen, weshalb MyHammer hier nur durchschnittliche Preise zur Orientierung nennt.

Materialkosten für den Gartenweg – was kosten Vorbereitung, Unterbau und Belag?

Gartenweg mit Schubkarre
Damit der Weg auch nach Jahren noch stabil ist, ist es wichtig, nicht am Unterbau zu sparen.
Quelle © pixabay.com

Die Oberfläche des Weges sollte in der gleichen Ebene wie der restliche Gartenboden liegen. Daher ist der Bodengrund in diesem Bereich auszuheben. Die Tiefe beträgt 25 Zentimeter, zuzüglich der Dicke der Pflastersteine. In diesen Graben gehört zunächst ein Unkrautvlies, das etwa 3,50 Euro pro Quadratmeter kostet. Für die Tragschicht ist mit 8,50 Euro pro Quadratmeter zu rechnen.

Kies- oder Splittbelag kostet zwischen 15 und 20 Euro, Gehwegplatten oder Pflastersteine zwischen 12 und 80 Euro. Die Preise verstehen sich pro Quadratmeter und hängen von der Art des gewählten Materials ab. Einfache Betonplatten sind meist schon ab 16 Euro zu bekommen.

Je nach Belastung, Art des Belags und Verlauf, sind außerdem Randsteine erforderlich. Ein Randstein von einem halben Meter Länge, kostet zwischen einem und drei Euro.

Arbeitskosten für das Anlegen eines Gartenweges

Gartenbaufirmen berechnen meist Stundensätze, die zwischen 45 und 55 Euro liegen. Für diesen Preis rückt ein Team von zwei bis drei Arbeitern an, die das notwendige Gerät dabei haben. Für Baggerarbeiten werden meist 20 Euro zusätzlich berechnet. Das Team schafft etwa zehn Quadratmeter Weg in zehn Stunden.

Da es auf die genaue Lage des Weges, den Untergrund und die Gestaltung ankommt, sollte sich der Gartenbesitzer von verschiedenen Betrieben einen Kostenvoranschlag unterbreiten lassen. Dieser kann nur realistisch sein, wenn sich der Betrieb den Garten zuvor angesehen hat.

Gesamtkosten für das Anlegen eines Gartenwegs

Die Aufstellung ist ein grober Schätzwert. Wer einen längeren Weg anlegen lässt oder noch andere Arbeiten an den gleichen Betrieb vergibt, kann mit erheblichen Nachlässen rechnen. Unter Umständen lassen sich auch Kosten sparen, wenn eine dünnere Tragschicht ausreicht oder keine Randsteine erforderlich sind. Das lässt sich nur in einem Gespräch vor Ort klären.

märchenhafter Gartenweg
Märchenhafter Gartenweg dank blumiger Bepflanzung.
Quelle © pixabay.com

Die Belastung für den Weg nicht zu gering auslegen

Die Tragschicht verhindert, dass Teile des Wegs absinken. Bei einem reinen Kies- oder Schotterweg ist dies wenig problematisch, da sich die Senken leicht später verfüllen lassen. Bei Plattenwegen kommt es zu Stolperkanten, wenn sich einzelne Platten senken. Auch bei Pflastersteinen gibt es Probleme, denn es entstehen große Spalten, die ebenfalls eine Gefährdung darstellen.

Generell eignen sich Wege mit einem dünnen Unterbau eher für Gärten, die über Stufen zu erreichen sind. Hier besteht weniger der Gefahr, dass später ein Rasentraktor zum Einsatz kommt oder mit einem PKW Grünschnitt abgeholt wird. In diesem Punkt sollten sich Gartenbesitzer an den Rat eines Fachmannes halten.

Was beim Belag zu bedenken ist

Ob Kies/Schotter, Pflastersteine oder Platten den Abschluss bilden, ist nicht nur eine Frage des Designs. Kies, Sand, Splitt und Schotter versiegeln den Boden nicht, Regenwasser kann versickern. Dafür sind die Wege weniger stabil und Nässe bleibt lange im Weg gespeichert. Platten liegen fester im Sandbett als Pflastersteine. Sie neigen nicht dazu, nach den Seiten aus dem Weg zu driften. Dafür lässt die die Oberfläche mit Steinen vielfältiger gestalten als mit großen Platten.

Funktionen der Randbefestigung

Randsteine erfüllen einen doppelten Zweck: Sie verhindern, dass Gras in den Weg wächst und sie halten das Material zusammen. Pfade, die wenig belastet sind, brauchen nicht unbedingt eine Einfassung aus Stein. Gegen das Überwuchern schützen Rasenkanten aus Kunststoff oder Metall ausreichend. Plattenwege verkraften höhere Belastungen als Pflaster, daher ist eine stabile Einfassung oft nicht erforderlich. Diese Thematik sollte man aber unbedingt mit einem Fachmann erörtern.

Ein Fachbetrieb ist kompetenter Ansprechpartner beim Anlegen eines Gartenweges

Tipp:

Eine Beratung durch einen Fachbetrieb ist hinsichtlich der Tragschicht, des Belags und der Randeinfassung grundsätzlich empfehlenswert.

Eine Beratung durch einen Fachbetrieb ist hinsichtlich der Tragschicht, des Belags und der Randeinfassung grundsätzlich empfehlenswert. Außerdem sollte jeder Bauherr abwägen, ob er das Auskoffern mit Erdabfuhr, das Ausbringen der Tragschicht und die Verdichtung selbst erledigen will. Hierfür sind Maschinen erforderlich, die nur wenige Gartenbesitzer im Haus haben. Ausleihen ist zwar möglich, verursacht aber Kosten und zusätzliche Fahrten.

Die Planung des Wegverlaufs, das Abstecken mit Pfählen und das Spannen der Richtschnur kann jeder Bauherr bequem selber erledigen. Gleiches gilt für das Setzen der Randsteine, nach dem Auskoffern und Verdichten des Erdreichs durch den Fachmann.

Die Anfuhr des Schotters, das Verteilen und Verdichten übernimmt wieder der Betrieb. Platten lassen sich recht gut selber verlegen, während das Pflastern mit Natursteinen eindeutig Arbeiten für einen Fachmann sind.

Die abschließenden Arbeiten, wie das Einfegen des Sandes in die Fugen und das Bepflanzen des Randes kann jeder selbst erledigen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Sand in die Fugen muss und nicht aus dem Weg heraus gekehrt werden darf.

Checkliste Gartenweg anlegen

Grundsätzliches:
  • Mindestbreite für den Gartenweg: ein Meter.
  • Für Stabilität des Weges nicht am Unterbau sparen.
  • Tragschicht nicht zu dünn auslegen, sonst sinkt der Weg ab.
  • Kies- und Schotterwege sind weniger stabil als Wege aus Pflastersteinen.
  • Randsteine wählen: Kunststoff oder Metall? Entscheidend ist deren Zweck.
Vorbereitung für den Gartenweg:
  • Planung des Weges.
  • Beratung über den Aufbau durch einen Fachmann.
  • Abstecken des Wegverlaufs.
Anlegen des Wegs:
  • Auskoffern, um Platz für den Unterbau und den Belag zu schaffen.
  • Auf Gefälle zum Rand und vom Haus weg achten.
  • Abfuhr des Aushubs.
  • Verdichten des Bodens.
  • Unkrautvlies auslegen und Randsteine oder Rasenkanten setzen.
  • Tragschicht verteilen und verdichten.
  • Belag ausbringen und eventuell verdichten.
Abschließende Arbeiten:
  • Eventuell Weg fegen.
  • Randbepflanzung erneuern.
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