Mutterboden liefern
Kosten pro m³*
MIN
DURCHSCHNITT Ø
MAX
12 €*
22,37 €
67,30 €*

* Datenbasis: Über MyHammer vermittelte Aufträge.

Was kostet Mutterboden?

Die obersten 20 bis 30 Zentimeter des natürlichen Bodens bezeichnen Bauherren als Mutterboden, Muttererde oder auch als Oberboden. Landwirte nennen diese Schicht Ackerkrume.

Der Boden ist fruchtbar und stark mit organischen Substanzen sowie Bodenlebewesen durchsetzt. Im Rahmen von Baumaßnahmen muss der wertvolle Boden oft vorübergehend weichen. Manchmal ist auch eine Abfuhr nötig, um für Platz zu sorgen.

Nach dem Bau ist es wichtig, sich Muttererde liefern zu lassen und gleichmäßig zu verteilen. Nur auf diesem Boden können Pflanzen gedeihen. Oft fallen nur Transportkosten an, da im Rahmen von Baumaßnahmen viele Grundstückbesitzer den Oberboden verschenken.

Mutterboden liefern: Kosten im Überblick

PostenMutterboden von privatMutterboden von HändlerMutterboden gesiebt von HändlerMutterboden gesiebt und aufbereitet von Händler
Preis Boden-280 - 400 €480 - 600 €800 - 1.600 €
Transport200 - 400 €40 - 80 €40 - 80 €40 - 80 €
Summe Kosten200 - 400 €320 - 480 €520 - 680 €840 - 1680 €

Service Beispiel

Kosten für 40 Kubikmeter Mutterboden, aus unterschiedlichen Quellen.

Kosten für den Mutterboden im Detail

Die Schicht sollte mindestens eine Dicke von zehn Zentimetern aufweisen, besser ist zumindest 20 bis 30 Zentimeter des guten Erdreichs aufzubringen. Pro Quadratmeter sind also 0,1 bis 0,3 Kubikmeter Mutterboden erforderlich.

Preise für Oberboden

Mutterboden ist kein Abfall, der sorgsame Umgang damit ist im Gesetz vorgeschrieben. Um Kosten für die Lagerung zu sparen, geben Bauherren den Boden oft kostenlos ab. Wenn sich in entsprechenden Börsen keine Angebote finden, hilft nur, den Boden bei Deponien, Gartenbaubetrieben oder Baustoffhändlern zu kaufen.

Bei vielen Deponien ist der Boden für sieben bis zehn Euro pro Kubikmeter erhältlich. Wer Muttererde ohne Steine, Wurzeln und Äste haben möchte, muss gesiebten Oberboden kaufen, der etwa 12 bis 15 Euro kostet. Mit Kompost und Dünger verbesserter Boden kostet zwischen 20 und 40 Euro pro Kubikmeter.

Mutterboden
Mutterboden für dei Gartengestaltung.
Quelle © pixabay.com

Kosten für den Transport

Um eine Fläche von 200 Quadratmetern mit 20 Zentimeter Mutterboden zu versehen, sind 40 Kubikmeter Material erforderlich. Dieses wiegt zirka 60 Tonnen. Diese Menge lässt sich kaum aus eigener Kraft transportieren.

Transportunternehmen verlangen etwa fünf bis zehn Euro pro Kubikmaeter. Verkäufer die anliefern, geben sich mit ein bis zwei Euro pro Kubikmeter zufrieden. Diese Preise gelten für Transporte im Umkreis von unter 50 Kilometern.

Beachtenswertes bei Mutterboden

Bauherren müssen oft auf jeden Cent achten. Beim Mutterboden lässt sich einiges sparen.

Rechtliches zum Oberboden

Das Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) und Baugesetzbuch schützen den Mutterboden, da er eine wertvolle Ressource ist. Er muss vor dem Bau abgetragen werden, da er nicht tragfähig ist und nicht dem Bodenkreislauf entzogen werden darf.

Der Boden ist sorgfältig zu behandeln. Die DIN 19731 schreibt bei einer Lagerzeit von über sechs Monaten eine Begrünung vor.

Weitgehend eigenen Boden verwenden

Auf den meisten Bauplätzen ist am Rand ausreichend Platz, um den Mutterboden, der während des Baus abzutragen ist, zu lagern. Er verliert nicht an Qualität. Unternehmen, die vorschlagen den Boden zu entsorgen und stattdessen gesiebte Muttererde zu erwerben, geben einen schlechten Rat.

Der Boden darf nicht entsorgt werden und es gibt ohnehin keinen Grund, das Material nicht zu verwenden. Naturgemäß ist Mutterboden immer von Unkraut durchsetzt. Sieben kann zwar Wurzeln entfernen, die Samen bleiben aber enthalten.

In der Region bleiben

Information

Aus ökologischer und ökonomischer Sicht ist es nicht ratsam, Mutterboden über große Entfernungen zu transportieren. Er ist ein Produkt des Mikroklimas der Region.

Aus ökologischer und ökonomischer Sicht ist es nicht ratsam, Mutterboden über große Entfernungen zu transportieren. Er ist ein Produkt des Mikroklimas der Region. Kleinlebewesen und pflanzliches Material können Schaden nehmen, wenn der Boden in ein anderes Klima kommt.

