Gehwegplatten verlegen
Kosten pro m²*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
35 €*
69 €
170 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet das Verlegen von Gehwegplatten?

Ein Weg, der mit Platten belegt ist, hat den großen Vorteil, dass er auch bei nassem Wetter nicht aufweicht.

Außerdem sehen Plattenwege ordentlich aus und sind einfacher zu pflegen als Sand- oder Kieswege.

Bei sehr gering belasteten Wegen ist ein ungebundenes Verlegen der Platten möglich. Der Boden wird nur gering ausgehoben, um Sand als Bett für die Platten aufzubringen. Da bei diesen Wegen schnell Unkraut aus den Fugen wächst und der Belag auseinanderdriftet, ist diese Art nur noch bei Wegen üblich, die nicht auf Dauer angelegt werden.

Gehwegplatten verlegen: Kosten im Überblick

Posten (pro Quadratmeter)Betonplatten ungebunden verlegtBetonplatten gebunden verlegtBasaltplatten gebunden verlegt
Unterbau (Vlies und Schotter)2 - 3 €10 - 15 €10 - 15 €
Belag14 - 16 €14 - 16 €50 - 60 €
Arbeit Unterbau-20 - 30 €20 - 30 €
Verlegen der Steine25 - 35 €25 - 35 €25 - 35 €
Gesamt41 - 54 €69 - 96 €105 - 140 €

Service Beispiel

In der Tabelle sind die Kosten für drei mögliche Optionen erfasst und übersichtlich zusammengestellt. Die Angaben beziehen sich auf einen Quadratmeter Weg.

Wer lange Freude am Weg haben möchte, entscheidet sich für die teurere Variante, das gebundene Verlegen. Bei dieser Methode bekommt der Weg ein Fundament, um ihn tragfähig zu machen. Solche Wege vertragen auch das Befahren mit leichtem Gerät, wie einem Rasenmäher.

Die Kosten für die Anlage des Wegs hängen vom verwendeten Belag und von der Verlegeart ab. Lose verlegte Betonplatten verursachen nur geringe Kosten. Ein Weg aus Naturstein, der gebunden verlegt wird, ist die teuerste Möglichkeit.

Gehwegplatten in Vorgarten
Ein Plattenweg führt durch den Vorgarten zu einem Haus.
Quelle © pixabay.com

Die Kosten im Detail

Bei stark belasteten Wegen, wie Einfahrten zu Garagen, ist zusätzlich eine Randbefestigung erforderlich. Die Kosten hierfür bleiben unberücksichtigt.

Kosten für Unterbau und Platten

Für einen stabil aufgebauten Weg sind Unkrautvlies, Schotter, Splitt und Sand notwendig. Das Material für diesen Unterbau kostet zwischen 10 und 14 Euro pro Quadratmeter. Wer die Platten ungebunden verlegen lässt, kommt mit zwei bis drei Euro aus.

Übliche Gehwegplatten aus Beton haben die Maße 50 x 50 x 5 Zentimeter und kosten 3,50 bis 4 Euro das Stück, also etwa 15 Euro pro Quadratmeter. Basaltplatten gleicher Größe sind zu Preisen zwischen 12 und 15 Euro erhältlich. Pro Quadratmeter fallen also 50 bis 60 Euro an.

Kosten für das Verlegen

Fachbetriebe verlangen für das Ausheben des Fundaments und die Konstruktion des Unterbaus zwischen 20 und 30 Euro pro Quadratmeter. Das Verlegen ohne Fundament oder, wenn dieses schon vorhanden ist, kostet etwa 25 bis 35 Euro.

In diesem Preis ist der Einsatz von schwerem Gerät enthalten. Wenn der Weg nicht mit einem Minibagger erreichbar ist, fallen für den Unterbau höhere Kosten an, da das Ausschachten durch Muskelkraft deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Beachtenswertes beim Verlegen von Gehwegplatten

Udo Lindenberg Gehwegplatte auf Walk of Fame
Gehwegplatten bieten auch kreativen Spielraum. Hier die Platte von Udo Lindenberg, verlegt auf dem Walk of Fame.
Quelle © pixabay.com

Die relativ hohen Kosten für einen soliden Unterbau verführen dazu, auf eine solide Konstruktion des Weges zu verzichten. Langfristig ist dies nicht ratsam. Auch eine Schicht Beton kann ein ordentliches Fundament nicht ersetzen.

