Innenausbau
Was kostet es?*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
1.000 €*
5.775 €
38.000 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet Innenausbau?

Hausbesitzer neigen dazu, beim Innenausbau immer mehr Sonderwünsche einfließen zu lassen. Das erschwert die Kalkulation der Kosten erheblich.

Eine Aufstellung der absolut notwendigen Maßnahmen und die Preise für deren Ausführung ist unverzichtbar. Die Aufstellung der Kosten hilft auch, eine mögliche Eigenleistung realistisch abzuschätzen.

Innenausbau: Kosten im Überblick

PostenMaterialkostenHandwerkerkosten
Fensterbänke1.000 €700 €
Trockenbau2.000 €3.500 €
Innenputz2.000 €3.000 €
Estrich3.000 €1.800 €
Bodenbelag4.000 €2.700 €
Fliesen3.000 €3.600 €
Farbe/Tapete3.000 €4.550 €
Sanitär8.000 €4.800 €
Elektro4.000 €4.000 €
Heizung20.000 €6.000 €
Türen3.000 €700 €
Gesamtsumme53.00035.350 €

Service Beispiel

Die Beispielrechnung bezieht sich auf die Kostenkalkulation eines Innenausbaus (ab Rohbau) eines Einfamilienhauses mit einer Nutzfläche von 120 Quadratmetern.

Die Kosten im Detail

Beim Innenausbau greifen die verschiedensten Gewerke ineinander. Estrich aufbringen und den Oberboden gestalten, Trockenbau, Treppenbau und Innenputz gehören dazu.

Hinzu kommen Kosten für Heizung und Sanitär sowie Lüftung, Elektroinstallation. Auch Fliesen, Streichen und Tapezieren sind zu berücksichtigen. Die Kalkulation bezieht sich auf den Innenausbau ab Rohbau eines Einfamilienhauses mit 120 Quadratmetern Nutzfläche

Innenausbau
Die Planung des Innenausbaus sollte grundsätzlich ein Fachmann übernehmen.
Quelle © pixabay.com

Mindestpreise für das Material

Für Fensterbänke sind 1.000 Euro, für Zwischenwände im Trockenbauverfahren 2.000 Euro und für dem Innenputz 2.000 Euro einzuplanen. Estrich schlägt mit 3.000 Euro zu Buche, der Bodenbelag mit 4.000 Euro. Fliesen sind mit 3.000 Euro zu veranschlagen und für Farben sowie Tapeten, weitere 3.000 Euro. Fehlen noch die Sanitärausstattung (8.000 Euro) und das Elektromaterial (4.000 Euro). Für die Heizung sind 20.000 Euro anzusetzen und Türen kosten etwa 3.000 Euro.

Alles in allem fallen also mindestens 53.000 Euro an. Diese Angaben beziehen sich auf eine normale Qualität im unteren Bereich. Hochwertige Fliesen, ein Bad vom Designer und ausgefallen Bodenbeläge, lassen die Kosten nahezu explodieren. Es kann schnell das doppelte bis das dreifache an Kosten entstehen.

Mit diesen Kosten ist für die Handwerker zu rechnen

Welche Kosten genau anfallen, hängt vom Umfang der Arbeiten ab und von den Stundensätzen. In einem engen verwinkelten Haus ist der Aufwand größer, als bei großen Räumen.

Bei den Preisen der Handwerker gibt es sowohl regional als auch saisonal Unterschiede. Insgesamt ist mit über 35.000 Euro für die verschiedenen Gewerke zu rechnen.

Beachtenswertes beim Innenausbau

Viele Bauherren unterschätzen diese Arbeiten, Manch einer geht davon aus, dass er den Innenausbau ohne Hilfe eines Fachmannes selbst erledigen kann. Hierbei ist aber Einiges zu bedenken.

Rechtliche Vorgaben für den Ausbau

Für selbstbewohnte Einfamilienhäuser gibt es wenige Vorschriften darüber, dass Meisterbetriebe Arbeiten ausführen müssen. Aber beim Anschluss an öffentliche Netze ist in der Regel ein Nachweis zu führen, dass die Leitungen im Haus fachgerecht verlegt wurden. Eine solche Bescheinigung stellt natürlich kein Betrieb aus, der sich nicht sicher sein kann, dass dies der Fall ist. Daher geht es im Bereich Strom, Gas und Wasser nicht ohne Fachbetrieb.

Sofern die Außenhülle nicht ausreichend gedämmt ist, kann es beim Nachweis, dass die Wärmedämmung des Hauses ausreicht, Probleme geben. Unter Umständen sind Belege zu erbringen, dass Dachflächen und Zwischengeschosse korrekt gedämmt wurden.

Den Zeitaufwand nicht unterschätzen

Für den Innenausbau benötigen Fachbetriebe etwa 1.000 Stunden. Ein wenig geübter Hobbyhandwerker sollte mindestens 1.500 Stunden einkalkulieren. Bei einer täglichen Arbeitszeit von zehn Stunden sind dies 150 Tage. Selbst mit der Hilfe von Freunden bedeutet der Ausbau in Eigenregie, dass ein Jahr auf Urlaub und Wochenenden zu verzichten ist. Hinzukommt, dass jede Verzögerung in der Regel Geld kostet, da das Haus später bezugsfertig wird. Im Schnitt liegen die Materialkosten beim Hobbyausbau um zehn Prozent höher, da Laien häufiger Fehler unterlaufen.

Generalstabsmäßige Planung ist wichtig

Die Planung des Innenausbaus sollte grundsätzlich ein Fachmann übernehmen. Dieser koordiniert die verschiedenen Handwerker und stellt einen Plan über die Reihenfolge der Arbeiten auf.

Checkliste für einen Innenausbau

Planung des Innenausbaus:
  • Alle notwendigen Arbeiten erfassen.
  • Mit dem Architekten einen Zeitplan ausarbeiten.
  • Über Eigenleistungen entscheiden.
Fachbetriebe auswählen:
  • Alle Arbeiten als Gesamtpaket und einzeln mit Zeitplan ausschreiben.
  • Angebote prüfen und mit dem Architekten zusammen einen Betrieb auswählen.
  • Arbeiten mit verbindlichen Terminen vergeben.
Den Innenausbau durchführen:
  • Rechtzeitig für das Baumaterial sorgen.
  • Geeigneten Lagerplatz schaffen.
  • Zeitplan überwachen und bei Abweichungen schnell einschreiten.
  • Wenn notwendig, die Plan-Daten korrigieren und mit den Handwerkern absprechen.
  • Bauabschnitte einzeln vom Architekten abnehmen lassen.
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