Teure Erde ist nicht immer die beste

Mutterboden, wie gewachsen, entspricht den natürlichen Bedingungen. Sieben lockert ihn auf und entfernt zum Teil Substanzen, die den Boden langfristig verbessern. Die aussortierten Pflanzen verrotten nicht im Boden, langfristig fehlt ihm Humus.

Ein vorsorgliches Verbessern durch Dünger macht nur für einige Beete Sinn, in denen Starkzehrer wachsen sollen. Auf die Aufbereitung können Bauherren verzichten und lediglich diese Beete düngen.

Transport des Bodens

Gute Ansprechpartner sind regionale Baufirmen. Diese kennen in der Regel Baustellen, von denen der Boden abzutransportieren ist. Vielleicht lässt sich eine Vereinbarung treffen, dass Abgeber und Abnehmer den Transport zu gleichen Teilen übernehmen. Immerhin profitieren beide Parteien davon, wenn der Mutterboden statt zu einer Deponie, direkt zum Abnehmer gelangt.

Checkliste für die Lieferung von Mutterboden

Generelles zu Mutterboden:
  • Wenn möglich, eigenen Boden auf dem eigenen Grundstück lagern und später verwenden.
  • Mutterboden von benachbarten Baustellen suchen.
  • Überwiegend Muttererde wie gewachsen verwenden.
  • Gedüngten Boden höchstens für besondere Zwecke einsetzen.
Mengen des benötigten Erdreichs:
  • Quadratmeter mit 0,2 (0,3) multiplizieren, wenn eine Schichtdicke von 20 Zentimetern (30 Zentimeter) gewünscht ist, das ergibt die benötigten Kubikmeter.
  • Vorhandene Menge ermitteln (kegelförmiges Lager: Durchmesser x Durchmesser x Höhe x 3,14 / 4)
  • Benötigte Kubikmeter, minus vorhandener Boden, ergibt die zu besorgende Menge.
Transport des Bodens:
  • Menge, die zu beschaffen ist, über eine Börse oder bei einer Deponie ordern.
  • Wenn nötig, Transport mit Menge und Entfernung ausschreiben.
  • Unternehmen beauftragen.
  • Auf schriftlichen Herkunftsnachweis bestehen.
  • Bei Deponieboden Lagerung nach DIN 19731 bestätigen lassen.
Abschließende Arbeiten:
  • Für eine Zufahrt zum Grundstück sorgen.
  • Schutt und Gerümpel entfernen.
  • Boden nach der Anlieferung gleichmäßig verteilen und nicht verdichten.

FAQ - Häufige Fragen zum Thema Mutterboden liefern

Was ist Mutterboden?

Wie der Name schon vermuten lässt, ist Mutterboden die Grundlage für alle lebenden Pflanzen. Der humusreiche Oberboden, auch „Ackerkrume“ genannt, ist besonders fruchtbar und enthält den Großteil der Mineralien und Nährstoffe sowie lebendige Bodenlebewesen. Der hohe Humusanteil speichert Nährstoffe und Wasser und sorgt gleichsam für eine gute Durchlüftung der Erde.

Was ist bei der Verwendung von Mutterboden zu beachten?

Bevor große Mengen Mutterboden gekauft werden, sollte die Herkunft der Erde festgestellt werden. Diese gibt Aufschluss darüber, ob die Bodenart und -qualität mit den Gegebenheiten übereinstimmt. Optimal ist Mutterboden, der keine Verunreinigungen wie Wurzeln, große Steine, Schutt oder Müll enthält, sondern feinkrümelig, natürlich und sauber ist.

Welcher Mutterboden eignet sich am besten für den Rasen?

Ideal für den Rasen ist sandiger Lehmboden oder humoser, lehmiger Sandboden. Daher muss bei zu sandigem Boden organische Masse (Rindenhumus, humose Gartenerde, Kompost) und hingegen bei lehmigen oder stark humosen Böden gewaschener kalkfreier Sand (z.B. Quarzsand) eingearbeitet werden.

Wie dick sollte der Mutterboden sein?

Die Schichtstärke des Mutterbodens im Garten ist eher unregelmäßig und sollte mindestens eine Stärke von 10 Zentimetern, im Idealfalls 15 bis 20 Zentimeter bis zu 30 Zentimetern aufweisen. Darunter folgen dann Unterboden und Untergrund.

Wie wird Mutterboden entsorgt?

Erde wird in drei Klassen eingeteilt: uneingeschränkte Wiederverwendung, eingeschränkte Wiederverwendung und stark eingeschränkte Wiederverwendung. Mutterboden kann beispielsweise kostenlos bei Betrieben der Kommune oder bei Gartenbauunternehmen abgeben werden. Laut Baubuchgesetzt ist Mutterboden, der bei der Errichtung und Änderung baulicher Anlagen sowie bei anderweitigen Veränderungen der Erdoberfläche ausgehoben wird, in nutzbarem Zustand zu erhalten und vor Vernichtung oder Vergeudung zu schützen. Mutterboden gilt außerdem nach dem Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodschG) und der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) als Sonderfall. Bei der Entsorgung spielt in erster Linie der Zustand des Mutterbodens eine Rolle und nicht dessen Struktur.

Bildnachweis © pixabay.com