Bei einem schlecht aufgebauten Weg zeigen sich bereits nach einem Jahr Unkräuter in den Fugen. Dies stört nur die Optik. Bedenklicher ist, dass die Platten nach wenigen Jahren anfangen zu wackeln und sich zum Teil absenken. Dies stellt ein Sicherheitsrisiko dar.

Das Versiegeln des Bodens hat Folgen

Der Unterbau des Weges besteht aus Schotter, Kies und Splitt. Das Material lässt Regenwasser durch und zählt nicht zu einer Versiegelung. Herkömmliche Gehwegplatten behindern das Versickern von Niederschlagswasser. Regen, der auf solche Flächen trifft, fließt in die Kanalisation. Bei Starkregen führt dies zu einem Rückstau, da der Kanal die Wassermassen nicht abtransportieren kann.

In Deutschland werden jeden Tag Flächen von der Größe mehrerer Fußballfelder durch Beton oder Pflastersteine versiegelt. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf das Abwasserkanalnetz. Städte und Gemeinden verlangen daher für solche Flächen Abwassergebühren.

Wer einen Gehweg anlegen möchte, sollte über Alternativen zu herkömmlichem Pflaster nachdenken. Porensteine, Rasengittersteine, Rasen- und Splittfugenpflaster haben ähnliche Vorteile wie Gehwegplatten, behindern aber den Abfluss von Regenwasser nicht.

Aus diesen Gründen sollten verantwortungsbewusste Fahrer den Vergaser in einem Fachbetrieb reinigen lassen.

Sparen durch Eigenleistung

Hinweis:

Heimarbeiter unterschätzen oft den körperlichen Kraftaufwand. Wer einen Weg von 14 Metern länge und 2 Meter breite pflastert, bewegt etwa 3,2 Tonnen an Steinen.

Das Auskoffern des Weges, das Aufschütten und Verdichten des Unterbaus, geht mit schwerem Gerät schnell von der Hand. Heimwerker, die solche Arbeiten mit Schaufel und Stampfer erledigen wollen, müssen eine deutlich längere Bauzeit einplanen und kommen vermutlich schnell an die Grenzen Ihrer Kraft.

Die entsprechenden Maschinen verleihen zwar einige Baumärkte, aber Leihgebühr, Fahrkosten und Fahrzeit sind auch Kostenfaktoren. In der Regel lohnt es sich nicht, die schweren Arbeiten selber ausführen.

Das Verlegen der Platten erfordert Geschick und ebenfalls einiges an Kraft. Platten in der üblichen Größe von 50 x 50 x 5 Zentimetern wiegen etwa 28 Kilogramm. Wer einen Weg von 14 Metern länge und 2 Meter breite pflastert, bewegt also etwa 3,2 Tonnen an Steinen. Schon der Transport der Platten im PKW ist ein Problem.

Viele Betriebe sind bereit mit dem Preis entgegen zu kommen, wenn der Hausherr mit anfasst oder das Einkehren des Sandes übernimmt. Dies ist sicher der beste Weg, Geld zu sparen.

Checkliste zum Verlegen von Gehwegplatten

Vor dem Bau:

  • Verlauf des Weges skizzieren.
  • Länge und Breite ermitteln.
  • Sich bei der Gemeinde über das Versiegeln von Flächen erkundigen.
  • Auswahl geeigneter Gehwegplatten.
  • Sich für Verlegemethode entscheiden.
  • Prüfen ab Arbeitsort mit Maschinen erreichbar ist.
  • Arbeiten ausschreiben und vergeben.

Bau des Weges:

  • Hindernisse aus dem Baubereich und der Zufahrt entfernen.
  • Verlauf des Wegs genau abstecken.
  • In Absprache mit dem Betrieb, Hilfsarbeiten ausführen.

Nach dem Bau:

  • Sand in die Fugen kehren, niemals abkehren.
  • Große Menge Wasser auf den Weg spritzen.
  • Auf Pfützen achten und ob das Wasser abfließt.
  • Eventuell reklamieren.
  • Bereich neben dem Weg neu bepflanzen.
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